Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Radiokolleg - Kalligrafie der Töne

06.00 Uhr
Nachrichten

06.05 Uhr
Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten

06.55 Uhr
Zwischenruf

07.00 Uhr
Nachrichten

07.05 Uhr
Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Lebensweisen - Glaubenswelten. Ein Panorama am Sonntagmorgen mit Reportagen und Berichten aus der Welt der Religion und Religionen

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.10 Uhr
Ö1 heute

08.15 Uhr
Du holde Kunst

"Die Tage verlaufen meist anders als wir es erwarten". Falk Rockstroh liest Betrachtungen von Yoshida Kenko. Aus dem Japanischen von Oscar Benl. Auszüge aus einem Klassiker der alten japanischen Literatur, der Prosa-Sammlung "Tsurezuregusa" ("Betrachtungen aus der Stille"), verfasst um 1334-1339 vom Höfling, Dichter und buddhistischen Mönch Yoshida Kenko. Veröffentlicht wurden die 243 Abschnitte postum um 1352, richtig populär wurden sie ab dem späten 16. Jahrhundert dann in gedruckter Form. Die Texte folgen dem ästhetischen Konzept des Wabi-Sabi, des Unvollständigen, Unperfekten, Improvisierten und Flüchtigen und beschreiben universale menschliche Erfahrungen, wie das Berührtsein von Schönheit, die Dummheit des Wünschens angesichts der Ungewissheit, das Zerstörerische von Konkurrenzverhalten oder die seelisch ordnende Wirkung einer kraftvollen Idee. Zu Kenkos Betrachtungen ist Musik von Claude Debussy, Gabriel Fauré und Jacques Ibert zu hören. Gestaltung: Edith Vukan und Renate Burtscher. Redaktion: Gudrun Hamböck.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Gedanken

"Kinos, wo es keine gibt." Der Raumplaner und Kulturorganisator Berndt Anwander über das Kino im Freien. Der "Volxkino"-Gründer Berndt Anwander macht sich Gedanken über das Freiluftkino. Vor 30 Jahren - im Sommer 1990 - organisierte er die erste Filmvorführung auf dem Wiener Dornerplatz. Die Idee des heutigen "Volxkino" war geboren. Seitdem tourt das Freiluftkinoprojekt jeden Sommer durch Wien und zeigt Filme bei freiem Eintritt. Das Kino kommt so auch in die Wiener Außen- und Randbezirke und lädt alle zum Filmschauen ein. Neben dem "Volxkino" veranstaltet Berndt Anwander in Wien außerdem das "Kino am Dach", "Science Fiction im Park" und das "Stumm Laut"-Filmfest. Wie können Sommerkinos Plätze und Parks attraktiveren und Kultur in den öffentlichen Raum bringen? Welche Bedeutung hat das Kino als Ort des Zusammentreffens und des Austausches? Und wie wichtig ist das Bewusstsein für eine Kinokultur abseits von Fernsehkonsum und Internetangeboten? 1960 in Bregenz geboren, wuchs Berndt Anwander in der Vorarlberger Gemeinde Hard auf. Er studierte Raumplanung an der Technischen Universität Wien, arbeitete für Architekturbüros und verfasste mehrere Bücher, unter anderem über Wien. 1996 nahm er an einem Qualifizierungsprogramm für Kulturmanager in Ostjerusalem teil. 1999 gründete Berndt Anwander den Verein "St. Balbach Art Produktion", der seit 2004 parallel auch als Unternehmen besteht. Neben der Organisation der eigenen Freiluftkinoveranstaltungen werden aufblasbare Leinwände und Projektoren vermietet und Filmveranstaltungen im In- und Ausland beraten. Im Herbst 2019 transportierte Berndt Anwander so in Kooperation mit den "Palestine Cinema Days" Freiluftkinoequipment nach Palästina. Seitdem tourt die Leinwand durch das Westjordanland und zeigt internationale Filmproduktionen. 2017 wurde Berndt Anwander das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien überreicht. Auch heuer organisiert Berndt Anwander mit seiner "St. Balbach Art Produktion" in Wien das "Volxkino", "Das Kino am Dach", "Science Fiction im Park" und das "Stumm Laut"-Filmfest. Gestaltung: Jakob Fessler

