Ö1

Radiokolleg

Global VillageVon der Expansion und dem Schrumpfen unserer Welt (1). Gestaltung: Richard Brem, Thomas Mießgang, Wolfgang Ritschl, Mariann Unterluggauer, Ulrike Schmitzer, Astrid Schwarz und Ina Zwerger. 1969 - das Jahr, in dem das erste Mal ein Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte und das erste Mal Daten via Computer verschickt wurden. Die Mondlandung und die Geburtsstunde des Internets markieren den Beginn einer neuen Ära, in der die Welt gleichzeitig größer und kleiner wird. Wie hat sich mit der Eroberung des Weltraums und der Erfindung des virtuellen Raums unsere Wahrnehmung von Raum und Zeit in den letzten 50 Jahren verändert? Vom Weltall erscheint der blaue Planet klein, fragil und überschaubar. Die digitalen Netze verbinden uns immer und überall, die Welt ist im Internet-Zeitalter zum "Global Village" geschrumpft. Machtphantasien der Kontrollierbarkeit gehen mit den technologischen Entwicklungen Hand in Hand. Gleichzeitig wird die Unüberschaubarkeit des virtuellen Raums mit jedem Knoten größer und die digitale Expansion lässt im Leben der Menschen keinen Stein auf den anderen. Und auch der Blick ins All geht immer weiter und tiefer, mit immer größeren Teleskopen dehnt sich das Universum vor unseren Augen aus. Das 50. Jubiläum der Mondlandung und die Geburtsstunde des Internets sind für das "Radiokolleg" Anlass, darüber zu reflektieren, wie diese beiden technologischen Revolutionen das Verständnis unserer Welt nachhaltig verändert haben. *"Made in Cold War"- Die Raumfahrt und das ARPANET* Internet und Mondlandung werden von den gleichen technopolitischen Interessen angetrieben. Nachdem die Russen 1957 den ersten Satelliten ins All geschossen haben, wird der Wettlauf ins All, wer als erster Mensch den Mond betritt, zum Wettkampf der Supermächte. Der Kalte Krieg rechtfertigt die enormen Ausgaben und Anstrengungen der Supermächte USA und UdSSR. In Reaktion auf "Sputnik" gründet das US-Verteidigungsministerium auch die "Advanced Research Project Agency - ARPA". Der Kampf zur Wiedererlangung der führenden Rolle in Wissenschaft und Technik wird aufgenommen. Als am 29. Oktober 1969 die beiden Buchstaben LO von der UCLA, der University of California in Los Angeles an das Stanford Research Institute übertragen werden, ahnt niemand dass diese Technologie die Welt in ihren Grundfesten revolutionieren wird. Doch warum ist das Internet so groß geworden, und die Mondfahrt so klein geblieben? In den 1960er-Jahren dachte man, dass in Zukunft jeder auf den Mond fliegen kann, aber nicht, dass der damals raumfüllende Großrechner in jeder Hosentasche steckt und ihn mit dem Rest der Welt vernetzt - während die bemannte Raumfahrt seit Jahrzehnten kaum vom Fleck kommt. Der Wunsch, das All zu erobern, beflügelte die populärkulturelle Phantasie vor allem in den USA. Als Soundtrack zur Mondfahrt eignete sich das in den 1950er-Jahren entwickelte populäre Genre "Space Age Music", das seither immer wieder Revivals erlebt hat. Neben dem Hype erhoben sich aber auch kritische Stimmen aus der Sphäre der Bürgerrechtsbewegung, wie Whitey on the Moon von Gil Scott-Heron.
Montag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

