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Ö1

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Nachrichten

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Gaukler und Fantast". Christian Rathner, Filmexperte und Filmemacher, macht sich Gedanken zu Federico Fellini, anlässlich dessen 100. Geburtstags. - Gestaltung: Alexandra Mantler Federico Fellini schuf als einer der größten Regisseure der internationalen Filmgeschichte ein unverwechselbares Gesamtwerk. Der am 20. Jänner 1920 in Rimini geborene Regisseur ist gar namengebend für eine Bildsprache, die man eben nur als "fellinesk" bezeichnen kann: groteske Gestalten in zirkusartigen Umwelten, voluminöse Frauen, Traumwelten und skurrile Bilder und Situationen. Fellini begann als Karikaturist, er war Gagschreiber, Begleiter eines Wanderzirkus, Darsteller, Regieassistent und Drehbuchautor, bevor er sich schließlich selbst als Regisseur einen Namen machte mit Filmen wie "La strada", "Die Nächte der Cabiria" oder "Amarcord". Christian Rathner, Filmexperte und Filmemacher macht sich "Gedanken für den Tag" zu Federico Fellini und seiner einprägsamen Bildsprache.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Renate Burtscher. Prokofjews Pyjama, ein barockes Scherzo, la Roxolana, eine berühmte Ukrainerin des 16.Jahrhunderts und Zwischen-zwei- Welten Musik von Eleni Karaindrou. Dirigent Adam Fischer, ein glühender Haydn-Verehrer, dessen Gesamtaufnahme der 104 Symphonien nun auch schon ins 20.Jahr geht, sinniert über die mannigfaltigen Wege musikalischer Gestaltung: "Mein Sohn ist Mathematiker. Er sagte mir, selbst wenn wir nur die drei Grundvarianten nehmen, wie man einen Ton spielen kann, anschwellend, abnehmend oder ausgehalten, kommt man bei einer einzigen Partiturseite rein theoretisch auf mehrere Billionen von unterschiedlichen Interpretationsversionen. Das, versteht sich, ist eine mathematische Spielerei, aber sie zeigt grundsätzlich, wie viele Möglichkeiten wir nutzen können, um Musik lebendig zu machen. Dazu braucht es Fantasie. Die Töne nur zu spielen, ohne über ihren dramatischen Sinn nachzudenken, ist Dienst nach Vorschrift. Und das ist bei Haydn ein Verbrechen- und nicht nur bei ihm."

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Wildbiologe Walter Arnold über Strategien der Wildtiere, den Winter zu überleben. Teil 3: Außen kalt, innen warm. Gestaltung: Maria Harmer "Gämsen, Steinböcke oder Rothirsche schrauben ihre Stoffwechselaktivität im Winter um die Hälfte herunter", erklärt Walter Arnold, Leiter des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Denn die strengen Winter sind für die Tiere auf Grund der niedrigen Temperaturen und des geringen Nahrungsangebotes eine Herausforderung. Eine Herausforderung, an die sie sich im Lauf der Evolution aber gut angepasst haben: Vor Beginn des Winters wird ordentlich gefuttert, werden Fettreserven angelegt. Mit dieser gespeicherten Energie muss sorgfältig umgegangen werden, und dafür haben die Tiere ausgeklügelte Methoden entwickelt. "Die Tiere überleben den Winter nur, weil sie ihre Stoffwechselaktivität vor allem durch das Absenken der Körpertemperatur dramatisch reduzieren", sagt Arnold. Mit miniaturisierten Messgeräten untersuchten er und sein Team die Körperfunktionen von Murmeltieren sowie von Tieren, die keinen Winterschlaf halten, wie Rothirschen, Steinböcken oder Gämsen. Er erzählt von eingebauten Wärmetauschern im Blutkreislauf und bei der Atmung, einem System, das Menschen sich in modernen Heizungstechniken zunutze machen. Und er konnte nachweisen, dass Wildtiere viel weniger Nahrung zu sich nehmen und ihre Mägen dadurch schrumpfen, was den Energieaufwand zusätzlich reduziert. Spannend ist auch, dass Wildtiere vor dem Winter gezielt jene Nahrung zu sich nehmen, die ihnen konkret hilft, die Körpertemperatur auf einem Niveau zu belassen, das die Funktion insbesondere des Herzmuskels ermöglicht. "Es sind beeindruckende Anpassungsstrategien", sagt der Wildbiologe Walter Arnold. Er beschreibt ein "Leben auf Sparflamme". Und er warnt vor Störungen durch den Menschen, da jeder zusätzliche Energieaufwand das Leben des Wildtieres gefährden, im schlimmsten Fall sogar frühzeitig beenden kann.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Der demokratische Rechtsstaat

Mehrheit und Minderheiten (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek "Österreich ist eine demokratische Republik. Die Macht geht vom Volke aus". Lautet Artikel 1 des Österreichischen Bundesverfassungsgesetzes. Die Verfassungsgesetze sollen garantieren, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, "ihre Meinung in gegenseitigem Respekt zu äußern und ihre Anliegen zu vertreten", so zu lesen auf der Homepage des Österreichischen Parlaments. Vertreten werden Bürgerinnen und Bürger durch politische Parteien, die entsprechend der gewählten Stimmenstärke im Parlament Gesetze aushandeln und beschließen. Können sich nun parlamentarische Mehrheiten über die Minderheiten hinweg setzten? Parlamentarische Kontrollmechanismen und die Gewaltentrennung sollen das verhindern. Mehrheiten können zwar den Ton angeben, müssen aber konsensuale Lösungen mit den anderen Parteien suchen. Dass Minderheitenrechte gewahrt werden, dafür sorgen die Gesetze. Diese Prozesse verlaufen nicht linear und sind komplex. Das zeigt sich am Beispiel des Frauenwahlrechtes. Vor 100 Jahren verfassungsmäßig verankert, ist die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Gleichstellung von Mann und Frau heute erst teilweise vollzogen. Noch immer verdienen Frauen durchschnittlich 20% weniger als Männer. Und während Frauen im Bildungssektor und im Sozialen politisch gut verankert sind, ist der Frauenanteil in den Vorständen großer Unternehmen marginal. Im BVG ist auch der Minderheitenschutz klar verankert. Menschen mit Behinderungen müssen die gleichen Chancen erhalten, wie die Mehrheit der Bevölkerung. Wird dieser Rechtsanspruch auch in die Praxis überführt? Und was ist mit der direkten Demokratie? Ist die Abstimmung zu Sachfragen die "Hohe Schule" demokratischer Praxis? Untersuchungen zeigen, dass Lobbyismus und mediale Kampagnen Meinungen schnell manipulieren können. Wer über viel Geld verfügt, kann so die eigenen Interessen durchsetzen. Nicht zuletzt werden demokratische Gesellschaften auch durch die Digitalisierung gefordert. Das Internet als politische Plattform wird nicht nur von Parteien genutzt. Extremistische Gruppierungen radikalisieren und vernetzen sich in der digitalen Welt. Ihr aggressives Auftreten täuscht darüber hinweg, dass es sich um Splittergruppen handelt. Und solange demokratische Gesellschaften nicht regulierend eingreifen, werden diese zu Stimmungsmachern und dominieren den Diskurs.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Das ABC der Speisepflanzen

A wie Apfel, B wie Bohnen, C wie Chili, D wie Dinkel (3). Gestaltung: Nikolaus Scholz, Sabrina Adlbrecht, Ilse Huber *C wie Chili* Sie tragen klingende Namen wie "Caribbean Red", "Golden Treasure" , "Healthy Pepper" oder "Tears of Fire" und begeistern mit ihrer geschmacklichen Vielfalt von höllisch scharf bis mild-würzig die Gaumen von Köchen und Feinschmeckern auf der ganzen Welt: Chilis - die frischen oder getrockneten Schoten der vielfältigen Gattung Paprika (Capsicum). Botanisch gesehen handelt es sich aber eigentlich um Beeren; und tatsächlich waren die Urformen der heutigen Chilis klein und rund wie Vogelbeeren. Als Gewürz wird Chili in den verschiedensten Kulturen verwendet. Es findet sich in indischen und thailändischen Curries ebenso wie in mexikanischer Salsa und im ungarischen Gulasch. Chilis kommen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, vermutlich auch aus Asien und wurden zum Beispiel schon von den Azteken und Mayas als Würzmittel verwendet. Die heutige enorme Vielfalt von über 2.000 Chili- und Paprika-Sorten hat der Mensch aus nur fünf Capsicum-Arten gezüchtet. Schon als Christoph Columbus 1492 Amerika entdeckte, konnten alle dieser kultivierten Arten bereits auf eine Jahrtausende alte Kulturgeschichte zurückblicken. Die großen, fleischigen und süßen Gemüsepaprika hingegen sind im 19. Jahrhundert aus verschiedenen Vorläuferformen gezüchtet und erst in den vergangenen hundert Jahren auf allen Kontinenten verbreitet worden. Bekannt sind grüne, gelbe, orange und rote Chilis. Es gibt aber ebenso dunkelbraune, schwarze, violette und sogar weiße Exemplare. Größen und Formen variieren ebenso wie Geschmack und Schärfegrad. Wie sehr eine Chilischote auf den Schleimhäuten brennt, hängt von der Konzentration des darin enthaltenen Capsaicins ab. Moleküle dieses Alkaloids docken an Schmerzrezeptoren im Mund von Säugetieren an und lösen so die Schärfewahrnehmung aus. Wegen ihrer Inhaltsstoffe wurden Chilis schon sehr früh nicht nur zum Essen und Würzen, sondern auch als Medizin genutzt - gegen Asthma, Husten und Halsweh zum Beispiel oder bei infizierten Wunden. Heute werden Capsaicin-haltige Salben bei Arthritis, Hexenschuss, Muskel- und Nervenschmerzen angewendet. Chilis haben aber noch weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften: So enthalten sie zum Beispiel die antioxidativen Vitamine A, C und E in hohen Konzentrationen. Einem Paprika ist übrigens der Nobelpreis für Medizin oder Physiologie 1937 zu verdanken. Dieser ging damals an den ungarischen Wissenschaftler Albert von Szent-Györgyi von Nagyrápolt, dem es gelungen war, aus einem Exemplar der Gattung Capsicum reines Vitamin C, sprich Ascorbinsäure, zu isolieren. Gestaltung: Sabrina Adlbrecht

09.45 Uhr
Radiokolleg - Töne aus der Vergangenheit

Forscher rekonstruieren Instrumente, Melodien und Klangräume (3). Gestaltung: Madeleine Amberger Wer saß vor zehntausenden Jahren in der Geißenklösterle Höhle und spielte Flöte? Diese Frage können Archäologen - noch - nicht beantworten. Doch wer immer damals in den Höhlen des Schwäbischen Alb lebte, machte Musik. Archäologen fanden eine 43.000 Jahre alte Flöte aus Mammutelfenbein. Ein mindestens ebenso spektakulärer Fund aus derselben Region ist "nur" 35.000 Jahre alt: Die Flöte aus dem Knochen eines Gänsegeiers ist 22 Zentimeter lang, hat fünf Luftlöcher und statt eines Mundstückes eine V-förmige Einkerbung. Doch wie klangen die Töne und Melodien, die Menschen damals spielten? Das wird sich wohl nie rekonstruieren lassen. Denn dazu braucht es zumindest Ansätze einer Notation sowie Überlegungen zu Musiktheorie. Diese finden sich erst in der griechischen Antike. Gedanken zu etwa Harmonielehre sind von den griechischen Philosophen Platon und Aristoteles überliefert. Eines der ältesten erhaltenen Musikstücke ist ein rund 2000 Jahre altes Lied. Der Text und die dazugehörigen Noten sind in einem Grabstein eingemeißelt. Solche Fragmente sowie der Nachbau von antiken Instrumenten wie dem Aulos, einer Flöte mit zwei Zylindern, inspirierten Forscher, alte griechische Musik zu rekonstruieren und aufzuführen. Die Analyse von Tempeln legt den Schluss nahe, dass Menschen schon sehr früh die akustischen Eigenschafte von Räumen berücksichtigten bzw. diese zu nutzen wussten. Die Gänge und Schächte in der 3000 Jahre alten peruanischen Tempelanlage von Chavín de Huántar haben eine überraschene akustische Eigenschaft: Sie leiten die Frequenzen von Muschelhörnern hinaus auf den Zeremonienplatz. In Chichén Itzá auf der mexikanischen Halbinsel Yukatán reflektiert die Pyramide von Kukulkan ein Echo, das dem Ruf eines, von den Maya verehrten Vogels verblüffend ähnlich klingt. In französischen und US-amerikanischen Höhlen des Südwestens klingt das Echo in jenen Räumen am lautesten nach, wo man die meisten Malereien gefunden hat. Forscher stellen zunehmend die Frage: Stecken hinter all dem Zufälle oder Methode? Denn so viel weiß man: Beim Bau früher christlicher Kirchen wurden akustische Prinzipien mitberücksichtigt.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Stefanie Maderthaner Ludwig van Beethoven: Trio für Klavier, Violine und Violoncello c-Moll op. 1 Nr. 3 (Trio Fontenay) Die Klaviertrios op. 1 galten für den 25-jährigen Beethoven als sein erstes vollwertiges Werk. Sie waren es wert, gedruckt zu werden. Unterstützt wurde er in diesen Plänen vom Fürsten Karl Lichnowsky, seinem Gönner, der in früheren Jahren auch ein großer Mozartförderer gewesen war. Doch beide Freundschaften, sowohl die zu Mozart als auch die zu Beethoven, endeten seltsamerweise in Unfrieden. Bei Mozart sogar vor Gericht: Er hatte ausständige Schulden beim Fürsten, die eingeklagt werden mussten. Und bei Beethoven endete die Beziehung zum Fürsten in einem gewaltigen Wutanfall, plus Handgemenge, auf dem Schloss von Lichnowsky im habsburgischen Mähren. Die Dramatik des c-Moll-Trios op. 1 Nr. 3 scheint diese Ereignisse, 10 Jahre davor, schon ein wenig vorauszunehmen.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Die Schrecken der deutschen Sprache". Von Mark Twain. Aus dem Englischen von Gustav Adolf Himmel. Es liest Peter Fröhlich. Gestaltung: Antonia Löffler Zum Deutschen hatte der Schriftsteller Mark Twain ein - freundlich ausgedrückt - angespanntes Verhältnis: Wenn die Sprache so bleiben sollte, "müsste man sie sanft und ehrerbietig bei den toten Sprachen absetzen, denn nur die Toten haben Zeit, sie zu lernen". Was einen erwartet, wenn man es dennoch versuchen will, beschreibt er mit Ironie und trockenem Witz in seinem wahrscheinlich berühmtesten philologischen Essay mit dem vielsagenden Titel "Die Schrecken der deutschen Sprache". Das englische Original erschien erstmals 1880 als Annex seines semi-fiktionalen, satirischen Reiseberichts "A Tramp abroad", zu Deutsch "Bummel durch Europa". Der Text über die Mühen und Frustrationen des Deutsch-Schülers Twain wurde vielfach für sich alleine übersetzt und rezipiert und gilt heute als bekannter als der Band, aus dem er stammt. Stoff genug hatte der Erfinder der Romanfiguren Tom Sawyer und Huckleberry Finn bei einem ausgedehnten Europaaufenthalt mit seiner Familie sammeln können. Seine eigenen Fortschritte beim Erlernen der deutschen Fremdsprache blieben aber - im Gegensatz zu denen seiner Frau und Tochter - gering, Twain schob das auf den Zeitmangel. Das Erlernte setzte er dafür später immer wieder auf humoristische Weise in seinen Kurzgeschichten und Romanen ein. Und auch wenn er das Deutsche für seine Skurrilitäten und Schwierigkeiten scholt und Verbesserungen vorschlug, hegte der Amerikaner Sympathie für die Sprache. In einer Rede vor dem Journalistenclub Concordia Ende der 1890er bezeichnete er sich gar als ihren "treuesten Freund" - wie ernst er es an diesem Abend meinte, sei dahingestellt.

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Andreas Maurer. Klaviermusik jüdischer Komponisten. Ist die Herkunft eines Komponisten für dessen Werke von Bedeutung? Manchmal könnte man den Eindruck gewinnen. Der deutsche Pianist Kolja Lessing setzt sich auf seiner aktuellen CD mit Werken moderner jüdischer Komponisten auseinander. Anhand von fünf exemplarischen Künstlern - Joachim Stutschewsky, Sergiu Natra, Mordecai Seter, Ödön Pàtros und Tzvi Avni - beleuchtet Kolja Lessing subtil die faszinierenden Anfänge der israelischen Musik und spannt gleichzeitig einen Bogen zum Heute. Und schnell wird klar: Es sind der traditionelle Synagogengesang und die geografisch weit verzweigte jüdische Volksmusik, die als tonangebende Vorratskammern für diese zeitgenössischen Klavierminiaturen dienen. Nur mit Hilfe des Klavierklanges bricht Kolja Lessing die alttestamentliche Erde Israels/Palästinas auf und lässt elegische Blüten aus dem archaischen Boden sprießen. Schließlich wird das Spektrum dieser extremen klanglichen Widersprüche, Kontraste und Stilrichtungen miteinander verwoben: kleinste Intervallschritte zu großer Musik, Vergangenes im Gegenwärtigen erfahrbar. Ob jüdisch oder nicht - es ist Musik, die uns alle angeht.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Nationalorchester des Rumänischen Rundfunks, Dirigent: Rumon Gamba; Alexandru Tomescu, Violine. Dumitru Capoianu: Konzert für Violine und Orchester (1957) * Ralph Vaughan Williams: A London Symphony (aufgenommen am 13. Dezember 2019 im Mihail Jora Konzertsaal des Rumänischen Rundfunks). Präsentation: Peter Kislinger

15.30 Uhr
Moment

Sechs Wochenstunden Radio Der neue Fachbereich der steirischen "PTS Deutschfeistritz" Seit Herbst vergangenen Jahres wird an der Polytechnischen Schule Deutschfeistritz, nördlich von Graz, der Fachbereich Radio angeboten. In sechs Stunden pro Woche werden die Schülerinnen und Schüler ein Jahr lang in Disziplinen wie Interviewtechnik, Schnitt und Moderation unterrichtet. Dafür wurde in der Schule ein eigenes Radiostudio eingerichtet. Die so produzierten Sendungen werden laufend im Grazer Online Radio Igel der Pädagogischen Hochschule Steiermark ausgestrahlt. Einmal haben die Schüler bereits von ihrem Schulstudio aus live übertragen. Gestaltung: Jonathan Scheucher Wort der Woche: Marie-Claire Messinger Moment-Echo: Andrea Hauer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Vom "in die Erde Schauen", Teil 2 Als Archäologe sucht Wolfgang Neubauer nach Überbleibseln aus der Vergangenheit, die in der Erde erhalten geblieben sind. Statt danach zu graben, schaut er mit verschiedenen Geräten in die Erde, hat er Rudi schon vergangene Woche erzählt. Damit kann der Wissenschaftler großflächige 3D Bilder machen, die zeigen, was sich unter dem riesigen Steinkreis von Stonehenge befindet oder wie ein Wikinger auf seinem Schiff in einem Hügel in Norwegen begraben wurde. Wolfgang Neubauer: "Überall in Skandinavien gibt's ganz große Hügel und das sind die Grabhügel, in denen die Wikingerschiffe mit ihren Besitzern bestattet wurden. Diese Schiffe hat man an Land gezogen und aufgebaut. Und alle Sachen, die der ins Reich der Toten mitnehmen musste, hat man ihm auf sein Schiff mitgegeben: seinen Besitz, Essen und vor allem: Trinken."

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Praxis - Religion und Gesellschaft

16.40 Uhr
Das Ö1 Gesundheitsmagazin

Ayahuasca San Pedro Aus aller Welt reisen Touristen in den Regenwald Perus, Ecuadors, Kolumbiens oder Brasiliens, um an Ayahuasca-Zeremonien teilzunehmen - oder in die Bergregionen Perus, Ecuadors und Kolumbiens, um San Pedro zu trinken. Unter Ayahuasca versteht man ein Gebräu. Hergestellt wird es aus der gleichnamigen Ayahuasca-Liane und einer Pflanze namens Chacruna. San Pedro, in der indigenen Tradition Wachuma genannt, wird aus dem San Pedro Kaktus gewonnen. Begonnen hat das Interesse des Westens mit der Hippie-Bewegung und dem Aufkommen der Esoterik-Szene - vor allem mit den Büchern des US-amerikanischen Anthropologen und Schriftstellers Carlos Castaneda in den späten 1960er Jahren. Auf einmal reisten immer mehr Gringos nach Mexiko und machten sich auf die Suche nach dem Peyote Kaktus, über den Castaneda in seinen Büchern schreibt. Dieser Kaktus enthält das Halluzinogen Meskalin in natürlicher Form. Doch die Indigenen wollten ihre traditionell heilige Medizin nicht einfach wie an einer Theke ausschenken. Die Szene verlagerte sich deshalb in den Amazonas und zu Ayahuasca und schließlich auch in die Bergregionen zu San Pedro. Heute gehören Ayahuasca und San Pedro zu den berühmtesten Heilpflanzen Lateinamerikas. Immer mehr Touristen versprechen sich durch die bewusstseinserweiternde Wirkung der heiligen Pflanzen spannende Erfahrungen. Andere erhoffen sich durch die Einnahme Hilfe bei Depressionen, Multipler-Sklerose oder Migräne und begeben sich in die Hände schamanischer Heiler. Denn ihre volle Wirkung entfalten die Pflanzen angeblich erst in Kombination mit den dazugehörigen Ritualen. Eine Sendung von Margit Atzler. Redaktion: Christoph Leprich und Nora Kirchschlager

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Die neue CD des attensam-Quartetts. Wie Schnee im August "Wenn's einer kann, dann Attensam!" Dieser Slogan ist der erste Treffer, nach der Eingabe "attensam" in die Suchmaschine, was eigentlich eine Hausbetreuungsfirma verspricht, gilt selbstverständlich auch für das gleichnamige Quartett, das so selten Konzerte gibt wie es im August schneit. Also, fast so selten. Diese vier exzellenten Instrumentalisten/innen haben keine Eile. Vermarktung, Werbung? Da gibt es Wichtigeres! Etwa der echten Wiener Musik den Puls zu fühlen - lebt sie noch? Beim attensam Quartett stellt sich diese Frage nicht! Zumal sie immer auch Neue Wiener Musik spielen, für sich komponieren und arrangieren lassen. Tanz' der großartigen Brüder Mikulas und Tänze von Josef Strauss geraten so in Dialog mit den Schöpfungen von Oskar Aichinger, Christof Dienz (beide seit Beginn dem Quartett verbunden) und Philipp Tröstl - und das alles wird so feinsinnig, aber an den richtigen Stellen auch dreckig gespielt - das ist wie mit den weißen Hemden, sieht man genauer hin, ist der Kragen leicht verfärbt, sind die Manschetten abgestoßen, das Weiß changiert, ein kleiner Fleck - da steckt das Leben drin!

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Wie Ideen aus dem Judentum die Welt veränderten. Mit Wolfgang Sotill, Theologe und Autor. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Viele Ideen aus dem Judentum haben Eingang in andere Religionen und Weltanschauungen gefunden. Dazu gehört beispielsweise das Verbot von Menschenopfern, wie es erstmals in der Opfergeschichte Abrahams um 1800 vor Christus vorkommt. Griechen, Römer, die alten Perser und die Babylonier opferten Neugeborene ihren Göttern. Das Judentum war das einzige Volk der Antike, das solche Praktiken verbot. Dem liegt die Anschauung zugrunde, dass alles Leben von Gott stammt und somit heilig ist. Kaiser Konstantin übernahm 318 das Tötungsverbot, was ihm viel Empörung eintrug. Ebenso machte es der Prophet Mohammed. Weltweite Relevanz sollte auch das Prinzip der Individualität bekommen, das sich zuerst bei Paulus findet und das "Freie und Sklaven" vor Gott gleichstellt. Auch das Prinzip der Eigenverantwortung der Menschen stammt aus dem jüdischen Glauben, erste Quellen stammen aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Im babylonischen Exil versammelte der Prophet Ezechiel die Menschen zum Priesterlosen Gebetsgottesdienst, in dem nun jeder einzelne Gläubige selbst für seine Beziehung zu Gott verantwortlich war. Diese Idee der Eigenverantwortung kann wiederum als Grundlage für die spätere Abschaffung der Sklaverei und auch der Leibeigenschaft betrachtet werden.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama Mittwochsrunde

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Wenn die Zeitzeugen wegsterben Von Lukas Tremetsberger Viele sind schon tot. Wer den Zweiten Weltkrieg erlebt hat, muss heute mindestens 80 Jahre alt sein. Holocaust-Überlebende, Bomberpiloten und Bombenopfer - Zeitzeugen und Zeitzeuginnen sind Träger von Erfahrung und Teil der Zeitgeschichte. Sie werden immer weniger, oder sind zu krank und schwach, um bei Vorträgen oder Interviews von ihrem Leben zu berichten. Für die Wissenschaft sind sie wichtige Quellen, Zeitzeugen tragen mit ihren persönlichen Erlebnissen zu einem kollektiven Umgang mit der Vergangenheit bei. Wie werden Historiker/innen die Aussagen von Zeitzeugen interpretieren, wenn deren Erinnerungsvermögen nachlässt? Wie kann man mit den häufig belastenden Erinnerungen umgehen, die Jahrzehnte zurückliegen und schon oft oder noch nie erzählt wurden? Welche Rolle(n) werden die letzten Zeitzeugen in der Gesellschaft einnehmen, und wer wird ihren Platz füllen? Von den Folgen des Endes der Zeitzeugen für Wissenschaft und Gesellschaft.

19.30 Uhr
Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Gerhard Hafner. Peter Reichelt, Dramaturg der Resonanzen - dem Festival für Alte Musik im Wiener Konzerthaus - mit einer Übersicht über das heurige Festivalprogramm Die Resonanzen - das Festival für Alte Musik im Wiener Konzerthaus - stehen heuer unter dem biblischen Motto "Die Zehn Gebote". Im Rahmen der 28. Festival-Ausgabe ist von 18. bis 26. Jänner jedem einzelnen der zehn Gebote ein Konzert gewidmet. Eröffnet wird der Veranstaltungsreigen mit Georg Friedrich Händels Oratorium "Theodora", in dem musikalisch, dem ersten Gebot "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben" nachgespürt wird. Mit einer Dramatik, die Händels größten Bühnenwerken in nichts nachsteht, erzählt das Oratorium vom Martyrium der keuschen Theodora, die zur Zeit der Christenverfolgung von den Römern hingerichtet wird. Von der Staatsmacht genötigt ihren Glauben zu verleugnen und die Götzen des Zeitgeistes anzubeten, fühlt sie sich aufgefordert, Haltung zu zeigen. Und das bedeutet in diesem Fall, lieber sterben, als so leben zu müssen. Händel selbst bezeichnete "Theodora" als sein Lieblingsoratorium und in der Tat enthält es einige der schönsten Passagen, die er je komponiert hat. Zur Aufführung gebracht wird das dreiaktige Werk vom britischen Originalklangensemble "Arcangelo", dem Arcangelo Chorus, die Titelpartie singt Louise Alder. Am 20. Jänner feiert der kubanische "Conjunto de Música Antigua Ars Longa" ein Fest lateinamerikanischer Barockmusik, um das dritte Gebot "Du sollst den Tag des Herrn heiligen" zu würdigen. Das sechste Gebot "Du sollst nicht ehebrechen", wird durch Kompositionen des, von einem betrogenen Gatten, erstochenen Ascanio Trombetti versinnbildlicht. Seine Madrigale und Motetten bringt die "Capella de la Torre" zum Klingen. Peter Reichelt, der Dramaturg der Resonanzen, ist zu Gast im Studio und gibt einen Überblick über die zehn, in Noten gegossenen, Gebote.

21.00 Uhr
Salzburger Nachtstudio

Bringen Scherben Glück? Gestaltung: Martin Haidinger Mit Fug und Recht kann man sie als einen "Star" der heimischen Wissenschaftsszene bezeichnen: Seit mehr als zehn Jahren steht Sabine Ladstätter an der Spitze des "Österreichischen Archäologischen Instituts" (ÖAI) und seit 2010 leitet sie die Grabungen in der antiken Metropole Ephesos in Kleinasien/Türkei. Haben ihr Scherben buchstäblich Glück gebracht? Nun, die aus Kärnten stammende Ladstätter hat eine ausgezeichnete wissenschaftliche Expertise aber auch große Sorgen: Die politischen Entwicklungen in der Türkei machen den Forscherinnen und Forschern die Arbeit schwer und die österreichische Forschungspolitik bringt zusehends Jungwissenschafterinnen und -wissenschafter hervor, die bloß von Projekt zu Projekt Beschäftigung finden und sich nur mühsam über Wasser halten können. Die prominenteste Archäologin Österreichs im Gespräch mit Martin Haidinger über die Zukunft der nunmehr 125 Jahre währende Forschungsarbeit in Ephesos, über Wissenschaft und Politik, die Popularität der Archäologie in der Öffentlichkeit, und die wachsende Konkurrenz von klassischen Altertumswissenschaften und Naturwissenschaften wie der Genetik in Sachen Erforschung der Menschheitsgeschichte.

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Der demokratische Rechtsstaat. Mehrheit und Minderheiten (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Das ABC der Speisepflanzen. A wie Apfel, B wie Bohnen, C wie Chili, D wie Dinkel (3). Gestaltung: Nikolaus Scholz, Sabrina Adlbrecht, Ilse Huber Töne aus der Vergangenheit. Forscher rekonstruieren Instrumente, Melodien und Klangräume (3). Gestaltung: Madeleine Amberger

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Magazin. Gestaltung: Marlene Schnedl Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen.

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Scheidle Musikauswahl: Beate Linke-Fischer dazw. 03:00 Uhr Nachrichten