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ambiente - von der Kunst des Reisens

"Ambiente" Sommerserie: Unterwegs in Österreich, Teil 6 Weideflächen auf Almen von Brombeeren oder Latschen befreien, bei der Stallarbeit in Bauernhöfen mithelfen, Heuen oder Wanderwege reparieren. Vom Helfen im Urlaub. Eine Sendung im Rahmen der Ö1-Initiative "Reparatur der Zukunft". "Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.", schrieb schon Johann Wolfgang von Goethe in seinem Werk "Wilhelm Meisters Lehrjahre". In diesem Sinn ist die aktive Mithilfe wohl eine besondere Form der Erfahrung, des Austausches und des Wissenserwerbs. Es gibt viele Tätigkeiten, wo helfende Hände gebraucht werden und Reisende gleichzeitig etwas über die Natur, die Region und die Menschen erfahren können. Wer gerne auf Biobauernhöfen arbeiten und Erfahrungen sammeln möchte, kann eine geeignete Möglichkeit über Privatinitiativen, diverse Vereine oder Agenturen finden. Eine der bekanntesten Vermittlungsplattformen ist dabei "WWOOF". In Österreich sind mehr als 300 Bauernhöfe Mitglied des internationalen Netzwerks und freuen sich über Unterstützung durch Freiwillige. Wer gerne in den Bergen unterwegs ist, kann dies mit ehrenamtlicher Arbeit verbinden. Der Österreichische Alpenverein vermittelt sogenannte "Umweltprojekte" für 16- bis 30-Jährige sowie "Bergwaldprojekte" für alle Personen ab 18 Jahren. Die Einsätze dauern meistens eine Woche und bieten ein naturnahes Arbeitsumfeld. Teil 6 der Ambiente-Sommerserie "Unterwegs in Österreich" führt ins Vorarlberger Brandnertal, in die Tuxer Alpen nach Tirol sowie auf das Stuhleck in der Steiermark, stellt heimische Freiwilligenprojekte vor und berichtete über die unterschiedlichen Erfahrungen. Gestaltung: Jakob Fessler

11.00 Uhr
Nachrichten

11.03 Uhr
Salzburger Festspiele 2020 - Matinee

Mozarteumorchester Salzburg, Dirigent: Ivor Bolton; Bachchor Salzburg; Rosa Feola, Sopran; Katharina Magiera, Alt; Sebastian Kohlhepp, Tenor; Peter Kellner, Bass. Wolfgang Amadeus Mozart: c) Missa c-Moll KV 139, "Waisenhausmesse"; b) Adagio und Fuge für Streicher c-Moll KV 546; c) Vesperae solennes de Confessore für Soli, gemischten Chor, Orchester und Orgel C-Dur KV 339 (aufgenommen am 2. August im Haus für Mozart in Salzburg). Präsentation: Gerti Mittermeyer

11.50 Uhr
Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Gespräch

12.10 Uhr
Salzburger Festspiele 2020 - Matinee

Mozarteumorchester Salzburg, Dirigent: Ivor Bolton (aufgenommen am 2. August im Haus für Mozart in Salzburg). Präsentation: Gerti Mittermeyer

12.56 Uhr
Ö1 heute

13.00 Uhr
Ö1 Sonntagsjournal

13.10 Uhr
Tolle Titel - starke Stücke

Präsentation: Gerhard Hafner. Auch in diesem Sommer begibt sich Ö1 in den sonntäglichen Mittagsstunden auf eine akustische Wanderung querfeldein durch die mannigfache Blütenpracht der Musikgeschichte. Den musikalischen Proviant, mit dem der Rucksack für den jeweiligen Ausflug bestückt ist, können Sie werte Hörerinnen und Hörer selbst zusammenstellen. Im Rahmen unserer Wunschkonzert-Reihe "Tolle Titel - starke Stücke" bietet sich die Gelegenheit Musik zu hören, die Ihnen etwas bedeutet oder auf die Sie andere Ö1 Hörerinnen- und Hörer aufmerksam machen wollen. Wir laden Sie ein, heute und an den kommenden drei Sonntagen, auf dem Sendeplatz des Ö1-Quizes "gehört.gewusst" jeweils um 13.10 Uhr das Musikprogramm in Österreich 1 aktiv mitzugestalten. Nennen Sie uns Ihr Lieblingsstück via E-Mail tolletitel@orf.at, deponieren Sie Ihren Wunsch unter der Telefonnummer 0800/400 555 - kostenlos aus ganz Österreich oder taggen Sie Ö1 in Social Media (facebook, twitter, instagram).

