Features

Mittwoch 09:05 Uhr Ö1

Radiokolleg - Gärtnern für das Klima

Eine Ideensammlung (3). Gestaltung: Ilse Huber und Sabine Nikolay Im Mai 2020 haben wir begonnen im "Radiokolleg" Klima-Garten-Projekte vorzustellen. Jetzt kommt die Fortsetzung: was tut sich im Sommer? Dazu greifen wir wieder auf Beiträge von Hörerinnen und Hörern zur Ö1 Initiative "Gärtnern für das Klima" zurück, die auf der Website oe1.orf.at/garten ihre Beiträge hochgeladen haben. Inzwischen ist eine beeindruckende Sammlung von Videos, Bildern und Berichten entstanden, aus der wir Ihre Ideen und Erfahrungen auswählen können. In der "Radiokolleg"-Reihe "Gärtnern für das Klima" legen wir besonderes Augenmerk auf das, was in dieser Vegetationsperiode im Garten im Sinne der Nachhaltigkeit und des Klimas bereits gelungen ist - "Blumenerde ist das neue Klopapier" nannte der Gärtner Ludwig Starkl die Zeit während der Corona-Ausgangsbeschränkungen. Ist es wirklich die Saison des grünen Wachstums? Wie entwickeln sich Garten, Balkon, Terrasse und Gemeinschaftsbeet? - Eine Reportage von Ilse Huber und Sabine Nikolay.

Mittwoch 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Manitou Der "große Geist" der Indianer Die Magie Wenn der Glaube Berge versetzt Das Kalenderblatt 12.8.1845 Beethoven-Denkmal in Bonn enthüllt Von Johannes Roßteuscher Manitou - Der "große Geist" der Indianer Autor und Regie: Frank Halbach "Mein Bruder vergesse den Apachen nicht. Er bete für ihn zum großen, guten Manitou!" So spricht Winnetou, im Sterben liegend. Karl Mays Erzählungen haben bei uns lange die Vorstellung geprägt, Manitou sei nichts anderes als die indianische Entsprechung unseres Schöpfergottes. Doch Manitou - der übrigens bei vielen Stämmen einen anderen Namen trägt - ist kein personaler Gott. Das ist eine Erfindung christlicher Missionare, die Manitou bei Bedarf auch mit Teufel übersetzten. Doch Manitou ist mehr als ein Wesen, er ist die Summe aller heiligen Kräfte. Manitou ist die "Weltseele", verkörpert im Büffel, im Gewitter, in der Wolke, er erfüllt alle Dinge und alle Plätze, Manitou ist der "eigentümlich Allgegenwärtige". Hinter dem "großen Geist" der Indianer Nordamerikas steckt eine pantheistische Vorstellung: Gott, Natur und Kosmos sind eins. Manitou begegnet uns mit so vielen Gesichtern, wie es einst Indianerstämme gab. Die Magie - Wenn der Glaube Berge versetzt Autor und Regie: Martin Trauner Krötenschleim, Kerzenwachs und Kristallsteine: Die Magie schöpft seit Menschengedenken aus einem nie zur Neige gehenden Zauberkessel, reich angefüllt mit Techniken und Sprüchen. Berauscht von der magischen Mixtur gelangt der Suchende in eine "Anderswelt". Mal ganz banal, um seinem Chef ein paar Warzen herbei zu wünschen oder final, um den lapis philosophorum, den Stein der Weisen zu finden. Meist aber will man doch nur dem Alltag entsteigen, um in der "Anderswelt", wenn schon keinen Einblick in die Zukunft, so doch zumindest Kontakt mit dem großen außersinnlichen Netzwerk zu erhalten. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Bernhard Kastner