wernher von braunWernher von Braun Ein deutscher Ingenieur ohne Skrupel? Wilbur und Orville Wright Zwei Brüder wollen hoch hinaus Das Kalenderblatt 15.7.1975 Apollo-Sojus-Projekt tritt in Kraft Von Markus Mähner Wernher von Braun - Ein deutscher Ingenieur ohne Skrupel? Autor: Thomas Morawetz / Regie: Martin Trauner Es begann tatsächlich mit dem Traum eines Jungen. Mit 14 Jahren montierte Wernher von Braun Feuerwerksraketen auf einen Bollerwagen und erschreckte die Spaziergänger auf der Berliner Tiergartenallee, denn er hatte ein Fernrohr geschenkt bekommen. Als er damit den Mond betrachtete, wollte er das Gefährt bauen, mit dem man dorthin fliegen konnte. Am 16. Juli 1969 startete der Countdown für den ersten Flug von Menschen zum Mond. Von Braun war 57 Jahre alt. Er hatte die Raketen-Entwicklung geleitet. Doch von Brauns Himmelreise führte lange Jahre durch die Hölle. Zum ersten Mal kam sein Talent für Hitler zum Einsatz. In der Heeresversuchsanstalt Peenemünde konstruierte er die A4-Rakete, die als "Vergeltungswaffe" V2 gegen Städte wie London eingesetzt wurde. Für die Arbeiten wurden KZ-Häftlinge herangezogen. Trotzdem wollten die Amerikaner auf von Brauns Talent nach dem Krieg nicht verzichten. Er setzte seine Karriere fort, vom Entwickler einer atomaren Kurzstreckenrakete bis zum Raketenbauer, der den ersten Menschen auf den Mond brachte. Wilbur und Orville Wright - Zwei Brüder wollen hoch hinaus Autor: Herbert Becker / Regie: Irene Schuck Wilbur und Orville Wright waren nicht die ersten, die versuchten, den Traum vom Fliegen wahr werden zu lassen. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert herrschte unter Erfindern, die an Maschinen bauten, mit deren Hilfe man sich in die Luft erheben konnte, ein regelrechter Wettbewerb. Aus diesem Wettbewerb gingen die Brüder Wright als Sieger hervor - nicht nur deshalb, weil aller Wahrscheinlichkeit nach sie es waren, die den ersten Motorflug absolvierten, sondern auch, weil sie mit ihren Erfindungen wesentliche technische Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Flugzeugbaus schufen. Da ihre Flugversuche in den ersten Jahren weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden, wurden die Leistungen der Wrights von vielen in Zweifel gezogen. Im August 1908 schließlich konnte ein staunendes Publikum erstmals ihre Flugkünste bewundern. Von nun an waren die Brüder auch kommerziell erfolgreich und nahmen zahlreiche Ehrungen entgegen. Allerdings konnten sie ihren mit viel Arbeit und schmerzhaften Bruchlandungen teuer erkauften Ruhm nur wenige Jahre lang genießen. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Thomas Morawetz
Montag 09:05 Uhr

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WDR5

Neugier genügt

Landung MondMit Jürgen Wiebicke Feature: Die Landung auf dem Mond vor 50 Jahren Redezeit mit Dirk Reiser, Tourismusforscher: Über nachhaltiges Reisen zur vollen Stunde WDR aktuell Wiederholung: Di 04.03 Uhr
Montag 10:04 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Lucrezia BorgiaLucrezia Borgia Die berüchtigte Papsttochter Elisabeth von Rochlitz Die vergessene Heldin der Reformation Das Kalenderblatt 15.7.1975 Apollo-Sojus-Projekt tritt in Kraft Von Markus Mähner Lucrezia Borgia - Die berüchtigte Papsttochter Autorin: Gabriele Knetsch / Regie: Sabine Kienhöfer Die Gerüchte reißen nicht ab um diese schöne Frau. Die Geschichten um Lucrezia Borgia bedienen einfach alle Klischees, die eine gute Sex-and-Crime-Story haben muss. Tochter eines mächtigen Papstes, der vor Giftmorden nicht zurückschreckt. Bereits als 11Jährige Beauty-Fee doppelt verlobt - mit zwei verschiedenen Männern. Später mit drei weiteren verheiratet, von denen einer umgebracht wird und einer gerade noch rechtzeitig fliehen kann. Und dann - das jubeln ihr zumindest gehässige zeitgenössische Quellen unter - auch noch Geliebte des eigenen Vaters und zugleich des Bruders Cesare, eines draufgängerischen und gefürchteten Militärstrategen. Aber wer war die berüchtigte Papst-Tochter wirklich? Sie hat Zeitgenossen beeindruckt als Frau, die zeitweise die Geschäfte im Vatikan für ihren Vater übernahm. Aber auch als Fürstin von Ferrara überzeugte Lucrezia Borgia, die immer wieder im Zentrum der italienischen Geschichte stand. Sie unterhielt einen Kreis von renommierten Künstlern, stiftete Klöster und regierte klug in einer Zeit kriegerischer Auseinandersetzungen. Gabriele Knetsch versucht in ihrer Radio-Wissen-Sendung "Lucrezia Borgia" dieser faszinierenden Renaissance-Frau näher zu kommen. Literatur-Tipp: Friederike Hausmann, Lucrezia Borgia, Glanz und Gewalt, eine Biographie. München 2019 Elisabeth von Rochlitz - Die vergessene Heldin der Reformation Autorin: Leo Hoffmann / Regie: Axel Wostry Elisabeth Landgräfin zu Hessen (1502 -1557) ist erst 13 Jahre alt, als sie mit dem Erbprinz Herzog Johann von Sachsen vermählt wird. Am Dresdner Hof, den der strenggläubige Herzog Georg von Sachsen mit harter Hand regiert, erwartet man eine anpassungsfähige, gläubige, fruchtbare Schwiegertochter. Doch man bekommt das Gegenteil: eine offenherzige, energische Frau, die sich zunehmend in die Politik einmischt und aus ihrer erwachenden Vorliebe für das Gedankengut Martin Luthers keinen Hehl macht. Als man Elisabeth das "Muul" verbietet, greift sie zur Feder und beeinflusst Religions- wie Reichspolitik schreibenderweise - eine emsige Netzwerkerin des 16. Jahrhunderts, der die protestantische Religion ein Herzens- und Gewissensanliegen ist. Dank Elisabeth wird Württemberg lutherisch. Ihren Beinamen "von Rochlitz" erhält sie, als sie mit 34 Jahren ihr Wittum in Rochlitz bezieht und dort, mitten im altgläubigen albertinischen Sachsen, die Reformation einführt - gedeckt vom Schmalkaldischen Bund. Für die Hauptleute des Bundes verrät Elisabeth im Schmalkaldischen Krieg ihren Landesherren, verliert daraufhin Besitz und Einfluss und wird von Kanzlisten wie Historikern unter den Tisch gekehrt. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Thomas Morawetz
Montag 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Generation SandwichKind oder Oma? Wie die "Generation Sandwich" sich zwischen Pflege und Kindererziehung aufreibt Von Catalina Schröder Angehörige sind der größte Pflegedienst der Nation: Etwa 4,7 Millionen Menschen - zum großen Teil Frauen - kümmern sich in Deutschland regelmäßig um eine pflegebedürftige Person. Immer häufiger geraten Familien dabei in eine Doppelbelastung: ihre eigenen Kinder sind noch klein, die Eltern oder Schwiegereltern schon alt und krank. Nun gilt es, Pflege und Kindererziehung unter einen Hut zu bringen. Viele Frauen reiben sich dabei regelrecht auf: Unter der Doppelbelastung leiden der Familienalltag und die Beziehung, ihr Job und nicht zuletzt Körper und Psyche.
Montag 19:30 Uhr

