RBB kulturRadio

FEATURE

magnetbandkassetteGehäuse des wilden Klangs Erinnerungen an die Magnetbandkassette und ihre Geschichte Von Tobias Barth Regie: Andreas Meinetsberger Produktion: MDR 2013
Samstag 09:04 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Hörbilder

"Nur ein Mädchen." Frauen in Österreich 1919-2019. Feature von Isabelle Engels "Nur ein Mädchen." Mit dieser enttäuschten Reaktion starteten viele Frauen, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geboren wurden, ins Leben. Und auch in den darauffolgenden Lebensjahren mussten sie erfahren, wie die Rollenzuschreibung als Mädchen ihre Handlungsspielräume einschränkte. Es gab keine Gesetze zum Schutz der Frauen vor Gewalt, wohl aber Gesetze, die sie kriminalisierten, wenn sie eine ungewollte Schwangerschaft beendeten. Sie übernahmen im Krieg zusätzlich die Arbeiten der Männer, wurden danach aber wieder in die Rolle der Hausfrau gedrängt, die den Haushaltsvorstand um Erlaubnis fragen musste, wenn sie erwerbstätig sein wollte. Doch die Frauen begannen sich zu wehren und um ihre Rechte zu kämpfen - die familienpolitischen Reformen der 1970er-Jahre bilden einen großen Einschnitt in der Frauengeschichte. Die jungen Frauen von heute müssen Gewalt nicht mehr stumm erleiden. Sie haben gleichberechtigten Zugang zu Bildung, sind in nahezu allen Bereichen der Arbeitswelt vertreten und leben in unterschiedlichsten Beziehungs- und Familienformen. Doch ihre Erzählungen von Doppel- und Dreifachbelastungen, vom Alltag als Alleinerzieherin oder als pflegende Angehörige zeigen, dass es immer noch zwei Geschichten zu erzählen gibt: "seine" und "ihre". Das Hörbild ist ein Mosaik aus Lebensgeschichten von Frauen, quer durch alle Regionen Österreichs, durch Berufe und soziale Milieus. Sie wurden im Rahmen des Oral-History-Projekts "MenschenLeben" an der Österreichischen Mediathek in jahrelanger Arbeit seit 2009 gesammelt. Redaktion: Eva Roither
Samstag 09:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

MDR KULTUR

Gehäuse des wilden Klangs

magnetbandkassetteErinnerungen an die Magnetbandkassette Von Tobias Barth Klein, handlich, explosiv: Als die holländische Firma Philips 1963 die Kompaktkassette auf den Markt brachte, revolutionierte sie die Kultur des Hörens. Erstmals war es jedermann möglich, die Töne der Welt transportabel und mobil eigene Aufnahmen zu machen. 50 Jahre später justiert der Autor seinen Tonkopf auf die Magnetspur und hört noch einmal die "tapes". Sie stammen aus einer Zeit, als die ORWO-Kassette im Osten der übliche Verbreitungsweg für Musik aus dem Westen war. Auch im Westen war die Kassette das Medium der alternativen Subkultur. Individuell bespielte Musikkassetten verbreiteten unerhörte Töne und schufen einen Gegenmarkt zur Musikindustrie. Auch heute im Zeitalter von mp3 und i- Tunes gibt es sie noch: Menschen, die ihre Magnetbandkassetten lieben. Tobias Barth wurde 1970 in Halle (Saale) geboren, arbeitete nach dem Abitur als Industriekletterer und in Umweltprojekten, lernte Tischler und studierte Medienwissenschaft, Germanistik und Theaterwissenschaft in Leipzig und Basel. Seit 1997 publizistische Tätigkeit überwiegend für die ARD als Autor, Redakteur und Regisseur. Seit 2002 Feature-Redakteur für MDR Kultur. Regie: Andreas Meinetsberger Produktion: MDR 2013 Sprecher: Ilja Richter - Erzähler Lydia Herms - Ansagerin (29 Min.)
Samstag 09:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Der einsame Tod des Herrn D. Fünf Jahre tot in der Wohnung Von Johannes Nichelmann Aufnahme des DLF 2017 Berlin - ein Plattenbau mit elf Etagen und über 30 Wohnungen. Im Treppenhaus macht sich ein bestialischer Geruch breit. Die Polizei hat vor wenigen Stunden eine Nachbarwohnung geöffnet und darin die mumifizierte Leiche des Herrn D. entdeckt. Wenn die Nachbarn Herrn D. vor einigen Jahren zufällig im Fahrstuhl trafen, grüßten sie einander und erkundigten sich nach dem gegenseitigen Wohlbefinden. Herr D. war früher immer adrett angezogen und stets höflich gewesen. Irgendwann gab es keine Begegnungen mehr, Herr D. war verschwunden. Fünf Jahre später findet man seine sterblichen Überreste in seiner Wohnung. Wie konnte das geschehen? Wiederholung: So 15.04 Uhr
Samstag 12:04 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bayern 2

