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Radiokolleg - Im Schatten der Erwachsenen

kindermedizinDie Herausforderungen der Kindermedizin (1). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Wenn Kinder krank werden, ist das gesamte Familiensystem betroffen. Dem müssen Pädiater Rechnung tragen. Die jungen Patienten aus dem Familienverband heraus zu nehmen, ist nur im äußersten Notfall ratsam. Wenn alles gut läuft, wird Kindermedizin vor allem präventiv eingesetzt. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wie der Mutter - Kind Pass haben die Säuglingssterblichkeit in den vergangenen Jahrzehnten drastisch reduziert. Schwierig wird es dann, wenn Kinder ernsthaft krank werden. Besonders die pharmakologische Versorgung ist unzureichend. Denn es gibt kaum Medikamente, die in klinischen Studien an Kindern getestet worden sind. Diese ethische Richtlinie dient dem Schutz von Kindern. Gleichzeitung verhindern sie aber, dass kindergerechte Medikamente entwickelt wurden. Denn Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Beeinflusst durch Wachstum und Entwicklung unterscheidet sich ihr Stoffwechsel von dem adulter Menschen. Ähnlich schwierig ist darum auch die Lage in der Kinder und Jugendpsychiatrie. Wenige und unzureichende Medikamentierungen stehen den Psychiatern zur Verfügung. Der Fokus auf psychotherapeutische Behandlung ist zwar in vielen Fällen erfolgreich, den Kostenträgern allerdings zu teuer. Neue Ansätze werden gesucht, diese Mängel zu kompensieren und für Kinder und Jugendliche bedarfsorientierte Gesundheitskonzepte zu entwickeln.
Montag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

ruandaVölkermord in Ruanda Und die Welt sieht zu Kindersoldaten Im Krieg statt in der Schule Das Kalenderblatt 15.4.1866 Richard Lepsius findet das Kanopus-Dekret Von Isabella Arcucci Völkermord in Ruanda - und die Welt sieht zu Autor: Klaus Uhrig / Regie: Sabine Kienhöfer Der Völkermord beginnt mit einer Explosion: Am 6. April 1994 wird das Flugzeug des ruandischen Präsidenten Habyarimana im Landeanflug auf den Flughafen der Hauptstadt Kigali abgeschossen. Der Präsident stirbt. Wer die Maschine beschossen hat, ist bis heute unklar. Bekannt ist dagegen, was danach passiert: Innerhalb von nur 30 Minuten beginnt ein Massenmord von ungeheuerlichem Ausmaß. Präsidentengarde, Armee und die Milizen der Bevölkerungsgruppe der Hutu töten in den folgenden Monaten bis zu 75 Prozent der ebenfalls in Ruanda lebenden Minderheit der Tutsi - und Hutus, die sich gegen den Genozid stellen. Bis zu eine Million Menschen werden erschossen, verbrannt oder mit Macheten zerstückelt. Häufig beteiligt sich die von Hetzreden im Radio aufgestachelte Zivilbevölkerung an den Massakern. Die in Ruanda stationierten UN-Soldaten greifen nicht ein. Erst als eine Tutsi-Rebellenarmee weite Teile des Landes erobert, hört das Morden auf. Doch die Erinnerung an den Genozid bestimmt die ruandische Gesellschaft und die ganze umliegende Region bis heute. Kindersoldaten - im Krieg statt in der Schule Autorin: Elsbeth Bräuer / Regie: Moderation: Thies Marsen Redaktion: Thomas Morawetz
Montag 09:05 Uhr

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Radiokolleg - Netzwerkerinnen

spinnenDie Welt der Spinnen (1). Gestaltung: Renate Pliem Spinnen werden ambivalent gesehen: Sie wecken Urängste, erscheinen vielen Menschen unkontrollierbar und bedrohlich. Doch die Achtbeiner sind wertvolle Mitglieder des Ökosystems. Mehr als 47.000 unterschiedliche Arten umfasst die Ordnung der Spinnen weltweit. Ihre Netze sind technische Meisterleistungen, elastisch und sehr haltbar. Es gibt nicht nur die bekannten Radnetze: Die Baldachinspinnen fertigen filigrane Gespinste, die Trichterspinnen weben röhrenförmige Netze. Abgesehen von wenigen Arten sind Spinnen für den Menschen ungefährlich. In einigen außereuropäischen Kulturen genießen sie hohes Ansehen und werden in Mythen als Totemtiere oder "Ahnen der Webkunst" verehrt. In europäischen Überlieferungen hingegen werden die Tiere in einem wesentlich schlechteren Licht gesehen: In der griechisch-römischen Mythologie wird die hochmütige Weberin Arachne in eine Spinne verwandelt, und in der Bibel ist das Netz ein Symbol der Nichtigkeit. Wie erforscht man die Biologie der Spinnen? Woher kommt die Arachnophobie und wie überwindet man sie? Und wie könnten Spinnenfäden in der Medizin eingesetzt werden, um Nerven und Gewebe zu reparieren? - Ein Radiokolleg zur Ehrenrettung einer faszinierenden Tiergruppe.
Montag 09:30 Uhr