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Menschenbilder

"Meine Mutter wollte immer nur wissen, ob eh keine unanständigen Wörter in meinem Buch vorkommen ..." - Per Olov Enquist Er verkörperte rein äußerlich gesehen das Bild eines klassischen Schweden: groß gewachsen, schlank, weißhaarig. Per Olov Enquist war Theater- und Literaturkritiker und gehörte nicht nur zu den bekanntesten schwedischen Gegenwarts-Autoren, sondern hat auch ein großes deutschsprachiges Publikum erreicht, mit Büchern wie "Der Besuch des Leibarztes", "Kapitän Nemos Bibliothek", "Der fünfte Winter des Magnetismus", "Das Buch von Blanche und Marie" und ganz besonders mit "Ein anderes Leben", in dem er seine Alkoholabhängigkeit bearbeitete. 1934 im Dorf Hjoggböle in Nordschweden geboren, lebte und arbeitete der Schriftsteller in Vaxholm, in der Nähe von Stockholm. Seiner engen Heimat auf dem Lande ist er entflohen, widersetzte sich der Bigotterie seiner Mutter, war Hochspringer, studierte Literaturwissenschaften in Uppsala und arbeitete anschließend von 1965 bis 1976 als Theater- und Literaturkritiker in seiner Heimat. Aber er berichtete auch von den Olympischen Spielen 1972 in München. Längere Aufenthalte in West-Berlin, Los Angeles, Paris und Kopenhagen folgten. Enquist zählt zu den berühmtesten schwedischen Autoren der Gegenwart, bekannt wurde er vor allem mit seinem historischen Roman "Der Besuch des Leibarztes", in dem er sich mit der Beziehung des Arztes und Politikers Struensee zur dänischen Königin Caroline auseinandersetzte. Enquist ging es dabei nicht primär um historische Wahrheit, sondern darum, aus welcher Motivation heraus Menschen handeln und wie sie sich in verschiedene Beziehungen verstricken. In "Das Buch von Blanche und Marie" entwickelt Enquist rund um die realen Protagonistinnen Blanche Wittman, die als "Königin der Hysterikerinnen" in die Geschichte eingegangen ist, und die Physikerin Marie Curie eine Geschichte über die Suche nach Liebe. Das Gespräch fand statt, bevor er sich in "Ein anderes Leben" sehr mit seinem eigenen Leben auseinandersetzte. Zum Thema Alkohol sagte er einmal: "Mit Alkohol im Kopf kann man kein einziges interessantes Wort schreiben". Für ihn war "nein" ein Schlüsselwort - beim Alkohol und als Tugend im Leben: "Wenn man nett ist, ist man zu nachgiebig, widersetzt sich nicht und sagt immer zu allem ja. Ich habe mühsam gelernt, nein zu sagen. Man muss sein Ich und seine Ideen verteidigen!" Per Olov Enquist starb am 25. April in Vaxholm, Schweden. Die "Menschenbilder" erinnern an ihn. Gestaltung: Petra Herczeg und Rainer Rosenberg

14.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

15.00 Uhr
Nachrichten

15.05 Uhr
Apropos Oper

Mit Michael Blees Zu Gast beim Rossini Opera Festival in Pesaro. Ausschnitte aus Gioachino Rossinis Oper "Semiramide", mit Salome Jicia (Semiramide), Varduhi Abrahamyan (Arsace), Nahuel di Pierro (Assur), Antonio Siragusa (Idreno) u. a. sowie dem Chor des Teatro Ventidio Basso und dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI unter der musikalischen Leitung von Michele Mariotti (aufgenommen am 11. August 2019 in der Vitrifrigo Arena in Pesaro)

16.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen Moderation: Peter Zimmermann Es liest der Autor Nachdenken über die Gegenwart Eine Ex libris-Sommerserie Teil 5 Wolfgang Müller-Funk

