Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Europa-Journal

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Ein Tag für die Freiheit im Denken und Spotten". Robert Streibel, Historiker und Direktor der Volkshochschule Hietzing, zum 80. Todestag von James Joyce, an dessen "Ulysses" er drei Mal gescheitert ist, bevor er zu Ende gelesen hatte In seinem "Ulysses" schildert James Joyce, dessen Todestag sich am 13. Jänner zum 80. Mal jährt, einen Tag im Leben des Anzeigenverkäufers Leopold Bloom. Es ist ein Tag für die Freiheit des Denkens und Spottens. James Joyce ist nichts heilig, auch nicht die Religion und damit hat er eine Wegmarke gesetzt. Als Ire wurde er in einem von Jesuiten geführten College erzogen und wandte sich bereits mit 16 Jahren vom Katholizismus ab. An der Religion hat er sich abgearbeitet. Von manchen wurde und wird dies als Blasphemie gesehen. Doch gerade jene, die der Kirche nahestehen, können die Bezüge erkennen. Die Frage bleibt, ob nicht gerade die Distanzierung und Kritik besser sind als Gleichgültigkeit, überlegt in seinen "Gedanken für den Tag" Robert Streibel, Direktor der VHS-Hietzing und Historiker mit dem Schwerpunkt Widerstand, Shoa und Exil. Er liebe Bücher, die sich nicht beim ersten Mal Lesen erschließen, so Streibel, an "Ulysses" sei er drei Mal gescheitert, bevor er es zu Ende gelesen hatte.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Christoph Wagner-Trenkwitz. Show Business? Die Hymne des Broadway hat sich bedrohlich verkürzt: "There's no ... Show Business". Dennoch stimmen wir voll Optimismus in den berühmten Chor aus "Annie Get your Gun" ein. Freundinnen und Freunde des gepflegten Foxtrott erfreuen sich diesmal an einem "Blues" des Komponisten von "Tiefland". Hermann Härtel, Tanzhausgeiger, trägt den Humor nicht nur in seine Interpretationen hinein; schon bei der Vorstellung zitiert er seinen gleichnamigen Vater: "Härtel, so wie Pferdl ohne 'Pf'."

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Geologe Christoph Spötl erforscht Höhlenablagerungen, die wichtige Erkenntnisse zur Erdgeschichte liefern. Teil 5: Ein präziser Blick auf das Ende der letzten Eiszeit Gestaltung: Thomas Thaler Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde klar, dass es im Alpenraum im Verlauf der Erdgeschichte zu großen Veränderungen gekommen ist. Irgendwann in grauer Vorzeit musste es gewaltige Gletscher gegeben haben. Lange Zeit war es nicht möglich zu sagen, wie lange diese "Eiszeiten" zurückliegen. Mit den gängigen Methoden der Geologie, die sich vor allem auf das Vorkommen bestimmter Fossilien in unterschiedlichen Schichten stützten, ließen sich nur relative Zeitbezüge herstellen. Für die Eiszeiten gab es um 1900 erste Hinweise aus astronomischen Berechnungen, die Veränderungen in der Sonneneinstrahlung darstellten. Doch erst nach dem 2. Weltkrieg, als es mit Hilfe physikalischer Methoden gelang, Proben auf ihren Gehalt an Radioisotopen zu untersuchen, begann man die Erdgeschichte mit absoluten Daten zu versehen. Die Methoden wurden immer weiter verfeinert. Für die jüngsten Zeitabschnitte gibt es inzwischen eine große Anzahl von Möglichkeiten, um Proben mit zunehmender Präzision zu datieren. Für die Klimageschichte der Erde gelten die Eisproben aus Grönland und der Antarktis als die wichtigsten Archive. Am Institut für Geologie der Universität Innsbruck werden seit 20 Jahren Tropfsteine und Höhlensinter untersucht. Manche Höhlen bieten über Jahrtausende konstante Bedingungen, und die Kalkablagerungen, die dort über lange Zeiträume entstehen, bilden ein wertvolles, gut geschütztes Archiv. Die Beschäftigung mit diesem Archiv hat inzwischen reichlich Früchte getragen. So lässt sich das Alter der Proben für die Periode vor 12.000 Jahren, als die letzte Eiszeit zu Ende ging, inzwischen mit einer Genauigkeit von 20 bis 40 Jahren bestimmen. Das erlaubt einen genauen Blick auf jenen Zeitabschnitt, in dem sich das Klima auf der Erde das letzte Mal dramatisch verändert hat. Die Erkenntnisse, die daraus gewonnen werden, helfen vielleicht dabei, die aktuelle Entwicklung des globalen Klimas besser zu verstehen.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Kontext - Sachbücher und Themen

