Deutschlandfunk Kultur

Feature

kibbuzWirklichkeit im Radio Die Vögel singen noch in Newe Ur Ein Bericht mit Originalaufnahmen aus einem israelischen Grenzkibbuz Von Bob Uschi Regie: der Autor Mit: Klaus Nägelen, Ursula Jockeit, Joachim Pukaß, Uwe Friedrichsen Produktion: SFB 1970 Länge: 37"49 Diese Doku über einen Kibbuz im Kriegszustand ist wie ein Film im Radio. Ein Fundstück aus dem Jahr 1970. Ein Grenzkibbuz in Israel. Im Mittelpunkt steht eine junge niederländische Familie. Bewohner sprechen über die Arbeit auf den Feldern, die Probleme, die der trockene Boden macht, über die Schwierigkeiten europäischer Juden mit ihrem neuen Leben im Kibbuz. Dazu kommt das Düsengeheul der Kampfflugzeuge, der Einschlag feindlicher Granaten, das Leben in Bunkern und Kellern. In fast filmischen Hörszenen wird die Anspannung des Alltags spürbar. Bob Uschi (1911-1995), niederländischer Zeichner und Radiomacher. Er war Sportkarikaturist, arbeitete als Illustrator für den Sender VARA, illustrierte Bücher. Seit 1948 arbeitete Bob Uschi als Autor fürs Radio, gemeinsam mit Gabri de Wagt begründete er die moderne niederländische Radiodokumentation. Zusammenarbeit auch mit Peter Leonhard Braun. "Die Vögel singen noch in Newe Ur" wurde 1969 mit dem Prix Italia ausgezeichnet. Eine zweite Dokumentation von Bob Uschi, zusammen mit Joop Heintz, erhielt den Prix Italia 1977: "Het jongetje heet Hans". Die Vögel singen noch in Newe Ur
Samstag 18:05 Uhr

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SRF 2 Kultur

Hörspiel

adolf muschg«Der Zusenn oder das Heimat» von Adolf Muschg Das Hörspiel nach der gleichnamigen Erzählung von Adolf Muschg ist ein sprachliches Meisterwerk. Es handelt von einem familiären Inzest-Fall auf einer abgelegenen Alp. Walo Lüönd hat diesen Text 1980 kongenial eingesprochen.
Samstag 20:00 Uhr

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NDR Info

Das Kriminalhörspiel

melanie raabeDie Wahrheit Nach dem gleichnamigen Roman von Melanie Raabe Komposition: Jan-Peter Pflug Bearbeitung und Regie: Sven Stricker Mit Ulrike C. Tscharre, Felix Klare, Brita Subklew, Moritz Zippel, Kerstin Draeger, Hannes Hellmann, Anne Moll, Eckart Dux, Sven Stricker NDR 2017 Was sagt man, wenn der tot geglaubte Ehemann nach siebenjähriger Abwesenheit plötzlich wieder auftaucht? "Schön, dass du wieder da bist"? Bei einer Dienstreise war der Unternehmer Philipp Petersen spurlos verschwunden, und seine Frau Sarah blieb mit dem kleinen Leo allein zurück. Gerade hat sie begonnen, sich von der Vergangenheit zu lösen. Mit zwiespältigen Gefühlen fährt sie zum Flughafen. Doch es ist nicht ihr Mann, der aus dem Flugzeug steigt, sondern ein Fremder. Für Sarah beginnt ein Albtraum. Download für 6 Monate unter ndr.de/radiokunst und als Podcast in der NDR Hörspiel Box. Das Kriminalhörspiel
Samstag 21:05 Uhr