Zeit für Bayern

LichtspielhäuserKinomachen in der Provinz Wie sich kleine Lichtspielhäuser in Franken behaupten Von Kirsten Zesewitz Reinhard Raffalt Multitalent und Medienstar Ein Porträt von Ulrich Zwack Wiederholung um 21.05 Uhr Kinomachen in der Provinz Wie sich kleine Lichtspielhäuser in Franken behaupten Von Kirsten Zesewitz Einst waren sie eine Kulturinstitution, die kleinen Kinos am Ort. "Lichtspielhäuser" hießen sie, jeder größere Ort hatte eins. Bis in den 1970er Jahren das große Kinosterben einsetzte. Aber auch heute gibt es sie noch, die kleinen Lichtspielhäuser! Sie zeigen im ländlichen Raum neben Spielfilmen ein anspruchsvolles Programm, mit Dokumentationen, Kurzfilmen, Filmen in Originalsprache. Mit viel Einfallsreichtum lockt man das Publikum ins Programmkino: Da wird der Regisseur eingeladen, Pizza zum Film bestellt und in der Sonntagsmatinee ein Frühstück serviert. Stummfilme mit Live-Musik für Kinder, Kabarett und Filmgespräche im Kino-Café - all das macht die Programmkinos zu einem Juwel der Kulturarbeit am Land. Die staatliche Filmförderung hilft dazu: Prädikate wie "bestes Kinderfilmkino" oder "bestes Dokfilmkino"sind finanziell fest im Budget eingeplant. Mit wieviel Herzblut und Fantasie sich Kinos in der Provinz behaupten, zeigen Beispiele in Bamberg, Zeil am Main und Hollfeld in der Fränkischen Schweiz. Reinhard Raffalt Multitalent und Medienstar Ein Porträt von Ulrich Zwack Reinhard Raffalt (1923-1976) ist nach wie vor ein Begriff als Journalist und Reiseschriftsteller. Manche mögen noch seine unverwechselbare Stimme im Ohr haben, mit der er die Hörer des bayerischen Rundfunks akustisch nach Osteuropa genauso wie nach Indien und immer wieder nach Italien und Rom führte. Raffalt war ein umfassend gebildeter Humanist und langjähriger Wahlrömer. Der gebürtige Passauer fühlte bayerisch und europäisch zugleich und interessierte sich für die ganze Welt. Seine herausragenden Radiofeatures und Fernsehdokumentationen oder sein höchst unkonventioneller Italienischkurs haben bis heute Fans. Raffalt war ein Meister der Mehrfachverwertung. Der vielfach begabte studierte Kirchenmusiker schrieb unzählige Bücher über alle möglichen Themen, versuchte sich als Autor von Theaterstücken, gab Orgelkonzerte, dirigierte Kammerorchester, hielt vielbeachtete Vorträge. Er arbeitete fieberhaft Tag und Nacht - und war obendrein auch noch ein barocker Lebemensch. Zum 70. Geburtstag des Bayerischen Rundfunks bringt "Zeit für Bayern" eine akustische Biographie von Ulrich Zwack.
Samstag 12:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bayern 2