Redaktion: Wolfgang Ritschl

09.42 Uhr
Saldo - das Ö1 Wirtschaftsmagazin

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Intrada - Österreichs Musizierende im Porträt

Biber, Telemann und Bach mit der Geigerin Franziska Strohmayr +++ Die Philharmoniker-Akademisten im Porträt: III. Michael Stückler, Horn +++ "Stalltänze" mit der Klarinettistin Barbara Maria Neu. Präsentation: Daniela Knaller

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten - Neue Literatur aus Österreich

"Der korrumpierte Mensch. Die ethischen Folgen wirtschaftlichen Denkens" von Jonathan Aldred (aus dem Englischen von Karsten Petersen). Es liest Till Firit Gestaltung: Peter Zimmermann

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Dschi Dsche-i Dschunior Gestaltung: Stephan Pokorny 1979, anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen ?Jahr des Kindes?, konnte Dschi Dsche-i Dschunior, den Christine Nöstlinger schon länger konzipiert hatte, für den sich aber bis dahin kein Sendeplatz im ORF gefunden hatte, das Licht der Radio-Welt erblicken. Der gewitzte Fürsprecher der Kinder, dem an ?altmodischen? Wörtern genauso gelegen ist wie an modernen, eroberte innerhalb eines Jahres - und im Sturm - das Radiopublikum. Christine Nöstlinger, die mit Romanen wie ?Wir pfeifen auf den Gurkenkönig? und ?Maikäfer, flieg? bereits Klassiker der neuen Kinderliteratur und sich selbst damit in die erste Reihe der deutschsprachigen Kinderbuchautorinnen geschrieben hatte, verlieh dem Fabelwesen mit drei Zahnreihen, Bauchhaaren, und »Hüflingen« eine Stimme, die aus der Perspektive von Kindern argumentiert. Die kurzen, erfrischenden Sendungen, die im Ö3 Wecker täglich ausgestrahlt wurden, ließen Dschi Dsche-i Dschunior zur Radiolegende werden. ORF CD 813

11.30 Uhr
Des Cis

mit Peter Kislinger. Das neu firmierte Trio Monserrat mit Werken von Komponisten, deren Musik vom Kontrapunkt geprägt ist. German Counterpoint. Deutscher Kontrapunkt. Der Titel der CD wirkt streng, fast abweisend. Widerständiges, ja Eigenbrötlerisches, lässt der Name des Trios erwarten. Die drei katalanischen Musiker - Joel Bardolet (Violine), Miquel Córdoba (Viola) und Bruno Hurtado (Violoncello) - widmen sich hingebungsvoll und mit diszipliniert kontrolliertem Ton bzw. Formgefühl einer Musik, die wie gegen die Zeit ihrer Entstehung geschrieben wirkt. Die Streichtrios von Paul Büttner (1870-1943), Heinz Schubert (1908-1945) und Reinhard Schwarz-Schilling (1904-1985) vereinen strenge Bauart mit freiem Aus- und Mitschwingen. Die CD ermöglicht die konzentrierte Begegnung mit einer faszinierend zeitlosen Musik, deren Frische und Originalität sich stupendem Handwerk und Kenntnis jahrhundertealter Tradition verdankt - und montserratischer Gleichgültigkeit gegenüber Moden.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
In Concert