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Bayern 2

Zeit für Bayern

Auer DultDoswidanja Russenschaukel Die letzte Saison für Bayerns ältestes Riesenrad Von Wolf Gaudlitz Kulturwanderung und Exzess Bierwanderwege in Franken Von Tobias Föhrenbach Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 Doswidanja Russenschaukel Die letzte Saison für Bayerns ältestes Riesenrad Von Wolf Gaudlitz Wieder geht ein Stück altes München verloren. Das Riesenrad auf der Auer Dult dreht heuer seine letzten Runden. Seit 1925 ist es im Einsatz: drei Mal im Jahr als Wahrzeichen der Dult und ein Mal auf der Wiesn. Nun sind die Tage des ältesten bayerischen Riesenrads gezählt. Die Eigentümerfamilie hat angekündigt, das Fahrgeschäft nach Ende der Saison im Herbst stillzulegen. Angefangen haben die Geschichten rund um das Riesenrad mit dem Schwabinger Schuster Josef Esterl. Als Folge der Währungsreform in den 1920er Jahren hatten die Leute kaum Geld, um ihre Schuhe flicken zu lassen, und der Schuhmachermeister auch keines mehr, um seine Familie zu ernähren. Esterl wechselte ins Schaustellergewerbe und kaufte auf Kredit eine "besonders schön ausgeschmückte Russische Schaukel". Die 14 Meter hohe Russenschaukel wurde als Dulter Riesenrad schnell bekannt. Wolf Gaudlitz hat zum 90. Geburtstag des Riesenrads ein Porträt verfasst, in dem die heutigen Besitzer und die Besucher erzählen, was sie mit dem nostalgischen Fahrgeschäft verbindet. Zeit für Bayern wiederholt die Sendung zum Start der Auer Maidult. Wer noch einmal ein paar Runden mit dem Riesenrad drehen will, hat heuer die letzte Möglichkeit. (Wiederholung vom 14.09.2014) Kulturwanderung und Exzess Bierwanderwege in Franken Von Tobias Föhrenbach Für die einen ist es die einmalige Möglichkeit in die fränkische Kultur einzutauchen, für die anderen ist es einfach nur eine feucht-fröhliche Gaudi. Die Brauereiwanderung von Gasthof zu Gasthof. Die fränkischen Gemeinden versprechen den Wanderern auf verschiedenen Rundwegen und Etappen neue Perspektiven dank der vielen traditionsreichen Brauereigasthöfe. Doch immer mehr Bier-Touren werden erschlossen und an manchen Wochenenden sind die Wanderrouten heillos überlaufen. Für "Franken - die Heimat der Biere", ist das Fluch und Segen zugleich. Ein Feature über fränkische Ehrenbiertrinker, besorgte Anwohner und gastfreundliche Brauwirte.
Samstag 21:05 Uhr

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NDR Info

Jazz Konzert

rolf kühnRolf Kühn Quartett NDR-Aufnahme aus dem Stage Club, Hamburg vom Januar 2019 Mit Claudia Schober Rolf Kühn gilt als "Deutschlands coolster Jazzer" (Die Welt). Er erlebt noch die Swing-Ära mit und hat sich dann in allen Spielarten des Modern Jazz weiterentwickelte. Heute agiert er freier und mutiger denn je. In diesem Jahr feiert Rolf Kühn seinen 90. Geburtstag. Im Januar hat er mit seinem jungen und frischen Quartett im Stage Club in Hamburg für Begeisterung gesorgt, zusammen mit Lisa Wulff am Bass, Frank Chastenier am Klavier und dem Percussionisten Tupac Mantilla.
Samstag 22:05 Uhr

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SRF 2 Kultur

Late Night Jazz

jimmy giuffreJimmy Giuffre Sein feiner «Chamber Jazz» brachte eine andere Farbe in die freie Improvisation. Mit seinen ungewöhnlich besetzten Trios entwickelte hat Jimmy Giuffre neue, freiere Formen für Zusammenspiel und Klangbewusstsein entwickelt.
Samstag 22:06 Uhr

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NDR Info

Nachtclub Classics

Tommy"See Me, Feel Me..." - Die Rock Oper "Tommy" von The Who wird 50 Jahre alt Mit Goetz Steeger Es war die Zeit der großangelegten Konzepte im Pop. 1968 hatten die Small Faces mit "Ogdens Nut Gone Flake" die erste offizielle Rock Oper veröffentlicht. Pete Townshend schrieb allerdings schon seit 1966 an Songs für den Stoff, aus dem später Tommy werden sollte: Der blinde und taubstumme Junge Tommy erlebt allerlei Symptomatisches - der Vater kehrt aus dem Krieg heim und schlägt den Liebhaber der Mutter tot, Tommy selbst wird innerhalb der Familie misshandelt, von der durchtriebenen "Acid Queen" verführt und zum Weltmeister im Flippern. Als sein Spiegelbild zerbricht, ist er geheilt, kann auf einmal sprechen und wird zum verehrten Messias, dessen Jünger sich von ihm abwenden, als er sich gegen die kommerzielle Ausschlachtung seiner Person wehrt. Abstraktionen und Metaphern von Stoffen, die in der damaligen Jugendkultur von großer Relevanz waren: Kommerzialisierung, Spiritualität, die Suche nach sich selbst. Tommy wurde sowohl verfilmt, als auch als Ballett oder Musical in Szene gesetzt. Die heutige Nachtclub Classics hält sich an das ursprüngliche Who-Album, das im Mai 1969 erschien. Erstsendung Sonnabend, Wiederholung am Mittwoch auf NDR Blue
Samstag 23:05 Uhr