16.55 Uhr
Ö1 heute

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.10 Uhr
Spielräume Spezial

Haltung und Fantasie: Der Musiker und Komponist Ryuichi Sakamoto Ryuichi Sakamoto, 1952 in Nakano geboren, ist Schauspieler, Komponist und Songwriter. Er hat die Musik zu mehr als 20 Filmen geschrieben, darunter "Der letzte Kaiser", "Little Buddha", "The Handmaids's Tale" oder "The Revenant". Er ist Oscar-Gewinner und Mitglied der Jury der Filmfestspiele Berlin. Als Musiker hat Sakamoto, der in Tokio und New York lebt, mit David Byrne, David Bowie und Iggy Pop gearbeitet, wie auch mit Christian Fennesz. Auch gesellschaftlich ist Sakamoto engagiert, er setzt sich gegen den Einsatz von Atomkraft, für Pazifismus und für studentische Initiativen zur Stärkung der Demokratie in Japan ein. Gestaltung: Irene Suchy

17.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Fritz von Herzmanovsky-Orlando: Kaiser Joseph II. und die Bahnwärterstochter Gestaltung: Stephan Pokorny An der Bahnstation Wuzelwang am Wuzel spiegelt sich der Glamour der k. u. k. Monarchie nur bedingt wider. Hier leben Bahnwärter Zwölfaxinger und seine lockige Tochter Innozentia, genannt Nozerl. Das Dasein geht beschaulich vonstatten, täglich passiert nur ein Zug, wenngleich der Zwölfuhrzug auch gerne einmal erst um halb acht am Abend kommt. Eines schönen Tages fährt ein "schlichter, doch vornehmer Reisender" per Sonderzug ein - Wolfram Berger spielt, spricht, tanzt den Teuxelsieder Franz, den Mörder Rinaldo Rinaldini und das schöne, verführerisch naive Nozerl. Er ist Dagobert Pappelberg, zwei englische Pagen, ein k. k. Doppeladler, mehrere Lämmlein, Seine Majestät der Kaiser, die Gräfin Primitiva von Paradeyser und viele andere mehr. Gemeinsam mit dem Akkordeonisten Christian Bakanic verwandelt er das Stück von Fritz von Herzmanovsky-Orlando (1877-1954), in weit mehr als ein Schmunzeln über die k. u. k. Zeit.Edition Ö1. Fritz von Herzmanovsky-Orlando: Kaiser Joseph II. und die Bahnwärterstochter Gestaltung: Stephan Pokorny

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.15 Uhr
Moment am Sonntag

Schotterabbau an einem historisch belasteten Ort in Oberösterreich Das Ennstal in Oberösterreich ist reich an Schottervorkommen, abgelagert von den Gletschern der Eiszeiten. An vielen Stellen wurde und wird Schotter gewonnen, man braucht den Rohstoff für Straßen- oder Hausbau. Im Frühling 2020 kam auf dem Gemeindegebiet von Weyer an der Enns eine neue Abbaustelle dazu. Auf einer Wiese, kaum größer als 1 Hektar, fahren Bagger und Schubraupen auf. Eine Bodenaushubdeponie wird hier entstehen, man spricht von "Bodenaustausch" - der Schotter wird entnommen, Aushubmaterial eingelagert. Die Gemeinde ist gegen das Projekt, aber in das Genehmigungsverfahren nicht eingebunden und daher machtlos. Anraine/innen sorgen sich wegen Lärm und Staub, den der Betrieb der Deponie 13 Jahre lang verursachen würde. Bürger/innen fürchten die Vernichtung eines einzigartigen Geotops. Brisant: unmittelbar neben dem Schotterabbau liegt die Gedenkstätte "Dipoldsau". Im 2. Weltkrieg befand sich hier das Außenlager Dipoldsau des Konzentrationslagers Mauthausen. Gestaltung: Lukas Tremetsberger

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Contra - Kabarett und Kleinkunst

Sind Begräbnisse die neuen Bartheken? Die Polly Adler Show. Gestaltung: Doris Glaser Was ist seelisches Botox? Wer ist ein Instagram-Opfer? Würde Werther heute seinen Facebook-Beziehungsstatus auf "It's complicated" ändern? Kann man das Tussi-Gen kaufen? Warum müssen Männern in Lebensphasen, in denen sie Rotwein trinken und Rosen züchten sollten, Dritt- und Viertfamilien gründen? Und was, verdammt, ist eigentlich Wolkerlspeck und warum kriegen ihn nur Frauen? Und sind Begräbnisse die neuen Bartheken? Rundum existentielle Fragen beantworten Polly Adler und ihre Freundinnen-Truppe. "Mein Hobby sind Menschen" sagt Angelika Hager, die Autorin der Polly-Adler-Kolumnen, die angeblich auch von Männern gern gelesen werden.

