Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Henry MarkramNeue Erkenntnisse über Autismus Zu viel Gefühl? Von Oliver Buschek Der Israeli Henry Markram zählte bereits zu den bekanntesten Hirnforschern der Welt, als sein Sohn Kai geboren wurde. Bald stellte sich heraus: Kai ist ein besonderes Kind - er ist Autist. So stürzte sich Markram auf die Frage, was genau Autismus wirklich ist - und kam zu überraschenden Erkenntnissen. "Seit 60 Jahren wird behauptet, Autisten hätten keine Gefühle, keine Empathie", sagt Markram heute. "Aber wenn man es aus einer anderen Perspektive betrachtet, kommt man zu einem anderen Schluss" Seine These: Autisten haben nicht zu wenig Gefühle, sondern zu viel davon. Sie nehmen ihre Umwelt als viel schneller, lauter und bunter wahr - der Rückzug in ihre eigene Welt könnte ein Schutzmechanismus vor diesem Sinnesfeuerwerk sein. Doch gilt dies tatsächlich für alle Autisten? Was sagen andere Autismus-Forscher zu diesen Thesen? Und welche Folgerungen ergeben sich daraus für die Behandlung von autistischen Kindern? Redaktion: Iska Schreglmann
Dienstag 18:05 Uhr

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Ö1

Dimensionen

KlimawissenschafterWie politisch darf Wissenschaft sein? Von Boris Schumatsky Klimawissenschafter/innen haben ein Kassandra-Problem: In ihrem Forschungsfeld tauchen immer wieder neue Gefahren auf, Häufung von Extremwetterereignissen wie Stürme oder Hitzewellen oder sogenannte Kipp-Elemente, die schlagartig das Klima verändern können. Gleichzeitig müssen sie miterleben, wie manche Politiker ihre Ergebnisse nicht ernst genug nehmen und Klimawandelleugner sie auf schwarze Listen setzen. Mitunter wird ihnen vorgeworfen, den menschengemachten Klimawandel ganz erfunden zu haben. Inzwischen auch aus den höchsten Etagen der Politik. Die Gesellschaft vor einem Risiko zu warnen, das sich mit Fakten belegen lässt, ohne in einen angeblichen Alarmismus zu verfallen: Wie löst man dieses Dilemma? Während es für viele Klimaforscher/innen nicht selbstverständlich ist, öffentlich über die Folgen des Klimawandels zu sprechen, halten es andere für ihre politisch-moralische Pflicht, davor zu warnen.
Dienstag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

ernährungWas kommt nach dem "Peak Meat"? Über die Ernährung der Zukunft Von Caroline Nokel Auf hohem Niveau, aber leicht rückläufig ist der Fleischkonsum in Deutschland. Immer mehr Menschen ernähren sich vegetarisch, vegan oder pegan, achten auf gesundes und ressourcenschonendes Essen. Der ,Peak Meat" ist anscheinend überschritten. Wie ernähren wir uns künftig? Wissenschaftler und Start-Ups erforschen Trends und entwickeln Lebensmittel, die Genuss und Gesundheitsaspekte vereinen sollen. Da sind die Wurst ohne Fett, die Pizza ohne Kohlenhydrate und der Müsliriegel ohne Zucker. Food-Revolutionäre arbeiten an Fleisch aus dem Bioreaktor, Algen zum Trinken und Insekten als Snack. Oft bilden die Neuheiten die sich ändernden Lebensgewohnheiten der Konsumenten ab: Hoch verarbeitete Lebensmittel sparen vor allem Zeit, die man sonst fürs Kochen aufwenden müsste. Doch ist das Essen der Zukunft wirklich gesünder und nachhaltiger? Wollen wir uns so ernähren? Und was wird aus unseren Fähigkeiten, selbst Nahrung zuzubereiten?
Dienstag 19:30 Uhr

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NDR kultur

Feature

stephan derrickDie heile Welt des Verbrechens Stephan Derrick und die BRD Von Rafael Jové RBB 2018 Als Oberinspektor Stephan Derrick 1998 aus dem Münchner Polizeidienst schied, tat er das als erfolgreichste deutsche Serienfigur aller Zeiten. Weltweit sah man dem stets korrekt gekleideten Ermittler gern dabei zu, wie er sich fast gewaltfrei gegen die omnipräsente menschliche Mordlust stemmte. Zwölf Jahre später wurde Horst Tappert, Darsteller des tadellosen Beamten, posthum als Mitglied der Waffen-SS enttarnt. Öffentlichkeit und Sender waren entsetzt, die TV-Reihe "Derrick" blieb fortan unwiederholt. Erinnerungen an die nostalgischen und zugleich grauenhaften Untiefen der Derrick-Welt. Download unter ndr.de/radiokunst und in der NDR Feature Box. 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter Feature
Dienstag 20:00 Uhr