Mittwoch 09:30 Uhr Ö1

Radiokolleg - Datenpunkte im Informationszeitalter

1982, 1995, 2003, 2008 (3). Gestaltung: Julia Gindl, Sarah Kriesche *2003 Soziale Netzwerke - Von Myspace zu Facebook Instagram* Myspace.com war für viele Nutzerinnen und Nutzer wohl der erste Kontakt mit einem Sozialen Netzwerk. Auf Myspace drehte sich alles um Musik: Künstler, Bands und Musikerinnen legten Profile auf den Myspace-Seiten an, inklusive Hörproben und Tourneedaten. Musiker und Fans konnten miteinander in Kontakt treten, sich vernetzen und "anfreunden". "Finde Freunde in deiner Nähe" war auch lange Zeit der Slogan des mittlerweile größten und erfolgreichsten Sozialen Netzwerks Facebook, das Mark Zuckerberg 2004 gründete. Mittlerweile bzw. noch immer hat Facebook, 2,3 Milliarden Nutzerinnen und Nutzer weltweit, die liken, posten, hetzen, kommentieren und teilen. Schon im Jahr 1997 eröffnet Six Degrees das Prä-Social Media Zeitalter, Frienster geht 2002 online, 2005 studiVZ im deutschsprachigen Raum und 2006 startet Twitter seinen Kurznachrichtendienst mit damals noch 140 Zeichen. Heute ist Myspace voller Software-Fehler und gilt als tot. Der lange Zeit totgesagte Konkurrent Facebook dominiert noch immer den Socialmedia-Markt, muss sich aber den Vorwurf als Datensammler und Demokratie-Gefährder gefallen lassen. Den Konkurrenten Instagram hat Facebook bereits 2012 vorausschauend gekauft. Myspace, Facebook, Instagram und zuletzt Tiktok haben unseren Alltag vernetzt und unsere Beziehungen und den Zugang zu Informationen geprägt und verändert. Gestaltung: Julia Gindl

Mittwoch 09:45 Uhr Ö1

Radiokolleg - Zwischen Fürstenhof und Synagoge

Der Komponist Salomone Rossi am Übergang von Renaissance zu Barock (3). Gestaltung: Gerhard Krammer Von den vielen Rossis der italienischen Barockmusik verdient der mit keinem verwandte Salomone (auch Salamone) Rossi als Zeitgenosse von Viadana und Gastoldi um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert aus vielerlei künstlerischen und konfessionellen Gründen ein besonderes musikhistorisches Interesse. Als einziger jüdischer Geigenvirtuose und Komponist gehörte er in der Ära der Kapellmeister Giaches de Wert, Benedetto Pallavicino und Claudio Monteverdi als Musikerkollege zum Hofe der Gonzaga in Mantua. Trotz eines reichhaltigen Oeuvres sind von ihm kaum biografische Daten bekannt. Man setzt seine Lebenszeit in die Epoche zwischen 1570 bis etwa 1630 an, einige Sekundärquellen geben den Geburtstag mit 19. August 1570 an. 1587 begann Rossis lang andauernde Arbeit für den Hof von Gonzaga. Er war zunächst als Sänger und Bratschist tätig. Unter Herzog Vincenzo I. übernahm er die Leitung der Hofmusik. Als einer der führenden Komponisten seiner Epoche entwickelte er die musikalischen Form der "Triosonate". Salomone Rossi hat aber vor allem im Bereich der jüdisch-liturgischen Musik seine Spuren bis heute hinterlassen. 1623 wurde eine Sammlung von 33 Psalmen, Hymnen und liturgischen Gedichten publiziert, die für drei bis acht Stimmen gesetzt waren. Damit dokumentieren sich auch jene Veränderungen, die im praktischen Umgang mit Chorwerken in den norditalienischen Synagogen des frühen 17. Jahrhundert vollzogen wurden. Eine akustische Zeitreise, die einiges Entdeckungspotential im liturgischen wie im profanen Bereich in sich birgt.