19.30 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Überblick

19.33 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

Basma Jabr und Orwa Saleh im Studio 2 des Wiener Funkhauses Das Erbe syrischer Lieder und zeitgenössische expressionistische Elemente zu verweben ist das Ziel dieses außergewöhnlichen Duos. Sängerin Basma Jabr ist in Kuwait geboren und in Syrien aufgewachsen, heute lebt sie in Wien. Der Oud-Spieler und Komponist Orwa Saleh stammt aus Damaskus, das er 2012 im Zuge der Bürgerkriegswirren verließ, um sich ebenfalls in Österreich niederzulassen. Sufi-Gedichte bilden die Text-Basis der gemeinsamen Musik, in der sich die kargen und dennoch intensiven Oud-Klänge von Orwa Saleh sowie Basma Jabrs unvergessliche Stimme kongenial ergänzen. Und eine Atmosphäre schaffen, durch die das Raunen des alten Orients geistert, ohne jedoch die schmerzlichen Erfahrungen der syrischen Diaspora auszublenden. "The Songs We Still Remember" - so heißt Basma Jabrs und Orwa Salehs erstes gemeinsames Album voll melancholischer Erinnerungen an eine zerrüttete Kultur und an eine zerrüttete Zeit. Heute präsentieren sie diese unter die Haut gehenden Lieder in der "Radiosession". Gestaltung; Helmut Jasbar

20.15 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

"Tonspuren"-Sommerserie: Ich selbst, von außen betrachtet Vom Platzspitz bis zum Schwarzen Meer. Catalin Dorian Florescu - Ein Chronist zwischen Ost und West. Von Radovan Grahovac Frisch drauflos fabulierende Erzähler sind immer noch die Liebkinder des Feuilletons, daran konnten Avantgarde, Wiener Gruppe, Peter Handke und alle anderen "Geschichtenzerstörer" nichts ändern. Doch das allein erklärt noch nicht das schriftstellerische Erfolgsgeheimnis des Catalin Dorian Florescu. Sein naiv-schlauer Erzählton erinnert an den Kinderblick, mit dem staunend, aber auch unbewusst-wissend das ganze Lügen-Arsenal der Erwachsenenwelt betrachtet und durchschaut wird. Und es kommt noch etwas hinzu: Florescus Biografie zwischen Ost und West hat ihn zu einem genauen Beobachter der Verhältnisse da wie dort gemacht. Geboren in Timisoara, West-Rumänien, also in jener Stadt, in der der Aufstand gegen das Ceausescu-Regime begonnen hatte. Mit 16 Jahren Übersiedlung in die Schweiz. - Radovan Grahovac hat sich mit dem Schriftsteller in Zürich getroffen. Er begleitet den notorischen Schirmkappenträger auf seiner täglichen Runde durch die Stadt. Dabei treffen sie auf einige der Helden aus Florescus Büchern. Ein ironisches Pandämonium des Tragikomischen.

21.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Milestones

Sommer, Sonne, sorgenfrei: George Duke Im Jahr 1979 wird das Album "A Brazilian Love Affair" des US-amerikanischen Jazzpianisten und Komponisten George Duke veröffentlicht. Die Aufnahmen finden in Rio de Janeiro in Zusammenarbeit mit hiesigen Musikszenegrößen wie Sängerin Flora Purim und Sänger-Gitarrist Milton Nascimento statt. Zudem sind Kapazunder aus der Studioszene von Los Angeles an den Sessions beteiligt, unter anderem Trompeter Jerry Hey oder Posaunist Bill Reichenbach. Das Album des 2013 verstorbenen George Duke ist eine geglückte Fusion aus Jazz, Latin Music, Soul und Funk, die niemals aufgesetzt oder angestrengt wirkt. Gestaltung: Klaus Wienerroither