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Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Vernissage My HeartBilderbuch, Conchita, EAV, Kreisky (1). Gestaltung: Al Bird, Astrid Schwarz, Thomas Mießgang, Walter Gröbchen Im Januar 2017 hat das Radiokolleg das Lexikon der österreichischen Popmusik gestartet. Von "Ambros bis Qualtinger" von "Danzer bis Wanda" wird das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands dokumentiert, ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft reflektiert und ihr Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur gewürdigt. *Bilderbuch - Die Pop-Arena als Abenteuerspielplatz* Bilderbuch ist die vielleicht wichtigste Band der neuen Welle österreichischer Popmusik des neuen Jahrtausends. Gegründet 2005 noch als Schulband in Kremsmünster, veröffentlichte das Quartett rund um Sänger Maurice Ernst anno 2009 sein Debutalbum "Nelken und Schillinge", das noch stark nach Indie-Rock-Provinz klang. Trotz Achtungserfolgen gelang aber erst 2013 der Durchbruch mit den Singles "Plansch" und "Maschin"" - und das auch jenseits der Grenzen. Die Süddeutsche Zeitung etwa vermerkte: "Diese Musik ist geil, weil sie geil ist. Man muss das hören". Zum veränderten Sound und zur verstärkten Wahrnehmung hatten auch Personalwechsel inner- und außerhalb der Band geführt: etwa der neue Schlagzeuger Philipp Scheibl und Produzent Zebo Adam. Gemeinsam mit Maurice Ernst, dem Gitarristen Michael Krammer und dem Bassisten Peter Horazdovsky entwickelte man eine künstlerische Kontur, die Einflüsse aus HipHop, Funk, R"n"B sowie elektronischer Musik integriert und zu einem einzigartigen Klang-Amalgam fusioniert. Dazu gesellen sich innovative Videos unter Federführung des Regisseurs Antonin B. Pevny. Weitere Alben wie "Magic Life" und aktuell "Mea Culpa" und "Vernissage My Heart" etablierten Bilderbuch als einen der spannendsten, eigenwilligsten und risikofreudigsten, dabei aber auch kommerziell erfolgreichsten Pop-Acts im deutschsprachigen Raum. "Das ist so cool wie Falco zu seinen besten Zeiten", konstatierten die Salzburger Nachrichten, "ohne sich um Trends zu scheren. Hier wird der Blick nur kompromisslos nach vorne gerichtet". Gestaltung: Walter Gröbchen
Montag 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