Das Émile Parisien Quartett im März 2020 im Grillo-Theater, Essen Mit Titeln wie "Spam", "Malware Invasion" oder "Hashtag" haben Sopransaxofonist Émile Parisien und sein Quartett auf ihrer im Jänner 2019 erschienenen CD die uns ständig umgebende und oft auch überfordernde digitale Welt aufs Korn genommen und so eine Art Jazz-Konzeptalbum geschaffen. Dabei kommen Parisien und seine Mitstreiter, Pianist Julien Touéry, Bassist Ivan Gélugne und Schlagzeuger Julien Loutelier (die alle vier auch Kompositionen beisteuern), freilich ganz ohne elektronische Klänge aus. Umso größer und überraschender ist die Vielfalt an Sounds, die die vier Franzosen ihrem traditionellen Instrumentarium entlocken und in Stücke einbetten, die bei allen humorvollen Anspielungen eine enorme musikalische Tiefe und Dichte entwickeln. Das hat "Double Screening" auch den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik eingebracht. Am 1. März 2020 präsentierte das Émile Parisien Quartett das Programm vor Publikum, im Grillo-Theater in Essen. Nun ist das vom Deutschlandfunk aufgezeichnete Konzert auch in Ö1 zu erleben. Gestaltung: Michael Neuhauser

15.30 Uhr
Moment - Kulinarium

Eine Frage der Reife. Unter Produzenten gilt sie als die Königsklasse der Wurstherstellung. Die ersten Schritte sind noch einfach: rohes Fleisch - meist vom Schwein - wird mit Speck und Gewürzen versetzt, zu Stangen geformt und mit einer Wursthaut überzogen. Die Kunst liegt in der richtigen Reifung der Rohwürste, dem perfekten Wechselspiel zwischen Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Zeit. Während klassische Salami mit Edelschimmel überzogen wird, um sie bei der Trocknung zu schützen und zusätzliches Aroma zu geben, wird etwa die Kärntner Salami vor der Reifung kurz geräuchert. In jedem Fall dauert es mehrere Wochen, bis der perfekte Reifegrad erreicht ist und die genussfertige Salami bis zu einem Drittel ihres Anfangsgewichtes verloren hat. Gestaltung: Bea Sommersguter

15.55 Uhr
Schon gehört? Tipps für Klein und Groß

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Da capo: Im Gespräch

"Wie kam es zur Deutschen Einheit?" - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Daniela Dahn, Journalistin und Rainer Mausfeld, Kognitionsforscher Das Jahr 1990 kann als eines der wichtigsten der Nachkriegsgeschichte gesehen werden. Die ostdeutsche Journalistin, Schriftstellerin und Publizistin Daniela Dahn und Rainer Mausfeld, emeritierter Professor für Allgemeine Psychologie an der Universität Kiel mit dem Spezialgebiet Kognitionsforschung widmen sich nach 30 Jahren in ihrem neuen Buch "Tam Tam und Tabu. Die Einheit: drei Jahrzehnte ohne Bewährung" noch einmal kritisch den Geschehnissen rund um die friedliche Revolution und die Deutsche Einheit. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz erläutern sie, wie und mit welchen Methoden der Großteil der ostdeutschen Bevölkerung den Versprechungen des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl vertraut und der Einheit in ihrer heutigen Form zugestimmt haben. Viele DDR-Bürger/innen, davon sind Dahn und Mausfeld überzeugt, wollten eigentlich etwas anderes: einen demokratischen Sozialismus. In ihrem Buch stellen sie dar, warum das nicht gelang und wie sich Menschen in ihrer gesellschaftlichen Willensbildung beeinflussen lassen.

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Wolfgang Schlag. Volksmusikalische Neuerscheinungen aus Österreich. Seit bald 40 Jahren beleben die Herren der steirischen Band "Aniada A Noar" die Volksmusikszene des Landes mit Ideen, Konzerten und Tonträgern. Am besten kann man ihre ungebrochene Kraft bei einem Konzert erleben oder - wie bei ihrer neues CD - auf einem Konzertmitschnitt. Für das Album "Live" schauten noch dazu so starke, junge Kräfte vorbei wie Linde Härtel und die slowenische Sängerin Brina. Die zweite Neuerscheinung kommt vom immer gut gelaunten Ensemble "Faltenradio", oftmals kabarettistisch, diesmal aber fast klassisch, denn Bartok und Mozart geben sich hier die Ehre, aber auch die Volksmusik kommt nicht zu kurz.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Von der Revolution im Jahr 1848 zu Deutschnationalismus und Antisemitismus mit: Wolfgang Häusler, Historiker und emeritierter Professor an der Universität Wien Gestaltung: Hanna Ronzheimer Die Debatte um rechtsextreme "Einzelfälle" und die Positionierung der FPÖ und der Burschenschaften hat 2020 mit der Parteispaltung ihren Höhepunkt scheinbar überschritten. Um die Wurzeln des Antisemitismus in Österreich zu erforschen, kann man bis ins Mittelalter zurückgehen. Während der Kreuzzüge gab es zahlreiche Angriffe auch auf jüdische Gemeinden in Österreich. Als die Pest grassierte, wurden Juden als Verursacher beschuldigt, sie hätten die Brunnen vergiftet und die Seuche verursacht. Wichtige Weichenstellungen für einen strukturellen Antisemitismus werden jedoch auch im 19. Jahrhundert gelegt. Das Leben und Wirken des österreichischen Politikers und Theologen Dr. Anton Füsters als "Priester der Revolution" von 1848, die wesentlich von Studenten und "Doktoren der Revolution" (H. Heine) getragen wurde, ist hier exemplarisch. Wie konnte es geschehen, dass sich der demokratische Impuls des Sturmjahrs in den Burschenschaften seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in völkisch-rassistischen Deutschnationalismus und Antisemitismus verkehrte? Die Dynamik dieser fatalen Schubumkehr reicht bis in die Gegenwart - es geht um die politische Kultur der Demokratie.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.20 Uhr
Europa-Journal