Mittwoch 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Misogynie Die Geschichte des Frauenhasses Elisabeth Badinter Für die Gleichheit der Geschlechter Das Kalenderblatt 12.8.1845 Beethoven-Denkmal in Bonn enthüllt Von Johannes Roßteuscher Misogynie - die Geschichte des Frauenhasses Autorin: Beate Meierfrankenfeld / Regie: Christian Klenz Misogynie hat viele Gesichter - und eine lange Geschichte. Für Aristoteles war die Frau ein unvollkommenes Wesen mit unvollkommener Vernunft, für Schopenhauer eine "Art Mittelstufe" zwischen Kind und Mann. Und der Wiener Autor Otto Weininger schrieb 1903 in seinem Buch "Geschlecht und Charakter", einem Bestseller der Misogynie, "das Weib" besitze keine Logik und kein Ich. Die Frau über Körper und Sexualität, den Mann über Geist und Verstand zu definieren, damit steht Weininger in einer kulturgeschichtlichen Tradition. Sie hat den gesellschaftlichen Effekt - vielleicht sogar die gesellschaftliche Funktion - , Frauen in Abhängigkeit zu halten und auf die Rolle der Liebenden, der Hausfrau und Mutter festzulegen. Zwar sind solche Rollenbilder heute ins Wanken geraten, doch Misogynie gibt es noch immer. In der alten, aber auch in einer neuen Gestalt: als Hass gerade auf emanzipierte Frauen, die den Männern ihre Hingabe verweigern und stattdessen mit ihnen um Macht und Einfluss konkurrieren. Elisabeth Badinter - für die Gleichheit der Geschlechter Autorin: Stephanie Metzger / Regie: Eva Demmelhuber Sie gilt als Feministin mit Sprengkraft, die französische Philosophin Elisabeth Badinter. Weil sie sich gegen radikal feministische Positionen stellt, bei denen Frauen zu Opfern werden und Männer immer Täter sind, und an der Gleichheit der Geschlechter fest hält. Weil sie als Feministin auch die Krise der Männer analysiert, wie sie die Erosion patriarchaler Ordnungen mit sich bringt. Oder weil sie - wie in ihrem letzten Buch "Der Konflikt. Die Frau und die Mutter" - ein heute neu erstarkendes "naturalistisches" Mutterbild dekonstruiert, das Frauen in Konflikt bringt mit den lang erkämpften Errungenschaften der Emanzipation. Durch die Deutlichkeit und Streitbarkeit ihrer Positionen schafft es Elisabeth Badinter regelmäßig die Diskussion über feministische Theorie und den Stand weiblicher Emanzipation aufzumischen. Eine Vorstellung ihrer Thesen bedeutet demnach immer auch, die gegenwärtigen Verhältnisse zwischen den Geschlechtern schonungslos zu befragen und alternativen Entwürfen von Weiblichkeit nachzuforschen. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Bernhard Kastner

Mittwoch 18:30 Uhr Bayern 2

radioMikro

Wilde Nachbarn in der Stadt Von Silke Schmidt-Thrö Carl und Emma haben in ihrem Berliner Garten regelmäßig einen Fuchs zu Gast. Doch das ist gar nichts Besonderes. Denn neben den Menschen leben viele Wildtiere in der Großstadt. Auch Falken, Waschbären, Wildkaninchen und Wildschweine findet man dort. Manche sind schon lange da, andere ziehen erst her. Aber wie leben unsere wilden Nachbarn? Und wie verändert das Großstadtleben die Tiere? Um das herauszufinden geht radioMikro-Reporterin Silke Schmidt-Thrö auf Spurensuche. Mit Heinz Sedlmeier vom Landesbund für Vogelschutz in München spricht sie am Stadtrand darüber, wen es wo in der Stadt hinzieht. Die Berliner Biologin Sophia Kimmig erklärt den Unterschied von Stadt- und Landfüchsen und wie die Stadt Tiere verändert. Natürlich ist die Nachbarschaft zwischen Tieren und Städtern auch nicht immer einfach. Lärm und Licht stören die einen. Und auch die anderen sind nicht immer begeistert, wenn der wilde Nachbar in der Mülltonne wühlt. Im schlimmsten Fall wird der Stadtjäger gerufen. Aber es gibt auch viele Ideen für eine gute Nachbarschaft zwischen Tier und Mensch in der Stadt. In München stehen zum Beispiel Gebäude, die auch Wohnungen für wilde Tiere bereitstellen. Wie das funktionieren könnte, das hört ihr im Feature "Wilde Nachbarn in der Stadt" von Silke Schmidt-Thrö am 12. August um 18.30 Uhr bei radioMikro auf Bayern2.

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Tondokumente aus dem Jahr der deutschen Einheit (2/4) Der Runde Tisch in der Provinz DDR-Alltag 1990 Von Winfried Sträter (Teil 3 am 19.08.2020)

Mittwoch 22:08 Uhr Ö1

Radiokolleg

Gärtnern fürs Klima. Eine Ideensammlung (3). Gestaltung: Ilse Huber, Sabine Nikolay Datenpunkte im Informationszeitalter. 1982, 1995, 2003, 2008 (3). Gestaltung: Julia Gindl, Sarah Kriesche Zwischen Fürstenhof und Synagoge. Der Komponist Salomone Rossi am Übergang von Renaissance zu Barock (3). Gestaltung: Gerhard Krammer

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