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BR-Klassik

Musik der Welt

Pedro SertanejoCowboys ohne Pferde Musik aus dem Landesinneren Brasiliens Von Helen Hahmann Während die Megastädte São Paulo und Rio de Janeiro in der Berichterstattung über Brasilien oft alle Aufmerksamkeit auf sich zu vereinen scheinen, bleibt das brasilianische Hinterland, die riesigen ländlichen Gegenden, eher unbemerkt. Das gilt auch für die Musik aus den küstenfernen Regionen, aus dem Sertão, dem Regenwald, aus Mato Grosso, Minas Gerais, Santa Catarina oder Goiás. Auf der einen Seite findet man in den ländlichen Räumen Brasiliens regionale Musik, die weitestgehend abgeschirmt von den Mechanismen der globalen Vermarktung existiert. Gleichzeitig hat sich mit der "Música sertaneja" eine in ganz Brasilien enorm erfolgreiche Musikrichtung entwickelt, die an der Schnittstelle zwischen städtischem Leben und ländlicher Kultur angesiedelt ist. Als "Cowboy ohne Pferd" bezeichnete ein brasilianischer Musikkritiker einst den Rancheiro Bob Nelson. Nelson schuf eine hybride Musik, die brasilianische "Música caipira" aus dem Landesinneren mit mexikanischen und nordamerikanischen Elementen mischte. Bob Nelson reiste als Sockenverkäufer durchs Land und machte Musik, wenn es die Zeit eben erlaubte. In den 1940er Jahren entdeckte er durch einen Film über die Alpen das Jodeln und baute es kurzerhand in seine Musik ein. Bis heute hört und spielt man auf dem Land und in den Provinzstädten Brasiliens nicht nur die populären Musiken Samba und Forró, sondern auch "Música caipira", Fandango, "Modas de viola" und Catira. Mit Musik von Bob Nelson, Sérgio Reis, Pedro Sertanejo und anderen, Tonaufnahmen aus der legendären Schallplattenreihe "Música Popular" des Labels Discos Marcus Pereira sowie Walzenaufnahmen aus dem Berliner Phonogramm-Archiv von Theodor Koch-Grünberg und Emil Heinrich Snethlage.
Samstag 23:05 Uhr

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Ö1

Die Ö1 Jazznacht

Ader und Seele: Elfi Aichinger im Jazznacht-Studio. Alexis Morrast bei den INNtönen 2018. Gestaltung: Ines Reiger Sie betritt immer wieder neues musikalisches Terrain. Elfi Aichinger lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Das beweist die oberösterreichische Sängerin, Pianistin und Komponistin einmal mehr mit ihrem neuen Album. "Core" thematisiert das Innerste, das Herzstück, den Kern der Dinge, nach dem Aichinger in der kreativen Arbeit strebt. Ein für sie selbst faszinierender, oftmals auch schmerzhafter Prozess. Ines Reiger bittet Elfi Aichinger zum Gespräch über das neue Werk und präsentiert das Konzert des erst 17-jährigen Sängerinnen-Talents Alexis Morrast aus Newark, New Jersey, und ihres amerikanisch-österreichischen Quartetts beim oberösterreichischen INNtöne-Festival am 18. Mai 2018.
Samstag 23:10 Uhr

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WDR5

Unterhaltung am Wochenende

Horst EversDas neue Soloprogramm von und mit Horst Evers Früher war ich älter Aufnahme vom 22. Februar aus dem Comedia Theater, Köln
Sonntag 00:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Literatur

Tel AvivUnd nachts brüllten die Löwen 110 Jahre Tel Aviv - eine literarische Stadterkundung Von Sigrid Brinkmann Vor 110 Jahren zogen jüdische Siedler Lose aus einer Meeresmuschel und bauten die ersten Häuser Tel Avivs. Der Frühlingshügel, wie Tel Aviv auf Deutsch heißt, sollte eine Art Gartenstadt werden, eine Mischung aus Mustersiedlung und jüdischem Agrardorf. Am 11. April 1909 zogen 66 Familien Lose aus einer Meeresmuschel. Sie wiesen ihnen die Grundstücke in der ersten, noch zu bauenden hebräischen Stadt zu, die bald zum Zentrum der jüdischen Immigration nach Palästina wurde. Die frühe Geschichte Tel Avivs umkreist der Schriftsteller Samech Yizhar, Kind der ersten Generation von Einwanderern. Lizzie Doron erinnert an die verschwundene Welt in dem kleinen Viertel Yad Elijahu, wo Überlebende der Konzentrationslager ihren eigenen Kosmos hüteten. Michal Zamir beschreibt den Wandel in Zahala, einer ehemals exklusiven Siedlung für Armeegeneräle und deren Familien. Und der Lyriker Ronny Someck schwört auf das Tamar in der Sheinkin-Straße, das 1941 gegründete Café, das die Inhaberin Sarah Stern, damals 90 Jahre alt, 2015 schließen musste.
Sonntag 00:05 Uhr

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