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
matrix - computer neue medien

Wie das weltweite Miteinander funktionieren kann Gestaltung: Anna Masoner 2001 hielten es alle für einen Scherz: ein Philosoph und ein Unternehmer starten eine Online-Enzyklopädie, an der jeder mitschreiben kann. Und sie sollte mit der altehrwürdigen Encyclopedia Britannica mithalten können. Mittlerweile ist aus dem Traum von Larry Sanger und Jimmy Wales eine der meistbesuchten Webseiten geworden und ein riesiges Wissenslager. Mehr als 6 Millionen Artikel findet man in der größten Ausgabe, der englischen Wikipedia. Wir haben über die Wikipedia natürlich schon oft berichtet, und der Ton war meist ein kritischer: zweifelhafte Qualität, zu wenige Frauen unter den Autor/innen, brutale Editierschlachten, generell ein raues Klima für Onlinekollaborateure. Mittlerweile hat sich die Wikipedia vom Sorgenkind zum Musterschüler gemausert, vergleicht man sie mit anderen Onlineplattformen. Menschen mit verschiedenen Backgrounds und politischen Einstellungen arbeiten konstruktiv miteinander und schaffen es auch, der Infoschwemme und Verschwörungstheorien rund um Covid zu trotzen. Alles eitel Wonne zum runden Geburtstag? Das wäre dann auch zu schön, um wahr zu sein, findet Anna Masoner. Moderation: Wolfgang Ritschl Redaktion: Franz Zeller

19.30 Uhr
Jazztime

Die Wiener Saxofonistin Swantje Lampert im Gespräch Man kennt sie seit rund zehn Jahren aus dem Duo "The FeMale Jazz Art" mit Pianistin Barbara Rektenwald, ihr Tonträger-Debüt unter eigenem Namen hat die Wiener Saxofonistin Swantje Lampert allerdings erst im Herbst 2020 vorgelegt: "Now!" heißt es ebenso schlicht wie programmatisch, und es präsentiert sie in der Königsdisziplin des Tenorsaxofons: in Trio-Besetzung mit Bass und Schlagzeug, ohne Harmonie-Instrument. Was der improvisatorischen Erfindungsgabe umso größere Freiräume eröffnet, der Solistin indessen auch ungleich größere Verantwortung aufbürdet. Swantje Lampert macht in diesem Kontext sehr gute Figur, dank kraftvollem Ton und klischeefreien melodischen Ideen. Grund genug, sie zum "Jazztime"-Gespräch zu laden, in dem die Musikerin darüber erzählen wird, warum ihre Liebe zum Tenorsaxofon erst mit 22 Jahren erwachte und der Weg zum Musikerdasein über ein begonnenes Jus-Studium führte. Im Trio mit Bassist Karol Hodas und Schlagzeuger Christian Eberle wird Swantje Lampert auch einige Stücke aus dem Album "Now!" live zum Besten geben. Gestaltung: Andreas Felber