das ARD radiofeature

ÜberversorgungEin Feature über den Umgang mit Sterbenskranken Von Martina Keller WDR 2019 Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr Unser Gesundheitssystem ist gut darin Menschen zu retten. Aber schwerkranke Menschen über ihren Zustand aufzuklären und Ihnen Behandlungsalternativen aufzuzeigen, ist oftmals nicht vorgesehen. Viele Sterbenskranke leiden unnötig. So erhalten über zehn Prozent der Krebskranken in Deutschland in den letzten 30 Tagen vor ihrem Tod noch eine aggressive Chemotherapie, die oft mehr schadet als nützt. Dabei könnte so mancher Krebskranke dank Palliativmedizin besser, manchmal sogar länger leben. Schwer Demenzkranke bekommen noch in der letzten Lebensphase eine Magensonde gelegt, obwohl intensives Füttern ihnen gefährliche und schmerzhafte Komplikationen ersparen würde. Die Ursachen der Überversorgung von Menschen am Lebensende sind komplex: Manche Ärzte fühlen sich Gesprächen über das Lebensende nicht gewachsen. Andere lassen sich durch falsche finanzielle Anreize zu zweifelhaften Therapien verleiten. So mancher Betreiber einer "Beatmungs-WG" setzt auf Gewinnoptimierung und lässt die Kranken an der Maschine, weil er gar kein Interesse hat, die Menschen von der Maschine zu entwöhnen, damit sie wieder selbständig atmen. Bei all dem bekommen Patientenverfügungen nicht immer die Beachtung, die ihre Verfasser sich wünschen.
Samstag 13:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

BR-Klassik

Das Musik-Feature

Meiningen TheaterMeiningen Ein Theater mit Stadt Von Bettina Mittelstraß Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr Man ziehe auf der Landkarte zwei Geraden: von Leipzig nach Frankfurt am Main und von Kassel nach Bayreuth. Wo sie sich kreuzen, befinden sich Wald und Wiese und: die Musikstadt Meiningen. "Gott grüß die Kunst", steht auf einem der ältesten Häuser der Stadt, und wer Ende August durch die alten Gassen schlendert, hört den Gruß an jeder Ecke: "Eine schöne Spielzeit!". Gefühlt arbeitet in Meiningen jeder für Musik und das Theater, den wichtigsten Arbeitgeber der Stadt. Rund 170.000 Zuschauer besuchen pro Jahr mitten in Mitteldeutschland Musiktheater, Schauspiel, Ballett, Konzerte oder Puppentheater. Sie reisen dafür aus Bayern, Hessen, Sachsen und Thüringen in einen Ort, den sonst kaum einer kennt. Die Wurzeln dieses Ruhms liegen im 19. Jahrhundert: Die ehemalige Haupt- und Residenzstadt Sachsen-Meiningen hatte eine bald in ganz Europa berühmte Theatertruppe und die Meininger Hofkapelle, mit der sich Namen wie Hans von Bülow, Richard Wagner, Johannes Brahms verbinden. Der Ruf als Hort der Hochkultur hat selbst die Wende überlebt. Warum? Eine Spurensuche in einer Stadt, deren Lebensadern aus Musik und Theater zu sein scheinen.
Samstag 14:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

HR2

Kinderfunkkolleg Mathematik

Leonhard EulerLeonhard Euler: Über sieben Brücken sollst du geh"n! | Von Juliane Spatz
Samstag 14:45 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

SR2 Kulturradio

FeatureZeit - das ARD radiofeature: Übertherapie am Lebensende

sterbenEin Feature über den Umgang mit Sterbenskranken Von Martina Keller Unser Gesundheitssystem ist gut darin Menschen zu retten. Aber schwerkranke Menschen über ihren Zustand aufzuklären und Ihnen Behandlungsalternativen aufzuzeigen, ist oftmals nicht vorgesehen. Viele Sterbenskranke leiden unnötig.
Samstag 17:04 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bremen Zwei

ARDradiofeature

PalliativmedizinÜbertherapie am Lebensende Ein Feature über den Umgang mit Sterbenskranken von Martina Keller Unser Gesundheitssystem ist gut darin Menschen zu retten. Aber schwerkranke Menschen über ihren Zustand aufzuklären und Ihnen Behandlungsalternativen aufzuzeigen, ist oftmals nicht vorgesehen. Viele Sterbenskranke leiden unnötig. So erhalten über zehn Prozent der Krebskranken in Deutschland in den letzten 30 Tagen vor ihrem Tod noch eine aggressive Chemotherapie, die oft mehr schadet als nützt. Dabei könnte so mancher Krebskranke dank Palliativmedizin besser, manchmal sogar länger leben. Schwer Demenzkranke bekommen noch in der letzten Lebensphase eine Magensonde gelegt, obwohl intensives Füttern ihnen gefährliche und schmerzhafte Komplikationen ersparen würde. Die Ursachen der Überversorgung von Menschen am Lebensende sind komplex: Manche Ärzte fühlen sich Gesprächen über das Lebensende nicht gewachsen. Andere lassen sich durch falsche finanzielle Anreize zu zweifelhaften Therapien verleiten. So mancher Betreiber einer ?Beatmungs-WG? setzt auf Gewinnoptimierung und lässt die Kranken an der Maschine, weil er gar kein Interesse hat, die Menschen von der Maschine zu entwöhnen, damit sie wieder selbständig atmen. Bei all dem bekommen Patientenverfügungen nicht immer die Beachtung, die ihre Verfasser sich wünschen. Produktion: WDR 2019 Redaktion: Dorothea Runge
Samstag 18:00 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Deutschlandfunk Kultur