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WDR5

Dok 5 - Das Feature

halle-neustadtGeschichten aus Ha-Neu Diese Stadt stand in einem anderen Land Von Anselm Weidner Ein gutes halbes Jahrhundert ist Halle-Neustadt alt; atmet je zur Hälfte West- und Ost-Geschichte. Auf schlammigem Acker aus Fertigbauelementen für den "neuen Menschen" errichtet, galt sie den einen als "Brasilia der DDR" und den anderen als Ansammlung von "Arbeiterschließfächern" und "Fickzellen mit Fernheizung". Mehr noch als Eisenhüttenstadt war "Ha-Neu" nahe der Chemiestandorte Buna und Leuna für die Städteplanung der DDR Herausforderung und Versprechen zugleich. 100.000 Menschen sollten in einer industriell gefertigten Gartenstadt alle Bedürfnisse des Alltags befriedigen können. Auch wenn die Wohnungen begehrt waren, sind die Erinnerungen an das Leben in der Platte kontrovers. Nach der Wende drohte Verslumung, Teilabriss und -privatisierung; nun scheint eine neue Generation Deutscher wie Nichtdeutscher hier Heimat zu finden. Aufnahme des WDR 2015
Montag 20:04 Uhr

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NDR Info

Das Forum

Neil Armstrong1969: Als Neil Armstrong den Mond betrat Feature von Jan Bösche, ARD Studio Washington Überall starrten Menschen am 20. Juli 1969 auf Bildschirme, versuchten in grau-weißem Geflimmer den historischen Moment mitzuerleben: Ein Mann betritt den Mond. NASA Astronaut Neil Amstrong war es - und sprach die unvergessenen Worte: Ein kleiner Schritt für den Menschen, ein großer Sprung für die Menschheit. Es war eines der frühen Fernsehereignisse - und es war ein Triumph! Denn da war er: der Sieg der USA im Wettlauf um die Weltraumforschung. Amerikas junger Präsident John F. Kennedy hatte im Kalten Krieg seinem Volk die erste Landung auf dem Mond versprochen. Und mit großem Kraftaufwand wurde das Ziel erreicht. Kennedy selbst erlebte diesen Tag nicht mehr - aber erst seine Ermordung, so schildert es Jan Bösche in seinem Feature - machte das ambitionierte und zeitweise umstrittene Weltraumprogramm der USA zu einem Nachlass, dem sich niemand mehr entziehen konnte. Psychologie, Politik und Patriotismus: Die Mondlandung von 1969 ist ein Ereignis mit vielen Facetten. Das Forum
Montag 20:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

Thomas MießgangVon der Expansion und dem Schrumpfen unserer Welt (1). Gestaltung: Richard Brem, Thomas Mießgang, Wolfgang Ritschl, Mariann Unterluggauer, Ulrike Schmitzer, Astrid Schwarz und Ina Zwerger.
Montag 22:08 Uhr

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