20.00 Uhr
Kabarett direkt

"Goldfisch" - Manuel Rubey live aus dem Radiokulturhaus Moderation: Bernhard Fellinger Manuel Rubey leidet an der modernen Volkskrankheit Prokrastination. Jetzt ist er schon 40. Eigentlich wollte er dieses Programm zu seinem 30er herausbringen. Es kamen ihm aber auch ständig Dinge dazwischen. Er wollte ein paar Filme drehen, er hat Thomas Stipsits getroffen und er wurde Vater. Gleich zweimal. Die Töchter hat er jetzt gleich mit ins Programm genommen. So kann er sie wenigstens von der Steuer absetzen. Ein Goldfisch hat übrigens eine Aufmerksamkeitsspanne von 11 Sekunden. Er könnte diesen Text nie zu Ende lesen. Manuel Rubey verspricht mit "Goldfisch" ein lustiges Programm auf die Bühne zu bringen, möchte aber diverse zivilisatorische Errungenschaften, wie Höflichkeit, Pünktlichkeit oder Geduld verteidigen, da sonst die Eleganz flöten geht. Es ist wichtig nicht immer mit der Tür ins Haus zu fallen. Sonst passieren Kollateralschäden wie lustige Wortspiele im Titel oder gespielte Witze auf Kabarettplakaten und davor graut mir. Früher war ein freiliegender Knöchel der Inbegriff der Erotik und des Exhibitionismus. Heute vermitteln Pornofilme Heerscharen von Heranwachsenden einen völlig falschen Eindruck von Schwiegermüttern. Ein Mensch hat übrigens nur mehr eine Aufmerksamkeitsspanne von 8 Sekunden.

22.20 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Austrophobia Gestaltung: Stephan Pokorny Andreas Vitáseks 13. Programm "Austrophobia" ist eine kabarettistische Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff und dem Fremdsein, mitbegründeten und unbegründeten Ängsten, mit dem Junggewesen sein, dem Älterwerden und der untoten Vergangenheit Österreichs. Eine Reise durch das weite Land der österreichischen Seele und in die Untiefen des goldenen Wiener Herzens. Wortgewandt stemmt sich Vitásek gegen die Kleinkariertheit und die Dummheit, gewürzt mit persönlichen Pointen und geschickt changierend zwischen Erlebtem und Erfundenem. Ankommen und Wegfahren, Nationalismus und Internationalismus und die "alltäglichen Mühen der Ebene" werden im privaten Mikrokosmos einer Familie mit illegal eingeschleustem Mops abgehandelt. Gibt es ein richtiges Leben im falschen? Lauert das Grauen in der Idylle? Andreas Vitásek, Kabarettist, Theatermann, Poet und Clown, verschont in "Austrophobia" niemanden, auch sich selbst nicht. Ein Live-Mitschnitt aus dem Stadtsaal Wien vom 15. März 2019.

22.25 Uhr
Spielräume - Nachtausgabe

Alma, Martin Spengler, Thomas Gansch und Co Als im vergangenen Herbst das Konzertleben wieder zum Stillstand kam, wurde die "Tischlerei Melk Kulturwerkstatt" initiativ. Der Veranstalter wollte österreichischen Musikschaffenden trotzdem eine Bühne und dem Publikum via Internet Konzerte bieten. Drei der so entstandenen Konzertaufnahmen präsentiert Ö1 in dieser Spielräume Nachtausgabe. Martin Spengler die foischn Wiener, die Formation Wieder, Gansch, Paul und die Band Alma mit ihren aktuellen Programmen aufgenommen in der Tischlerei Melk. Gestaltung: Klaus Wienerroither

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Spielräume - Nachtausgabe

(Fortsetzung). Alma, Martin Spengler, Thomas Gansch und Co Als im vergangenen Herbst das Konzertleben wieder zum Stillstand kam, wurde die "Tischlerei Melk Kulturwerkstatt" initiativ. Der Veranstalter wollte österreichischen Musikschaffenden trotzdem eine Bühne und dem Publikum via Internet Konzerte bieten. Drei der so entstandenen Konzertaufnahmen präsentiert Ö1 in dieser Spielräume Nachtausgabe. Martin Spengler die foischn Wiener, die Formation Wieder, Gansch, Paul und die Band Alma mit ihren aktuellen Programmen aufgenommen in der Tischlerei Melk. Gestaltung: Klaus Wienerroither

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 3:00 und 5:00 Uhr Nachrichten