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NDR 90,3

Hamburger Hafenkonzert

Irish Night im Gruenspan Hamburger Hafenkonzert
Dienstag 20:00 Uhr

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SRF 1

Doppelpunkt

EntscheidungenEntscheide dich! Lust und Last der Möglichkeiten Ja oder nein? Links oder rechts? Jetzt oder nie? Sobald wir die Wahl zwischen mindestens zwei Möglichkeiten haben, müssen wir uns entscheiden. Das Problem dabei: Entscheidungen sind Behauptungen, die erst in der Zukunft bestätigt werden - oder eben nicht.
Dienstag 20:03 Uhr

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Bayern 2

Nachtstudio

AbstiegsgesellschaftWildes Denken über die Angst-Abstiegsgesellschaft Moderation: Thomas Kretschmer Im Buch der Bücher, angeblich ja die Grundlage unserer Kultur, findet sich überall Reichen-Bashing ("Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher ins Himmelreich"). In einer sehr eigenwilligen Auslegung ist es uns gelungen, daraus Hartz IV zu machen: ein Bestrafen der Armen, weil die nichts Besseres zu tun haben, als arm zu sein. Kein Wunder, dass da viele Angst haben, bald nicht mehr zur Mittelschicht zu gehören, in der man ja bekanntlich mit dem Privatjet zur Arbeit fliegt. Wildes Denken, der Odysseus unter den Magazinen, sieht der Angst ins Auge. Denn jede Angst ist ein Zyklop. Und wir haben schon das Feuer angezündet ...
Dienstag 20:05 Uhr

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NDR Info

Zeitzeichen

Diana Ross26. März 1944 Der Geburtstag der Sängerin Diana Ross Von Susanne Rabsahl Aufnahme des WDR Sie gilt als Soul-Diva, als Disco-Queen, als "Entertainerin des Jahrhunderts" und ganz unbestritten als eine der erfolgreichsten amerikanischen Sängerinnen der Musikgeschichte. Diana Ernestine Earle Ross wächst als Tochter eines Fabrikarbeiters und einer Lehrerin mit fünf Geschwistern unter einfachsten Bedingungen in Detroit auf. Ihr begnadeter Sopran und ihre Leidenschaft fürs Singen bahnen ihr den Weg. Als Schülerin gründet sie mit Freundinnen die "Primettes". Motown nimmt drei von ihnen als "Supremes" unter Vertrag und nach ersten Flops erobern sie 1964 die Spitze der amerikanischen Charts. "Where did our love go" läutet einen politischen Wandel ein: Nie zuvor hat es eine schwarze Band so weit nach oben geschafft. Es folgen 11 Nummer 1-Hits, die bis heute die Tanzflächen füllen: "Stop in the name of love", "You can"t hurry love", "Baby love". Als Diana Ross 1970 ihre Solokarriere startet, bleibt der Erfolg: "Ain"t no mountain high enough" schmückt 14 Wochen die Spitze der Charts. Für ihre erste Filmrolle als Billie Holiday in "Lady sings the blues" erntet sie einen Golden Globe und eine Oscarnominierung. 2016 verleiht Barack Obama ihr die "Presidential Medal of Freedom". Bis heute steht die elegante Lady auf der Bühne - teilweise auch mit ihren fünf Kindern und Enkeln. Zeitzeichen
Dienstag 20:15 Uhr

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SRF 2 Kultur

Jazz Collection

marvin gayeEine begnadete Stimme - Marvin Gaye Marvin Gaye war einer der allergrössten Stars der Soul Music. Eine der variabelsten Stimmen der Pop-Geschichte überhaupt, ein Sex-Symbol und Hit-Lieferant über die Zeitspanne von zwei Jahrzehnten, von «Hitch-Hike» über «I heard it through the grapevine» bis zu «Sexual Healing».
Dienstag 21:00 Uhr

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SWR2

SWR2 Jazz Session

carla bleyLike-Minded Carla Bley und Steve Swallow bei den Internationalen Theaterhaus Jazztagen 1989 Am Mikrofon: Julia Neupert Eine Art Telepathie sei zu spüren, wenn man die Pianistin Carla Bley und den Bassisten Steve Swallow gemeinsam auf der Bühne erlebe. So schrieb einmal ein begeisterter Kritiker. Die beiden US-Amerikaner hatten schon in verschiedenen größeren Bandformationen miteinander gearbeitet, bevor sie Ende der 1980er-Jahre ein Duett gründeten. Die intime Konstellation erwies sich als ideal für die Interpretation ihrer beider Kompositionen - reduziert auf das jeweilige musikalische Gewebe, klar ausformulierte melodische Gedanken und harmonische Finessen. Vor 30 Jahren waren Bley und Swallow zu Gast in Stuttgart - und zeigten sich bei ihrem Konzert bei den Theaterhaustagen in Bestform. Carla Bley: Baby, baby Carla Bley, Piano Steve Swallow, E-Bass Steve Swallow: Ladies in Mercedes Carla Bley, Piano Steve Swallow, E-Bass Unbekannt: Soon I will be done with the troubles of this world Carla Bley, Piano Steve Swallow, E-Bass Steve Swallow: Hold it against me Carla Bley, Piano Steve Swallow, E-Bass Carla Bley: Sing me softly of the Blues Carla Bley, Piano Steve Swallow, E-Bass Karen Mantler: People die Carla Bley, Piano Steve Swallow, E-Bass Carla Bley: Very, very simple Carla Bley, Piano, Gesang Steve Swallow, E-Bass, Gesang Carla Bley: Walking Batteriewoman Carla Bley, Piano Steve Swallow, E-Bass Carla Bley, Steve Swallow: Ida Lupino Carla Bley, Piano Steve Swallow, E-Bass
Dienstag 21:03 Uhr