21.40 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

"Peru". Von Isabella Feimer. Es liest: Silvia Meisterle. Redaktion: Edith-Ulla Gasser "Perù", damit ist nicht das südamerikanische Land gemeint, sondern das "Caffè Perù" in Rom, eine Bar mitten im Zentrum, in der Nähe des Campo de Fiori. "Auf Plastikstühlen sitzt man im Nachmittagslicht vor dem Eingang", schreibt die Autorin, "man lässt das römische Leben vorbeiziehen, schnappt Begegnungen und Bemerkungen auf, lässt sich beflügeln". Isabella Feimers Text ist ein geheimnisvolles Stück lyrischer Prosa in freischwebendem Satzbau. Entstanden während eines Aufenthalts in der italienischen Hauptstadt, setzt sich Feimer in ihrer assoziativen Bilderfolge mit der Sehnsucht nach der Stadt Rom auseinander, aber auch mit der eigenen Einsamkeit, der Einsamkeit einer reisenden Dichterin. Und mit einer von Roms berühmtesten Bewohnerinnen: der Kärntner Autorin Ingeborg Bachmann, die lange in der Ewigen Stadt lebte und hier auch starb. Erstsendung: 8.7.2018

22.00 Uhr
Nachrichten

22.05 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Überblick

22.08 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended

Neue Musik aus Tokio Am Ende der Ö1 Japan-Woche reisen wir in diesem "Zeit-Ton extended" nach Tokio. Gegründet 2016 hat sich das dortige MUTEK Festival, ein Mitglied der internationalen MUTEK-Festival-Familie, zu einer wichtigen Plattform für innovative elektronische Musik und audiovisuelle Kunst entwickelt. Der künstlerische Leiter Maurice Jones stellt einige der zurzeit spannendsten Künstlerinnen und Künstler vor. Gestaltung: Susanna Niedermayr

22.55 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In

23.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

Ö1 Kunstradio Produktion "Phnom Penh FM: Re / Disc / Over" von Sopheak Sao mit dem Prix Palma Ars Acustica 2020 der EBU ausgezeichnet Die Jury des Prix Palma Ars Acustica hat heuer ex aequo die Ö1 "Kunstradio"-Produktion "Phnom Penh FM: Re / Disc / Over" der kambodschanischen Filmemacherin und Künstlerin Sopheak Sao und die Radioarbeit "Ror-bu" der Künstlerin Veronika Svobodová, produziert von Ceský rozhlas (Czech Radio) mit dem Prix Palma Ars Acustica ausgezeichnet. Der internationale Prix Palma Ars Acustica wird jährlich von der Ars Acustica Gruppe der Europäischen Rundfunk Union vergeben und ist mit - 2.000.- dotiert. Das Gewinnerstück wird von allen teilnehmenden Radioprogrammen gesendet und erfährt somit eine weite Verbreitung in Europa. Entstanden ist die Radiokunstarbeit "Phnom Penh FM: Re / Disc / Over" der kambodschanischen Dokumentarfilmerin und Künstlerin Sopheak Sao 2019 im Rahmen des Projektes "re/dis/cover", das von der österreichischen Bildenden Künstlerin Gertrude Moser-Wagner in Kooperation mit der Medienwerkstatt Wien, dem Weltmuseum Wien und dem Meta House Phnom Penh, unterstützt durch das Goethe Institut, initiiert wurde. In der Radiokunstarbeit "Phnom Penh FM: Re / Disc / Over" kommen junge Khmer-Künstlerinnen, Bloggerinnen und Aktivistinnen, sowie kambodschanische TV-Sternchen, Frauen von den Bergstämmen im Nordosten des Landes und die 2018 verstorbene kambodschanische Rockdiva Kak Channthy zu Wort. Zu hören sind außerdem Audioausschnitte aus Sopheak Saos Filmen, Feldaufnahmen, sowie überarbeitete Plattensamples. Das Ö1 Kunstradio präsentiert "Phnom Penh FM: Re / Disc / Over" von Sopheak Sao und eine Auswahl aus den Einreichungen zum Palma Ars Acustica 2020.

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 3:00 Uhr Nachrichten