Tagestipps

Montag 18:25 Uhr Ö1

Journal-Panorama

Bergbau, Umweltschutz und Menschenrechte - wie geht das zusammen? Gestaltung: Ulla Ebner Etwa 50 verschiedene Metalle stecken in einem Smartphone. Für den Ausbau von erneuerbarer Energie braucht es bestimmte - teils heikle Rohstoffe: seltene Erden für die Generatoren von Windrädern, Lithium und Cobalt für Elektroautos. Dementsprechend wächst der weltweite Rohstoffbedarf. Die Folge sind unter anderem gravierende Menschenrechtsverletzungen in Ländern des Globalen Südens, wo diese Rohstoffe abgebaut werden. Außerdem verursachen der Abbau und die Verarbeitung von Rohstoffen etwa 50 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Österreich ist gerade dabei, eine neue Rohstoff-Strategie auszuarbeiten. Diese soll einerseits sicherstellen, dass heimische Betriebe die benötigten Rohstoffe bekommen und will andererseits Unternehmen zu sozialer und ökologischer Verantwortung motivieren. Die Sendung wurde im März 2020 erstmals ausgestrahlt.

Montag 19:00 Uhr HR1

hr1-Lounge in Concert: Wir erinnern an 35 Jahre LiveAid Moderation:

Daniella Baumeister "Sag ruhig, ich bin ein Träumer", singt John Lennon in seinem berührenden Solohit "Imagine", "aber ich bin nicht der Einzige. Ich hoffe, du wirst eines Tages mitmachen, und die Welt wird eins sein..." Vor 35 Jahren, bei LiveAid am 13. Juli 1985, war dieser Traum für über 16 Stunden lang zum Greifen nah.

Montag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Publikumswunsch: Nachtmahl (1/4) Von Rainer Nikowitz Bearbeitung und Regie: Jörg Schlüter Komposition: Bernd Keul Erzähler: Peter Simonischek Suchanek: Christopher Schärf Susi: Katrin Hauptmann Kommissar Wimmer: Wolf Bachofner Grasel: Simon Schwarz Chronist: Jeff Zach Zechner: August Schmölzer Ranger: Gerhard Roiß Bagacz: Christian Ingomar Graf: Fritz Hammel Schwingshandl: Steffen Reuber Abentheuer: Bernhard Bauer Frau Abentheuer: Verena Plangger Altbauer: Karl Friedrich Magister Kerschbaum: Wolfram Berger Chantal: Isabella Archan Lillinger: Susanne Marie Kubelka Manschein: Branko Samarovski Pepsch: Ernst Konarek Alter: Manfred Böll Anschließend: WDR 3 Foyer

Montag 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Zum 100. Geburtstag des Philosophen Hans Blumenberg Von Nikolaus Halmer Die Situation des Menschen, der sich angesichts der Unermesslichkeit des Weltalls um eine sinnvolle, erfüllte Existenz bemüht, ist der Ausgangspunkt der Philosophie von Hans Blumenberg. Als sterbliches Mängelwesen fühlt sich der Mensch ohnmächtig im Universum, das Blumenberg als "Absolutes" bezeichnet. Um diese "absolute Wirklichkeit" erträglich zu machen, ist eine Distanzierung - eine Entlastung - notwendig, die im Mythos erfolgt. Der Mythos relativiert das übermächtige Absolute und vermittelt das Gefühl des Vertrauten, Heimatlichen. In seinem Monumentalwerk "Arbeit am Mythos" entwarf Blumenberg die Genese der mythischen Weltsicht, die sich nicht in ein logisches Begriffskorsett übertragen und einzwängen lässt. Der Mythos fungiert als Gegenspieler der instrumentellen Vernunft, weil er andere Darstellungen der Wirklichkeit ermöglicht.

Montag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Konsumreduktion - Verzicht oder Bereicherung? Lebensmodelle jenseits der Wachstumsspirale Von Maike Strietholt In Zeiten des Klimawandels ist ständig von Verzicht die Rede: Verzicht auf Flugreisen, auf Fleisch, auf das bequeme Auto vor der Haustür ... Und immer schwingt dabei ein bedrohlicher Unterton mit. Doch muss weniger Konsum zwingend mit einer Verringerung der Lebensqualität einhergehen? Für die in diesem Feature zu Wort kommenden Menschen ist klar, dass es um etwas anderes geht: um die Befreiung vom Überfluss - und um die ganz natürlichen Grenzen, die die Ressourcensituation des Planeten einem auf Konsum und Wachstum konzentrierten Lebensstil schon heute setzt.

