Features

Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Tiere im Einsatz Supernasen und Adleraugen Freundschaft mit Tieren Eine uralte Beziehung Das Kalenderblatt 2.10.1905 "Peanuts" erscheint zum ersten Mal Von Anja Mösing Tiere im Einsatz - Supernasen und Adleraugen Autorin: Maike Brzoska / Regie: Anja Scheifinger Sie holen Drohnen vom Himmel, erschnüffeln gefährliche Landminen und unterstützen Kranke und Behinderte - Tiere sind in einigen Jobs besser als wir Menschen. Deshalb sind sie zu unverzichtbaren Helfern geworden. Einige Flughäfen beispielsweise setzen auf die Hilfe von Greifvögeln. Die fliegen über Start- und Landebahnen, um Krähen, Möwen oder Tauben zu verscheuchen. Denn der sogenannte Vogelschlag kann zu gefährlichen Triebwerksausfällen führen. Selbst die ein oder andere Drohne haben die Greifvögel schon erbeutet. Auch Ratten sind zunehmend im Einsatz für den Menschen, vor allem in Asien und Afrika. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Nager sogar besser als Hunde darin sind, Sprengstoffe wie TNT aufzuspüren. Wegen ihres feineren Geruchsinns und weil sie dank ihres geringen Gewichts die Minen selten zum Explodieren bringen. Aber Hunde werden deshalb keinesfalls arbeitslos. Als Blindenhunde oder als Unterstützung beim Zoll oder bei der Polizei ist der beste Freund des Menschen ein unerlässlicher Helfer. Denn dass Polizisten demnächst mit Ratten auf Streife gehen - eher unwahrscheinlich. Freundschaft mit Tieren - eine uralte Beziehung Autorin: Christiane Seiler / Regie: Eva Demmelhuber Ein Toy-Pudel zieht ein, wenn die Kinder aus dem Haus sind, die Schäferin unterscheidet ihre Schafe an der Ohrnummer und dennoch heben sich einige Tiere aus der wolligen Masse heraus und schließen mit ihrem Leitmenschen eine nähere Bindung. Die Beziehung zwischen Mensch und Tier begann lange vor der Haustierwerdung und hat nicht nur rationale, zweckgerichtete Ursachen. Gerade die Haustierwerdung trug zur Verdinglichung der Mensch-Tier-Beziehung bei. Oder stellen die steinzeitlichen Höhlenmalereien etwas nur die begehrte Jagdbeute dar? Und wer nahm eigentlich zuerst Kontakt zur jeweils anderen Art auf, war es der Wolf oder der Mensch? Menschen seien von Natur aus "biophil", meint der Verhaltensforscher Prof. Kurt Kotrschal von der österreichischen Konrad-Lorenz-Forschungsstelle. Er hat sich der Erforschung der Beziehung zwischen "Kumpantieren" und "Servicemenschen" verschrieben. Bindungen, Fürsorge, Emotionen spielen dabei eine weit größere Rolle, als bisher zugestanden - und zwar auf beiden Seiten. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Bernhard Kastner

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Zum 100. Todestag von Max Bruch(III) "Immer nur dieses eine Concert!" Die unbekannte Seite von Max Bruch Von Wolfgang Schicker In der Popmusik nennt man es "One Hit Wonder", wenn der Ruhm einer Band oder eines Interpreten nur auf einem einzigen großen Chart-Erfolg beruht. Ähnlich erging es bereits vor über hundert Jahren dem Komponisten Max Bruch: Sein Violinkonzert Nr. 1 g-Moll gehört bis heute zum Standardrepertoire aller Geiger, das weitere Schaffen jedoch taucht kaum noch in den Konzertprogrammen auf. Dabei wurden viele seiner Werke zu seinen Lebzeiten international gefeiert, ob in Deutschland, Großbritannien oder den USA: "Odysseus" etwa oder "Achilleus" - große weltliche Oratorien, damals ein neues Genre, das Bruch bewusst als Gegenentwurf zu Wagners "Ring" konzipierte. Zum 100. Todestag von Max Bruch erkundet BR-KLASSIK die vielen unbekannten Seiten des Komponisten zusammen mit Gesprächspartnern wie dem Dirigenten Robert Trevino, der die Symphonien Bruchs mit den Bamberger Symphonikern neu eingespielt hat.

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Heiner verschenkt seinen Bauernhof Ein ökologisches Experiment Von Maike Hildebrand Regie: Hannah Georgi Produktion: Deutschlandfunk 2020 Wachse oder Weiche lautet das Prinzip in der industriellen Landwirtschaft. Nur die Großen machen noch Profit, viele kleine Höfe müssen aufgeben. Da will Heiner nicht mitmachen. Er verschenkt seinen Hof im Wert von 1,5 Millionen Euro. Einzige Bedingung an die junge Familie aus München: Sie sollen ihn biologisch bewirtschaften. Heiners Hof droht zu verwaisen. Die Felder sind an einen Großbauern verpachtet und die Gebäude liegen brach. Eigentlich wollte er die Landwirtschaft von seinem Vater übernehmen und selbst Ökolandbau betreiben. Doch der Vater verpachtete sein Land und Heiner, der studierte Landwirt, wurde Berufsschullehrer. Jetzt verschenkt der 64-jährige sein Erbe, den Hof mit Wohnhaus, Scheune, Ställen und den 44 Hektar Land - Gesamtwert rund anderthalb Millionen Euro. Die neuen Besitzer sollen eine ökologische Landwirtschaft betreiben. Mehr verlangt Heiner nicht. Das Angebot lockt viele Bewerber. Seine Wahl fällt auf Bärbel und Raphael, ein junges Paar mit Kind aus München. Heiners alte Mutter soll auf dem Hof wohnen bleiben. Wie wird die Gemeinschaft miteinander zurechtkommen? Wird es Bärbel und Raphael gelingen, die Landwirtschaft erfolgreich zu machen? Wie reagiert das Dorf? Heiner verschenkt seinen Bauernhof

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