johannes gutenbergJohannes Gutenberg Erfinder des Buchdrucks Die Idee vom Lexikon Alles in einem Buch Das Kalenderblatt 15.4.1866 Richard Lepsius findet das Kanopus-Dekret Von Isabella Arcucci Johannes Gutenberg - Erfinder des Buchdrucks Autorin: Ulrike Beck / Regie: 1450 probiert Johannes Gutenberg in seiner Mainzer Werkstatt ein Druckverfahren aus, das später als Erfindung des Jahrtausends in die Weltgeschichte eingeht: den Buchdruck mit beweglichen Metalllettern. Gutenberg ist nicht der Einzige, der zu seiner Zeit experimentiert, wie sich Bücher preiswert und in hoher Stückzahl drucken lassen, damit Wissen und Bildung für jedermann zugänglich werden. Aber er ist der Einzige, der eine so ausgereifte Technik entwickelt, dass er damit in die Mediengeschichte eingeht und im Jahr 2000 zum "man of millenium" gewählt wird. 14 Jahre lang hat er zuvor schon in Straßburg im Geheimen experimentiert, bis sein Verfahren ab 1450 so perfekt ist, dass es bis zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert die gängige Methode bleibt, Bücher zu drucken. Die ersten Drucke, die Gutenbergs Werkstatt verlassen, sind Kleindrucke. Kalenderblätter, Ablassbriefe und eine lateinische Grammatik. Allesamt Verkaufsschlager, mit denen Gutenberg sein großes Projekt finanziert: den Druck der Bibel. Aus seinem Privatleben hat der Vater der Massenkommunikation allerdings Zeit seines Lebens ein großes Geheimnis gemacht. Die Idee vom Lexikon - Alles in einem Buch Autorin: Anja Mösing / Regie: Es ist mehr als eine fixe Idee, es ist eine Kulturtechnik und hat eine lange Geschichte. Ein Lexikon zu verfassen, das alles Wichtige in einem Buch sachlich erläutert, so etwas unternahmen nicht erst aufklärerische Gelehrte Europas. Bücher, die Wörter und Wissen speichern und praktisch sortiert darbieten, so dass jeder Benutzer davon einen Nutzen hat, die gibt es schon seit Jahrtausenden. In Mesopotamien verfasste man schon vor 4000 Jahren, als noch auf Tontafeln geschrieben wurde, zwei- und dreisprachige "Wörterbücher". In Zeiten als weniger als vier Prozent der Bevölkerung überhaupt Lesen konnten, dienten sie vor allem den Gelehrten und den Dichtern. Als Gelehrsamkeit eine Mode wurde, gehörten solche "schlauen Bücher" möglichst in jeden Haushalt. Allgemeinwissen ohne Lexikon - undenkbar. Und wer sich am Verfassen eines Lexikons beteiligte, übte sich in der Kunst des Verzettelns. Eine Sendung über eine uralte Kulturtechnik, die aber auch immer schon um ihre Glaubwürdigkeit kämpfen musste. Moderation: Michael Zametzer Redaktion: Thomas Morawetz
Montag 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

digitalen LernplattformenDas Tablet an sich ist noch kein didaktischer Mehrwert Die Digitalisierung der Schule Von Manuel Waltz Klassenzimmer können in Zeiten von Apps und KI nicht analog bleiben, aber wie weit sollte die Digitalisierung gehen? Welche Bildungsinhalte werden Bits und Bytes transportieren und speichern? Und: Wer betreibt die digitalen Lernplattformen? Lern-App und Tablet statt Buch und Füller, das bedeutet auch: Von Lehrerinnen und Lehrern werden andere Kompetenzen erwartet. Die großen Internet- und Medienkonzerne drängen ins Klassenzimmer, indem sie bei all dem helfen wollen - mit Technik und Know-how. Deutschland kann bei der Digitalisierung aus Erfahrungen in Norwegen und in den Niederlanden lernen, dort ist man schon weiter beim Unterricht für die neue Zeit, hat aber auch finanzielle und pädagogische Grenzen erfahren.
Montag 19:30 Uhr

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WDR5

Dok 5 - Das Feature

tazUpdate 40.0 - Die "tageszeitung" im Zeitalter der Digital Natives Von Detlef Berentzen Aufnahme SWR/WDR 2019 Die linke Tageszeitung, kurz "taz", wird 40 Jahre alt. Und alles soll anders werden. Die analoge Zeitung scheint am Ende, die Abokurve der Papierausgabe sinkt bedrohlich. Nun soll der Aufbruch ins digitale Zeitalter den Neuanfang bringen. Die taz braucht dringend neue digitale und profitable Ideen für einen Zeitungsmarkt, der sich fast täglich radikal verändert. Also gibt es ausreichend Kontroversen, dazu berechtigte Zweifel und Ängste, aber auch einen verrückten Mut, der das Blatt Richtung Zukunft tragen soll. Begleitet von einer streitbaren Genossenschaft, die für die ökonomische Unabhängigkeit der Zeitung zuständig ist. Der Umzug der taz in ihren neu gebauten Berliner "Tower" soll nun die "digitale Transformation" einleiten - so der Plan. Detlef Berentzen, selbst ehemaliger "tazler" der frühen Jahre, hat den Umzug begleitet, den Debatten und Sounds des Aufbruchs nachgespürt und mit Beteiligten und ExpertInnen die digitale Zukunft eines kritischen Journalismus erörtert.
Montag 20:04 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

KindermedizinIm Schatten der Erwachsenen. Die Herausforderungen der Kindermedizin (1). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Netzerkerinnen. Die Welt der Spinnen (1). Gestaltung: Renate Pliem Lexikon der österreichischen Popmusik. Bilderbuch, Conchita, EAV, Kreisky (1). Gestaltung: Al Bird, Astrid Schwarz, Thomas Mießgang, Walter Gröbchen
Montag 22:08 Uhr

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