Feature

WellensittichWirklichkeit im Radio Mein Partner Hansipiepchen Von Charlotte Niemann und Matthias Niemann Regie: die Autoren Mit: Dieter Hufschmidt Produktion: RB 1973 Länge: 42"46 Ein Feature-Kammerspiel für eine ältere Dame und einen Wellensittich. West-Berlin in den 1970er-Jahren. Nicht das Berlin der Subkultur und der Studentenkommunen. Sondern das Berlin der grauen Mietshäuser, der muffigen Hausflure und der Ein-Personenhaushalte. Dort wohnt eine namenlose alte Frau allein mit ihrem Wellensittich. Hansipiepchen, ein Hähnchen mit blauem Federkleid, lebt frei in der guten Stube. Mit den Nachbarn steht sie auf Kriegsfuß. Sie schreibt lange Briefe an ihre Kinder. Doch niemand antwortet. Nur Hansipiepchen bleibt ihr treu. Charlotte Niemann, 1915 als Lotty O.B.L. Timm in Hamburg geboren, gestorben 2013; deutsche Regisseurin und Komponistin. Bereits mit 11 Jahren trat sie live bei der Nordischen Rundfunk AG auf, für ihre musikalische Ausbildung erhielt sie staatliche Stipendien. Zwischen 1950 und 2002 produzierte sie bei Radio Bremen einige hundert Kinderhörspiele sowie O-Ton Reportagen. Für ihre Kindersendungen, bei denen sie für Text, Musik und Regie verantwortlich war, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Über Matthias Niemann haben wir keine Angaben gefunden. Mein Partner Hansipiepchen
Samstag 18:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

BR-Heimat

Zeit für Bayern

Leidenschaft fürs Programm Kinomachen in der Provinz Wie sich kleine Lichtspielhäuser in Franken behaupten Von Kirsten Zesewitz Reinhard Raffalt Multitalent und Medienstar Ein Porträt von Ulrich Zwack Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 Kinomachen in der Provinz Wie sich kleine Lichtspielhäuser in Franken behaupten Von Kirsten Zesewitz Einst waren sie eine Kulturinstitution, die kleinen Kinos am Ort. "Lichtspielhäuser" hießen sie, jeder größere Ort hatte eins. Bis in den 1970er Jahren das große Kinosterben einsetzte. Aber auch heute gibt es sie noch, die kleinen Lichtspielhäuser! Sie zeigen im ländlichen Raum neben Spielfilmen ein anspruchsvolles Programm, mit Dokumentationen, Kurzfilmen, Filmen in Originalsprache. Mit viel Einfallsreichtum lockt man das Publikum ins Programmkino: Da wird der Regisseur eingeladen, Pizza zum Film bestellt und in der Sonntagsmatinee ein Frühstück serviert. Stummfilme mit Live-Musik für Kinder, Kabarett und Filmgespräche im Kino-Café - all das macht die Programmkinos zu einem Juwel der Kulturarbeit am Land. Die staatliche Filmförderung hilft dazu: Prädikate wie "bestes Kinderfilmkino" oder "bestes Dokfilmkino"sind finanziell fest im Budget eingeplant. Mit wieviel Herzblut und Fantasie sich Kinos in der Provinz behaupten, zeigen Beispiele in Bamberg, Zeil am Main und Hollfeld in der Fränkischen Schweiz. Reinhard Raffalt Multitalent und Medienstar Ein Porträt von Ulrich Zwack Reinhard Raffalt (1923-1976) ist nach wie vor ein Begriff als Journalist und Reiseschriftsteller. Manche mögen noch seine unverwechselbare Stimme im Ohr haben, mit der er die Hörer des bayerischen Rundfunks akustisch nach Osteuropa genauso wie nach Indien und immer wieder nach Italien und Rom führte. Raffalt war ein umfassend gebildeter Humanist und langjähriger Wahlrömer. Der gebürtige Passauer fühlte bayerisch und europäisch zugleich und interessierte sich für die ganze Welt. Seine herausragenden Radiofeatures und Fernsehdokumentationen oder sein höchst unkonventioneller Italienischkurs haben bis heute Fans. Raffalt war ein Meister der Mehrfachverwertung. Der vielfach begabte studierte Kirchenmusiker schrieb unzählige Bücher über alle möglichen Themen, versuchte sich als Autor von Theaterstücken, gab Orgelkonzerte, dirigierte Kammerorchester, hielt vielbeachtete Vorträge. Er arbeitete fieberhaft Tag und Nacht - und war obendrein auch noch ein barocker Lebemensch. Zum 70. Geburtstag des Bayerischen Rundfunks bringt "Zeit für Bayern" eine akustische Biographie von Ulrich Zwack.
Samstag 21:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bayern 2