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SRF 1

BuchZeichen

TC Boyle«Das Licht» - T.C. Boyle schreibt über LSD Basel 1943. Der Chemiker Albert Hofmann steigt auf sein Fahrrad und fährt nachhause. Das Problem: soeben hat er im Selbstversuch eine Substanz zu sich genommen, die später als LSD bekannt sein wird. Es war der erste Trip, der je genommen wurde, und der Anfang einer langen Geschichte.
Dienstag 21:03 Uhr

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BR-Klassik

Horizonte

Haydn im Audiolab Der Komponist und Informatiker Christof Weiß Von Wolfgang Schicker Algorithmen und Rhythmen: die zwei Leben von Christof Weiß. Der 1986 in Regensburg geborene und in Amberg aufgewachsene Komponist, der an der Musikhochschule in Würzburg bei Heinz Winbeck und Tobias PM Schneid studierte, ist auch Diplom-Physiker und arbeitet als Informatiker an den International Audio Laboratories in Erlangen, einer gemeinsamen Forschungseinrichtung der Universität Erlangen-Nürnberg und des Frauenhofer Instituts. Weiß hatte festgestellt, dass viele Konzertbesucher z.B. Werke von Haydn intuitiv richtig zuordnen können, auch wenn sie das konkret erklungene Stück nicht kennen. Er wollte herausfinden, welche stilistischen Elemente dabei ausschlaggebend sind und entwickelte einen Algorithmus, der lernen sollte, Musikstücke einem Stil oder einer Epoche zuzuordnen unabhängig von der Instrumentierung oder der Interpretation. So wie Christof Weiß seine musiktheoretischen Kenntnisse für die Computergestützte Musikanalyse nutzt, inspirieren ihn umgekehrt auch physikalische Fragestellungen beim Komponieren. So widmete er dem Phänomen Zeit auf philosophischer, physikalischer und menschlich-subjektiver Ebene ein groß besetztes Oratorium, in dem er die räumliche Dimension von Musik ebenso einbezieht wie Rezitation, Gesang, elektronisch erzeugte Klänge und Instrumentalensemble. Auf der anderen Seite betont Christof Weiß, dass er vor allem auch aus der Praxis heraus komponiert: So schrieb er etwa Werke für Sinfonisches Blasorchester, um Neue Musik aus dem Elfenbeinturm dorthin zu bringen, wo die meisten Menschen miteinander musizieren - in den zahlreichen Musikvereinen und Blasorchestern.
Dienstag 22:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

Wie der Atem des Büffels an einem kalten Wintertag Die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe Von Imme de Haen Regie: Götz Naleppa Mit: Tatja Seibt Ton: Lutz Pahl Produktion: DeutschlandRadio Berlin/SFB 1997 Länge: 53"10 (Wdh. v. 14.06.1997) Christa heiratet Tom, einen Medizinmann und Sonnentanzhäuptling der Krähenindianer. Sie wird indianische Ehefrau. 1988 begegnet Christa, 48 Jahre alt, Mutter von drei erwachsenen Kindern, dem damals 84-jährigen Medizinmann und obersten Sonnentanzhäuptling der Krähenindianer Tom Yellowtail zum ersten Mal. Wenig später heiraten sie. Fast fünf Jahre lang führt sie das Leben einer traditionellen indianischen Ehefrau, begleitet ihren Mann bei den Reisen zu Menschen, die Heilung brauchen, und wird seine Schülerin. 1994 stirbt Tom, als Christa in Deutschland weilt. Zwei Jahre später fährt sie an sein Grab. Das Feature ist die Dokumentation eines langen Abschieds. Imme de Haen, 1940 in Berlin geboren, studierte Erziehungswissenschaft. Mitte der 1990er-Jahre gründete sie die Evangelische Journalistenschule Berlin, die sie viele Jahre leitete. Inzwischen hat sie die Hektik der Großstadt gegen die Ruhe des Brandenburger Landes eingetauscht. Sie gründete einen "Hof der Stille" und lädt zu Schweigewochen ein. Features: "Die Enkel der Kopfjäger - bei den Dayak in Zentralborneo" (mit Götz Naleppa, WDR/SFB 1985), "Herzschlag der Erde und Weisheit des Himmels" (HR 1998). Wie der Atem des Büffels an einem kalten Wintertag
Mittwoch 00:05 Uhr

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