Montag 19:30 Uhr Ö1

On stage

Wolfram Berger und Peter Rosmanith auf Homers Spuren Einen interessanten Kontrapunkt im Programm von Glatt Verkehrt 2019 im Hof der Winzer Krems boten am 27. Juli vergangenen Jahres Wolfram Berger und Peter Rosmanith: Der Sprecher und Schauspieler sowie der durch seine Zusammenarbeit mit Otto Lechner, Marwan Abado, Franz Hautzinger u.v.a. bekannte Perkussionist präsentierten ihre eigene Fassung von Homers "Odyssee". Bergers großartige, facettenreiche Stimme und Rosmaniths farbenreiche Klänge erzählten gleichsam simultan die alte, dramatische Geschichte von Odysseus" Irrfahrt, von seinen Begegnungen mit der Phäaken-Königstochter Nausikaa, mit dem Kyklopen Polyphem und der Zauberin Kirke. Eine der ältesten Dichtungen der abendländischen Literatur, in bekömmlicher und unorthodoxer Weise neu serviert! Gestaltung: Marlene Schnedl

Montag 21:00 Uhr Bremen Zwei

ARD Radio Tatort: Väter und Töchter

Hamm im Ausnahmezustand. Eine seltsame Anschlagsserie bringt die sympathische Stadt an der Peripherie des Ruhrgebiets an den Rand des Chaos. Handelt es sich um einen wirren Einzeltäter oder ist eine leibhaftige Terrororganisation am Werk? Obwohl das LKA die Ermittlungen übernommen hat und modernste Fahndungsmethoden zum Einsatz kommen, gibt es bei der Suche keine echten Fortschritte. Die Bevölkerung beginnt, das Vertrauen in die Polizei zu verlieren. Natürlich tut auch die Task Force Hamm ihr Bestes, um der Lösung näher zu kommen, aber es sieht fast so aus, als würde der Kampf gegen Angst und Paranoia verlorengehen. Zum Glück gibt es einen Hoffnungsschimmer, als - wie aus dem Nichts - ein neuer Kollege auftaucht und einen Teil der Ermittlungen übernimmt. Auch wenn die Herangehensweise unorthodox und die ersten Ergebnisse fragwürdig sind - langsam aber sicher sehen Lenz, Latotzke und Ditters Licht am Ende eines sehr dunklen Tunnels. Autor: Dirk Schmidt Regie: Claudia Leist Produktion: WDR 2020

Montag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Kriminalhörspiel

Schwerpunkt: Körper der Gewalt Zum 1. Todestag von Andrea Camilleri Toter Mann Nach Andrea Camilleris Roman "Das kalte Lächeln des Meeres" Übersetzung: Renate Lampen Bearbeitung: Idalberto Fei Regie: Götz Naleppa Mit: Gerd Wameling, Maria Hartmann, Michael Rotschopf, Udo Schenk, Antje von der Ahe, Stefan Kaminski, Martin Seifert, Udo Kroschwald, Ingeborg Medschinski, Heinz W. Kraehkamp, Klaus Herm, Amadeus Meaini, Götz Naleppa, Linda Chahine, Rida Wazné, Karena Lütge, Barbara Becker, Ulrich Lipka, Olaf Oelstrom Komposition: Andreas Bick Ton und Technik: Lutz Pahl, Barbara Zwirner Produktion: Deutschlandradio Kultur 2007 Länge: 54"29 Beim Schwimmen stößt Commissario Montalbano auf eine Leiche. Wenig später beobachtet er merkwürdige Szenen bei der Ankunft von Flüchtlingen. Andrea Camilleris Sizilien-Krimi erzählt von Korruption, Menschenhandel und den Folgen gescheiterter Migrationspolitik. Commissario Montalbano ist wütend auf seinen Arbeitgeber: Wie brutal die italienische Polizei beim G8-Gipfel gegen Demonstrierende vorgegangen ist, kann er nicht mit seiner Berufsauffassung vereinbaren. Mit einem kühlen Bad im Meer vor seinem Haus in Marinella will er sich beruhigen, doch stattdessen stößt er auf eine Wasserleiche. An Armen und Beinen finden sich Spuren von Gewalt: Der Tote ist nur einer von vielen Namenlosen, die an die sizilianische Küste gespült werden. War der Mann ein weiterer Flüchtling? Wenig später beobachtet der Inspektor, wie im Hafen ein Boot mit Flüchtlingen anlegt und ein kleiner Junge direkt nach der Ankunft versucht, sich von seiner Mutter und den restlichen Ankommenden loszureißen. Als Montalbano ihm zu helfen versucht, hat das unerwartete Folgen. Andrea Camilleri, geboren 1925 in Sizilien, gestorben am 17. Juli 2019, vielfach ausgezeichneter Romancier, Drehbuchautor und Regisseur. Seine Romane um den sizilianischen Commissario Montalbano machten ihn weltbekannt. Für den Hörfunk adaptiert wurden u.a. "Der Dieb der süßen Dinge" (SWR 2001), "Das Spiel des Patriarchen" (SWR 2003) und "Der Kavalier der späten Stunde" (SWR 2004). Camilleri verfasste mehr als 100 Bücher. Auf Deutsch erschien im April 2020 sein Kriminalroman "Kilometer 123". Toter Mann