Zeit für Bayern

Kinomachen in der Provinz Wie sich kleine Lichtspielhäuser in Franken behaupten Von Kirsten Zesewitz Reinhard Raffalt Multitalent und Medienstar Ein Porträt von Ulrich Zwack Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 Kinomachen in der Provinz Wie sich kleine Lichtspielhäuser in Franken behaupten Von Kirsten Zesewitz Einst waren sie eine Kulturinstitution, die kleinen Kinos am Ort. "Lichtspielhäuser" hießen sie, jeder größere Ort hatte eins. Bis in den 1970er Jahren das große Kinosterben einsetzte. Aber auch heute gibt es sie noch, die kleinen Lichtspielhäuser! Sie zeigen im ländlichen Raum neben Spielfilmen ein anspruchsvolles Programm, mit Dokumentationen, Kurzfilmen, Filmen in Originalsprache. Mit viel Einfallsreichtum lockt man das Publikum ins Programmkino: Da wird der Regisseur eingeladen, Pizza zum Film bestellt und in der Sonntagsmatinee ein Frühstück serviert. Stummfilme mit Live-Musik für Kinder, Kabarett und Filmgespräche im Kino-Café - all das macht die Programmkinos zu einem Juwel der Kulturarbeit am Land. Die staatliche Filmförderung hilft dazu: Prädikate wie "bestes Kinderfilmkino" oder "bestes Dokfilmkino"sind finanziell fest im Budget eingeplant. Mit wieviel Herzblut und Fantasie sich Kinos in der Provinz behaupten, zeigen Beispiele in Bamberg, Zeil am Main und Hollfeld in der Fränkischen Schweiz. Reinhard Raffalt Multitalent und Medienstar Ein Porträt von Ulrich Zwack Reinhard Raffalt (1923-1976) ist nach wie vor ein Begriff als Journalist und Reiseschriftsteller. Manche mögen noch seine unverwechselbare Stimme im Ohr haben, mit der er die Hörer des bayerischen Rundfunks akustisch nach Osteuropa genauso wie nach Indien und immer wieder nach Italien und Rom führte. Raffalt war ein umfassend gebildeter Humanist und langjähriger Wahlrömer. Der gebürtige Passauer fühlte bayerisch und europäisch zugleich und interessierte sich für die ganze Welt. Seine herausragenden Radiofeatures und Fernsehdokumentationen oder sein höchst unkonventioneller Italienischkurs haben bis heute Fans. Raffalt war ein Meister der Mehrfachverwertung. Der vielfach begabte studierte Kirchenmusiker schrieb unzählige Bücher über alle möglichen Themen, versuchte sich als Autor von Theaterstücken, gab Orgelkonzerte, dirigierte Kammerorchester, hielt vielbeachtete Vorträge. Er arbeitete fieberhaft Tag und Nacht - und war obendrein auch noch ein barocker Lebemensch. Zum 70. Geburtstag des Bayerischen Rundfunks bringt "Zeit für Bayern" eine akustische Biographie von Ulrich Zwack.
Samstag 21:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren