Tagestipps im Radio

Tagestipps

Freitag 18:00 Uhr Bremen Zwei

Gesprächszeit: Kermo

Ein hohes Gewaltpotenzial - das wurde Kermo schon mit vier Jahren attestiert. Als Kind hat er mehrfach alle Stationen der Kinder- und Jugendhilfe durchgemacht: verschiedene Heime, Pflegefamilien oder Wohngruppen für gewalttätige Jugendliche. Bei sich selbst habe er früher nie die Schuld gesucht, sagt Kermo heute: "Meine Gewalt ging immer gegen andere". Kermo hat früh gelernt, dass er nichts im Leben geschenkt bekommt. Er fing an Sachen zu klauen, schlug andere zusammen - und rutschte als Jugendlicher vollends auf die schiefe Bahn. Insgesamt drei Jahre hat der heute 27-Jährige wegen Einbrüchen und Raubüberfallen schon im Gefängnis eingesessen. Aber Kermo ist auch Vater von zwei kleinen Kindern und hofft für sie, dass er den Absprung von der Kriminalität schafft. Denn eigentlich will er nur das, was viele möchten: ein Einfamilienhaus mit Garten und Ruhe, und ein Vorbild für seine Kinder sein. Ob das klappt, bleibt ungewiss. Denn der Kampf zwischen Kopf und Herz ist noch nicht ganz entschieden.

Freitag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Der Fall Meng Meng Von Wolfgang Zander Wiederholung: WDR 5 Sa. 17.04 Uhr Krimikomödie über eine Pandaentführung Hauptkommissar Wiese: Bernhard Schütz Dietmar Henschel, Kommissar: Steffen Reuber Oberrat: Matthias Ponnier Brand, Tierpfleger: Hans-Martin Stier Wüstenhagen, Tierpfleger: Ralf Drexler Minister: Matthias Kiel Brauer, Moderator: Andreas Laurenz Maier Sieglinde, BND-Mitarbeiterin: Tanja Schleiff Doktor Wörner, Tierärztin: Tatjana Clasing Kurt Dreyfuß, Zoodirektor: Rainer Homann Frau Wüstenhagen: Nina Vorbrodt Grigori: Mark Zak Regie: Jörg Schlüter Produktion: WDR 2020

Freitag 19:05 Uhr Ö1

matrix - computer neue medien

Bewertungsmanie im Netz Auf Facebook sind es die Likes, auf Instagram und Twitter die Herzerl, auf Amazon die Sternchen: die Währung für Zustimmung, Aufmerksamkeit und Gefallen, wenn wir Fotos, Links und unsere Meinung in Sozialen Netzwerken teilen. Nicht nur unsere Freunde erwarten sich Daumen hoch und somit eine positive Bewertung ihrer Postings; Bewertungsportale wie Tripadvisor oder Yelp verdienen regelrecht Geld mit unseren Sternchen zu Reise- und Erfahrungsberichten. Wir bewerten eigentlich ständig - und wenn nicht freiwillig, dann fragen uns Onlinedienste aktiv nach der Qualität des Restaurantbesuchs und ob man zufrieden mit dem Zustelldienst war. Wie hat Ihnen der Aufenthalt in unserem Hotel gefallen? Bewerten Sie Ihre Airbnb-Gastgeber! Matrix hat sich angesehen, wann und wen wir in unserem digitalen Alltag bewerten.

Freitag 20:03 Uhr SRF 1

Hörspiel

1/4: «Schattenschnitt» von Sunil Mann Vijay Kumar, der «beste und einzige indische Privatdetektiv» der Schweiz, wird Zeuge einer brutalen Messerattacke. Auf der Suche nach den Hintergründen der Tat kommt er - unterstützt von der Transsexuellen Miranda und seinem besten Freund José - illegalen Medikamententests in Mumbai auf die Spur.

Freitag 20:04 Uhr SWR2

ARD Radiofestival. Konzert

Eclat Festival Neue Musik Stuttgart SWR2 JetztMusik in Eclat Kristine Tjøgersen: "Bioluminiscence" für Orchester (2017) Version für Kammerorchester (UA) Zeynep Gedizlioðlu: "Notes from the Silent One" für Streichorchester (2015) Franck Bedrossian: "Don Quixote Concerto" Memories of a knight errant for a pianist, his assistant and a chamber orchestra (2020) Kompositionsauftrag von SWR, Philharmonie Luxembourg - Orchestre Philharmonique du Luxembourg und Jean-Philippe & Françoise Billarant (UA) Christoph Grund (Klavier) Jochen Schorer (Assistent und Percussion) SWR Symphonieorchester Leitung: Pablo Rus Broseta (Konzert vom 6. Februar 2021 im Theaterhaus Stuttgart) anschließend: Enno Poppe: "Der Wechsel menschlicher Sachen" für 12-stimmigen Chor (2020) Kompositionsauftrag des SWR (UA) Marco Döttlinger: "graben / wischen / Feder" für 3 E-Zithern (2019) (UA) Wolfgang Motz: "Oda a la esperanza" für 16 Stimmen und 2 Schlagzeuger (2017/20) (UA) Leopold Hurt: "Rossbreiten" für 3 Zithern und Elektronik (2020) Kompositionsauftrag des SWR (UA) Trio Greifer: Reinhilde Gamper, Leopold Hurt, Martin Mallaun (Zither) SWR Vokalensemble mit Franz Bach und Benedikt Kurz (Schlagzeug) Leitung: Bas Wiegers (Konzert vom 4. Februar 2021 im Theaterhaus Stuttgart) Der Pianist in Franck Bedrossians Klavierkonzert verkörpert einen neuen Don Quichote, dessen Begleiter Sancho Panza im Korpus seines Instruments herumfuhrwerkt. Ein aussichtsloser Kampf? Oder lässt sich gegen die "Windmühlen" der politischen Gegenwart etwas ausrichten? Zeynep Gedizlioðlu gibt in ihrem Werk für Streichorchester den Stillen, Ungehörten eine musikalische Stimme. Die norwegische Komponistin Kristine Tjøgersen ist fasziniert von der Schwarmintelligenz leuchtender (und klimatisch bedrohter) Organismen. Auch Enno Poppe und Wolfgang Motz widmen sich in ihren neuen Chorwerken den großen Fragen der Menschheit.

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Ein viel zu kurzes Dichterleben Über den dänisch-palästinensischen Dichter Yahya Hassan Von Marc Bädorf Regie: Hannah Georgi Produktion: Deutschlandfunk 2021 Sein Gedichtsband "Digte", in dem er von seinem Heranwachsen erzählt und Islamisten und Rechte und Linke angreift, wird mit 120.000 verkauften Exemplaren zum erfolgreichsten Debüt eines dänischen Autors in der Geschichte des Landes. Hassan gibt Interviews und tritt in Fernsehsendungen auf, er wird beleidigt und bedroht, lebt eine Weile mit Polizeischutz. Später trägt er in der Öffentlichkeit stets Waffe und Schutzweste. 2019 veröffentlicht Yahya Hassan seinen zweiten Gedichtsband - wieder biografisch, wieder hochgelobt und vielverkauft. Nur wenige Monate später, im April 2020, stirbt Hassan. Über die Todesursache ist bis heute nichts bekannt, außer: Äußere Gewaltanwendung spielte keine Rolle. Wer war dieser Mann, der sich mit niemanden gemein machen wollte und so überall Feinde fand? Ein viel zu kurzes Dichterleben - erzählt von Verwandten, Freunden, Kritikern, Lesern und Lektoren. Ein viel zu kurzes Dichterleben

Freitag 21:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

70 Jahre Hörspielpreis der Kriegsblinden Der Tod meines Vaters Von Hans Noever Realisation: Hans Noever BR/WDR 1972 Mit Auszügen aus der Preisrede Der Autor erinnert sich an den Tod seines Vaters. Einmal assoziativ im Kreis zufällig anwesender Freunde, ein zweites Mal während einer Autofahrt an den Tegernsee, sozusagen als Alleinunterhalter, möglicherweise, um den Fahrer am Einschlafen zu hindern. Beide Vorgänge sind das Ausgangsmaterial für die Bearbeitung im Studio. "Hans Noever hat ein Originalton-Hörspiel von radikaler Subjektivität geschaffen. Nicht die Phantasie eines Erzählers, sondern konkreter Lebensstoff ist Ursprung des Berichtes. Das Geschehen wird doppelt gebrochen. Der Erzählende kann sich von der Erinnerung nicht lösen, er berichtet - spontan und ohne Selbstschonung - vor zwei verschiedenen Zuhörerkreisen das, was ihn bewegt, in verschiedener Weise. Thema wird dadurch, neben der Hilflosigkeit vor dem Tode, die Erinnerung selbst, ihre Unsicherheit und ihre Entstellung, aber auch ihre tödliche Funktion als Gegenwartsersatz." (Jurybegründung Hörspielpreis der Kriegsblinden 1973) Hans Noever, geb. 1928, Filmregisseur, Schauspieler, Autor. Gründungsmitglied Filmverlag der Autoren. Filme u.a. Zahltag (1972), Der Preis fürs Überleben (1979) mit Michel Piccoli. Weitere Hörspiele Terror oder wann kommt Vetter Enno (WDR 1971), Was hab ich dir zu sagen (WDR 1974).

Freitag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Musikfeuilleton

"Unter den Begnadeten ein Auserwählter" Der Pianist Arthur Rubinstein in Deutschland Von Richard Schroetter (Wdh. v. 23.12.2007) Arthur Rubinstein war einer der meistbewunderten Klaviervirtuosen des 20. Jahrhunderts. Geboren wird er 1887 in der Industriestadt Lodz, die damals im russisch besetzten Sektor von Polen liegt. Im Alter von vier Jahren bringen seine Eltern ihn zu dem berühmten Geiger Joseph Joachim nach Berlin, um seine Begabung prüfen zu lassen. Als zehnjähriges Wunderkind kommt Rubinstein in die damalige Hauptstadt des Klaviers zurück, zieht zu einer Pflegefamilie und wird Schüler des renommierten Klavierpädagogen Heinrich Barth. Im Jahr 1900 debütiert er im Berliner Beethoven-Saal. Nach der Ausbildung zieht es ihn nach Paris, 1939 emigriert er in die USA. Arthur Rubinstein hat die Erinnerungen an seine Berliner Studienzeit in den Jahren um die Jahrhundertwende später als Buch veröffentlicht.

Freitag 22:30 Uhr SR2 Kulturradio

ARD Radiofestival 2021. Das Gespräch: Renate Lasker-Harpprecht befragt von Ruth Jakoby

Die Publizistin Renate Lasker-Harpprecht Die Maxime der Holocaust-Überlebenden Renate Lasker-Harpprecht lautete: "?Ich will mir nicht den Rest meines Lebens von Hitler diktieren lassen"?.

Freitag 23:00 Uhr Bremen Zwei

ARD-Radiofestival: Lesung: Ein Spalt Luft von Mischa Mangel

In "Ein Spalt Luft" erzählt Mischa Mangel einfühlsam vom Leben eines jungen Mannes, der seine eigene Geschichte sowie die seiner Familie umkreist. Dabei montiert er verschiedene Stimmen: die bürokratische Sprache psychologischer Gutachten und Studien, Märchen, Träume, psychotische Tiraden, erzählerische und poetische Sequenzen - eine kunstvolle Collage, ein vielstimmiges literarisches Debüt.

Freitag 23:00 Uhr Cosmo

COSMO Live

Farafi Shishko Disco - COSMO Odyssee 2021: Musik der Metropolen - feiert live den Sommer an der Ruhr. Am 06.08.2021 übertragen wir den Auftritt von Farafi Shishko Disco. Betörende Stimmen und hypnotisierende Percussions prägen den Sound des jungen Duos Farafi. Joy Tyson spielt Cajon, marokkanische Krakebs und die Rahmentrommel, Darlini Singh Kaul die westafrikanischen Ngoni. Gemeinsam balancieren die beiden Musikerinnen zwischen kraftvollen, rein percussiven Stücken und lyrischen Balladen, die sie aus einer geschickten Melange afrikanischer, nahöstlicher und indischer Tradition mit Blues und Popelementen schöpfen. Ihr bewegendes Debütalbum Calico Soul überzeugt zugleich durch Kraft und Verspieltheit ihrer kosmopolitischen Songs. Shishko Disco ist das musikalische Projekt von Mosh Zehavi (Gitarre & Gesang) und der Sängerin Joy Tyson von Farafi. Auch hier erstreckt sich die musikalische Bandbreite weltumspannend von Einflüssen aus dem Balkan, der Türkei und dem arabischen Raum bis zu Gnawa, Latin, Rock und Funk. Begleitet und ergänzt von den unterschiedlichsten leidenschaftlichen Musikern - wie z.B. Oshan Mahony (The TURBANS), Madhav Haridaris (Nadistan), Avi & Ahmed (BUKAHARA), Onkel (Ohrbooten, Aligatoah) faszinieren Shishko Disco durch ihre energetische Performance. Zur Odyssee kommen Farafi und Shishko Disco gemeinsam und versprechen eine brandneue dynamische Show mit Raum für Improvisation und tanzbaren Sound - zuerst jede Band für sich und dann mit der vollen Power gemeinsam!

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

Dann bricht alles Gefühl mit Lebendigkeit hervor Eine Lange Nacht über die Liebe der Engländer zur deutschen Musik Von Stefan Zednik Regie: Beate Ziegs "The English may not like music - but they absolutely love the noise it makes." (Thomas Beecham). Beethovens Neunte Symphonie, das vielleicht populärste Stück der klassischen Musik, wäre kaum entstanden ohne den begeisterten Einsatz englischer Musikliebhaber. Sie erteilten Ludwig van Beethoven dafür 1817 den gut dotierten Auftrag. In einer Zeit, in der die Musik des deutschsprachigen Raumes eine Blüte erlebte und bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts die europäische Musikszene dominierte, luden englische Musikliebhaber immer wieder deutsche Musikerinnen und Musiker ein, um auf der Insel zu musizieren. Händel ließ sich ebenso wie der Bach-Sohn Johann Christian in London nieder, Mozart und Gluck gastierten dort, Haydn schrieb die Londoner Symphonien. Clara Schumann unternahm nach dem Tod ihres Mannes Robert umjubelte Konzerttourneen nach Großbritannien, von ihr stammt das titelgebende Zitat. Man liebte die Musik und zahlte gut. Viele reisten gern auf die Insel und wurden oft frenetisch gefeiert. Woher stammt diese Begeisterung, und warum gibt es im 18. und 19. Jahrhundert so wenig originär englische Musikkreative? Wodurch ändert sich das zu Beginn des 20. Jahrhunderts? Das Verhältnis zwischen englischer und festländischer Musikkultur war lange Zeit keineswegs einseitig. Ein walisischer Chronist bemerkt bereits im 13. Jahrhundert ausdrücklich: "Bei ihren musikalischen Veranstaltungen singen sie nicht einstimmig wie Bewohner anderer Länder, sondern in vielen verschiedenen Stimmen!" Im 20. Jahrhundert endlich finden auch englische Musiker in Deutschland zunehmend Beachtung, im Bereich der Oper etwa ist Benjamin Britten einer der meistaufgeführten Komponisten. Eine "Lange Nacht" über das Wechselspiel von Vorbehalt, Respekt und Begeisterung, das die Gefühle der Engländer zur Musik, vor allem zu deutscher Musik prägt.

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk

Deutschlandfunk Radionacht

Lied & Chanson Zu Gast: Peppe Voltarelli Liederbestenliste: die Platzierungen im August Global Sound: neue internationale Singer-Songwriter-Alben Original im Ohr: ungewöhnliche Coverversionen Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause Peppe Voltarelli ist Cantautore und Crooner, poetisch und politisch, in seiner Heimat Kalabrien verwurzelt und gleichzeitig ein Nomade, der mit seiner Gitarre und seinen Songs um die Welt zieht. Voltarelli bewegt sich in der großen italienischen Tradition des Songwriting, doch für sein aktuelles Album hat er sich hauptsächlich im globalen Archiv bereits existierender Songs bedient. Er singt Bob Dylan, Leo Ferré, Domenico Modugno oder Vladimir Vissotski, und oft tut er es gemeinsam mit Singer-Songwritern aus anderen Kulturen, denen er im Zuge seiner Tourneen begegnet ist. Mit der fast 70-jährigen Tango-Königin Adriana Varela, mit dem legendären kubanischen Liedermacher Silvio Rodriguez oder mit dem während der Entstehung des Albums verstorbenen Spanier Luis Eduardo Aute. "Planetario" ist eine leidenschaftliche Hommage ans Autorenlied vergangener Zeiten und an musikalisch-menschliche Begegnungen.

Donnerstag Samstag