Montag 23:00 Uhr Eins Live

1LIVE Reportage

Sommerspezial: Best of 1LIVE Reportage Prepper: Bereit für den Weltuntergang? Von Simone Schlosser Pandemien, Atomkatastrophen, Börsencrashs, Stromausfälle, Terroranschläge: Die Liste der drohenden Katastrophen ist lang. Dass die uns bekannte Welt irgendwann untergehen wird, glauben im Jahr 2020 nicht nur die so genannten "Prepper". Aber im Unterschied zu anderen sind "Prepper" vorbereitet. Schon im Jahr 2017 riet die Bundesregierung erstmals seit dem Ende des Kalten Krieges dazu, sich Lebensmittelvorräte für zehn Tage anzulegen, damit man sich im Ernstfall selbst versorgen kann: zwei Liter Wasser pro Person und Tag, Konserven, warme Decken, Kerzen. Prepper können über solche Hinweise nur müde lächeln. Der Begriff kommt von "to be prepared", also "vorbereitet sein" - und das sind sie. Ausgehend von den USA haben sich Prepper in den letzten Jahren zu einer weltweiten Bewegung entwickelt. In Workshops und Exkursionen beschäftigen sie sich mit der Frage: Wenn wir die Katastrophe überleben, wie überleben wir danach? 1LIVE-Reporterin Simone Schlosser war mit Preppern unterwegs. Sie hat Hamsterkäufe geplant, Vorräte sicher verstaut und in katastrophensicheren Schutzräumen gesessen. Von ihren Erfahrungen erzählt sie in der 1LIVE Reportage "Prepper: Bereit für den Weltuntergang?". Im Rahmen des "Best of 1LIVE Reportage"-Sommerspezials.

Montag 23:04 Uhr rbb Kultur

LATE NIGHT JAZZ

mit Ulf Drechsel rbbKultur-Radio-Konzert - Jazz aus Berlin Im Juni fand unter dem Motto "Two Concerts One Night" das letzte Konzert vor der Sommerpause der Konzertreihe "JAB 105" statt. Der Pianist spielte ein Solo-Set, das er "Suvenýr" nennt. Zwischen Continuum und Kontrapunkt, zwischen Konstruktion und Dekonstruktion, zwischen Improvisation und Komposition eröffnet die Musik von Marc Schmolling einen Kosmos an Möglichkeiten und wird zum Soundtrack für Träume im imaginären "Kopfkino". Konzertaufnahme vom 9. Juni 2020, Berlin, A-Trane bis 00:00 Uhr

Montag 23:05 Uhr Bayern 2

Nachtmix

Blue Monday Musik von Rhythm & Sound, Mulatu Astatke und Ennio Morricone Am Anfang waren Rhythmus und Klang, dann das Wort. Was die zwei Musiker Herr von Oswald und Herr Ernestus in den frühen 90er Jahren begründeten, habe ich später "The Holy Church of Dubtechno" genannt. Aus der Dominikanischen Republik kam deren erster Hohepriester Paul St. Hilaire, aus Montreal einer ihrer wichtigen Apostel, er nannte sich Deadbeat. Jetzt haben die beiden endlich mal wieder eine Messe abgehalten; eine Art Reminiszenz an bessere Zeiten für alle: "Yesterday"s Dreams". Das Werk baut uns im Nachtmix eine swingende Brücke nach Äthiopien zum großen Jazzman Mulatu Astatke, der wiederum eine weitere Brücke nach Australien gebaut hat.. Zusammen mit der Band Black Jesus Experience habt er das wunderbare Album "To Know Without Knowing" aufgenommen. Blackpower & Spirtitualität. Da käme eigentlich Alice Coltrane ins Spiel, die viel zitierte, aber der "holy ghost" lenkt uns zu Dorothy Ashby und ihrer "Fantastic Jazz Harp". Spielen nicht auch Engel Harfe? Dorothy spielte jedenfalls in den 70ern für Minnie Riperton, Stevie Wonder, Bobby Womack oder Bill Withers, in der holy church of soul also, und wurde später von vielen HipHop-Artists verehrt und gepriesen. Wir preisen noch einmal Maestro Ennio Morricone selig im Nachtmix. So sei es.

Sonntag Dienstag