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Donnerstag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Wie Strom speichern? Die große Zukunftsfrage Biomasse Kontroverse Energiequelle Das Kalenderblatt 22.9.1869 Wagners Oper "Das Rheingold" uraufgeführt Von Frank Halbach . Wie Strom speichern? - Die große Zukunftsfrage Autor: David Globig / Regie: Rainer Schaller Wind und Sonne sind keine besonders zuverlässigen Energiequellen. Manchmal weht genau dann nur ein laues Lüftchen, wenn der Strombedarf besonders hoch ist. Oder umgekehrt: Die Windräder könnten dank Sturm auf Hochtouren laufen, doch niemand will in diesem Moment den Strom haben. Ganz ähnliche Probleme gibt es mit Photovoltaikanlagen. Die Schwankungen stellen auch das Stromnetz vor eine immer größere Herausforderung. Um eine vollständige Energiewende zu schaffen, brauchen wir deshalb Speicher für den regenerativ erzeugten Strom. Wer Solarzellen auf dem Dach hat, der kann damit Batterien aufladen und auch nachts Sonnenstrom nutzen. Im großen Maßstab wird die Sache allerdings kniffliger. So gibt es in Deutschland z.B. keine ausreichende Zahl von geeigneten Standorten für Pumpspeicherkraftwerke. Wissenschaftler und Ingenieure suchen darum nach Alternativen. Eine Möglichkeit: Druckluftspeicher, unterirdische Hohlräume etwa, in die mit überschüssigem Strom Luft gepumpt wird. Bei Bedarf lässt sich damit ein Generator antreiben. Überschuss-Strom ist aber auch in der Lage, Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zu zerlegen. Den Wasserstoff kann man z.B. für emissionsfreie Autos nutzen oder zu synthetischem Methan weiterverarbeiten. Dieses Methan ist so einfach speicherbar und verwendbar wie Erdgas. Erstsendung: 21. Februar 2020 Biomasse - kontroverse Energiequelle Autorin: Inga Pflug / Regie: Susi Weichselbaumer Während der Mensch im Rahmen der Energiewende unter Hochdruck nach geeigneten Energiespeichern sucht, hat die Natur längst eine Methode etabliert und perfektioniert: Pflanzen setzen Sonnenenergie in Biomasse um - Biomasse ist also gespeicherte Sonnenenergie. Und als solche gilt ihr im Rahmen der Energiewende große Aufmerksamkeit. Sowohl Strom, Wärme als auch Treibstoffe können aus fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse gewonnen werden. So dass sie unter den erneuerbaren Energieträgern als "Alleskönner" gilt. Doch wo Zuckerrohr, Raps und Co. als Energiepflanze angebaut werden, entstehen keine Nahrungsmittel. Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung ein Dilemma: einserseits besteht ein großer Energiehunger - andererseits leiden Menschen Hunger. Und auch aus gesamtökologischen Gründen ist Biomasse nicht unumstritten: Ein großflächiger und intensiver landwirtschaftlicher Anbau von Biomasse für die energetische Nutzung beeinträchtigt die Biodiversität. Viele Tier- und Pflanzenarten verlieren damit ihre Lebensgrundlage. Wie nachhaltig ist Biomasse also wirklich? Und wo liegen ihre Chancen und Risiken? Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Matthias Eggert

Donnerstag 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Die Stärke der Stillen - Introvertiertheit

Donnerstag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Mary Anning Pionierin der Paläontologie Fossilien Stumme Zeitzeugen Das Kalenderblatt 22.9.1869 Wagners Oper "Das Rheingold" uraufgeführt Von Frank Halbach . Mary Anning - Pionierin der Paläontologie Autorin und Regie: Silke Wolfrum Die Saurier-Forschung ist gerade mal rund 200 Jahre alt. Vorher dienten Fossilienfunde eher der Legendenbildung. Manche sahen in den gigantischen Knochen die Überreste von Drachen oder Riesen. Erst im 19. Jahrhundert begann man in Fossilien die Überreste ausgestorbener Tierarten zu sehen. Wie waren die Anfänge der Paläontologie? Welche Annahmen herrschten zu der Zeit vor? Welche wissenschaftlichen Kontroversen gab es? Und welche Rolle spielte Mary Anning, eine Frau aus der Arbeiterklasse, die an der Küste von Lyme Regis mehrere spektakuläre Saurier-Skelette fand und von sich selbst sagte: "I am well known in whole Europe!" Fossilien - stumme Zeitzeugen Autor: Joachim Budde / Regie: Susi Weichselbaumer Als August Goldfuß im Jahr 1831 die Fossilien eines Flugsauriers untersucht, entdeckt er feinste Linien. "Das Tier muss über eine Art Fell verfügt haben", schlussfolgerte der Naturforscher von der Universität Bonn. Doch seine Fachkollegen bezweifelten die Korrektheit seiner Beobachtung. Weichteile wie Haare oder Knorpel könnten die Jahrmillionen gar nicht überdauern. Die Studie fiel in Vergessenheit. Jetzt haben Goldfuß" Nachfolger an seinem Institut die Versteinerung noch einmal mit den neusten technischen Möglichkeiten untersucht und den Pionier der Paläontologie rehabilitiert. Und sie zeigen, wie diese Techniken ihnen helfen, Fossilien als "Zeitmaschinen" zu nutzen, um Einblicke in längst versunkene Zeiten zu erlangen, als das Leben auf der Erde noch ganz anders aussah. Sie können heute sogar Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des Fells, der Haut oder die Farbe mancher Tiere ziehen, die vor Jahrmillionen in den Staub sanken. Erstsendung: 1. Februar 2019 Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Bernhard Kastner

Donnerstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Das perfekte Ich Wie soziale Medien das Körperbild von jungen Menschen verändern Von Julia Riedhammer (Wdh. v. 02.12.2021) Im Sekundentakt posten junge Menschen weltweit Bilder ihres Körpers - auf Instagram, TikTok, Snapchat, WhatsApp. Hier der Kussmund, da der Po oder die Jawline. Alles perfekt in Szene gesetzt und festgehalten mit dem Smartphone. Doch was macht die Präsenz dieser Bilder mit den jungen Konsumentinnen und Konsumenten? Verändert sich dadurch ihr Körperbild?

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