Tagestipps im Radio

Tagestipps

Dienstag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Isabella Kolar Vom Werbegag zum nationalen Symbol 65 Jahre Osborne-Stier in Spanien Von Reinhard Spiegelhauer Der Osborne-Stier, der Toro de Osborne, ist die Silhouette eines Stiers. Der schwarze Riese am Rand spanischer Landstraßen und Autobahnen ist fast jedem Spanienreisenden schon begegnet. Ursprünglich war er einfach eine Werbefigur für spanischen Cognac bzw. Brandy - der erste Stier wurde im Mai 1957 aufgestellt. In Andalusien gilt er seit 25 Jahren auch als historisches Kulturerbe. Dabei ist das Symbol nicht unumstritten: katalanische Separatisten haben mehrfach Osborne-Stiere zerstört. Sie sind 14 Meter hoch, bestehen aus 70 Blechplatten und haben eine Fläche von etwa 150 m² bei einem Gewicht von vier Tonnen. Wie kam es zu ihrer faszinierenden Karriere?

Dienstag 18:30 Uhr SRF 2 Kultur

Kontext

Theater für Kinder: Gut für alle! Wer als Kind gutes Theater gesehen hat, wird auch später nicht auf Kunst und Kultur verzichten wollen. Das gilt umso mehr, je digitaler und komplexer die Gesellschaft ist. Und doch fehlt es dem Theater für ein junges Publikum an der verdienten Wertschätzung. Warum ist das so?

Dienstag 19:00 Uhr HR2

Hörbar Tuomas A. Turunen - "Lifesparks" & mehr Musik grenzenlos

Moderation: Karmen Mikovic Die einfachen Momente im Leben sind manchmal die wertvollsten. So sieht es auf jeden Fall der finnische Pianist Tuomas A. Turunen, der aus diesen scheinbar unwichtigen Momenten die Inspiration für sein neues Album "Lifesparks" erhalten hat.

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Vergiftete Partnerschaft? Wie die Konzerne das internationale Ernährungswesen kapern Von Thomas Kruchem (Wdh. v. 17.08.2021) Internationale Institutionen wie die FAO und der Wissenschaftsverbund CGIAR bekämpfen Hunger. Sie setzen Normen für Landwirtschaft und Ernährung weltweit, sind jedoch von den Regierungen völlig unterfinanziert. Dies nutzen Agrar-, Agrochemie- und Lebensmittelkonzerne. Mit "Partnerschaften" erobern sie Einfluss im globalen Ernährungswesen. Die Folgen seien noch mehr industrielle Landwirtschaft und Junkfood-Konsum statt klimafreundlicher Agrarökologie, sagen Kritiker und warnen vor dem neuesten Coup der Konzerne: Die 15 internationalen CGIAR-Institute, die zur Ernährungssicherheit forschen, könnten unter zentraler Leitung zu Dienstleistern der Industrie mutieren.

Dienstag 20:00 Uhr NDR kultur

Feature

Vorwurf Antisemitismus Vom Umgang mit einem scharfen Schwert Von Heike Brunkhorst und Roman Herzog WDR 2022 Als "scharfes Schwert" bezeichnete Felix Klein, Bundesbeauftragter für jüdisches Leben, den Vorwurf des Antisemitismus. Mit ihm müsse verantwortungsvoll umgegangen werden. Ob das geschieht, und ob tatsächlich genug gegen Antisemitismus getan wird, der ganz überwiegend von rechts, aber auch aus der Mitte der Gesellschaft kommt, daran gibt es Zweifel. Stattdessen, so die Autoren des Feature, nimmt die langjährige Regierungspolitik vor allem Kritik an der Politik des Staates Israel in den Focus. Das führte nicht nur zu Protesten von Intendanten führender Kultureinrichtungen, die eine weltoffene Debatte in Gefahr sehen. Auch Jüdinnen und Juden, die sich kritisch zum Zionismus oder zur israelischen Siedlungspolitik äußern, stehen plötzlich unter Antisemitismusverdacht. Download unter ndr.de/radiokunst und in der NDR Feature Box. 20:00 - 20:03 Uhr Nachrichten, Wetter Feature

Dienstag 20:05 Uhr Bayern 2

Nachtstudio

Sprachen und Fremdsprachen im deutschen Pop Von Jens Balzer . Wann, tuu, zriee, forr, läts go. Eine Urszene des deutschen Pop: Ein junger Mensch steht vor einem Spiegel und versucht, die Posen einzuüben, die bei einem bewunderten Popstar abgeschaut wurden, die Coolness, den Glamour - und die Sprache: Denn cooler, glamouröser, weltläufiger Pop wurde in Deutschland lange Zeit nicht auf Deutsch gesungen, sondern auf Englisch. Die Einübung in die Riten der Popkultur hat hier immer auch bedeutet: dass man sich in eine Sprache einzufinden versucht, die nicht die eigene ist. Als die Rockmusik in den Sechzigerjahren nach Deutschland kommt, singen die Bewunderer der Beatles und Rolling Stones auf Englisch, weil sie sich aus der Kulturtradition ihrer Eltern und aus deren Verstrickung in den Nationalsozialismus befreien wollen - das Singen in der Fremdsprache als Entnazifizierung. Freilich wird schon im Schlager der Fünfzigerjahre in den verschiedensten Sprachen gesungen, die Texte sind durchsetzt mit italienischen, französischen, spanischen Wörtern und werden mit ebensolchen Akzenten vorgetragen: Die Wirtschaftswundergeneration ist vom Fernweh gepackt und lässt sich von Caterina Valente oder Vico Torriani nur zu gern nach Paris, Capri und Hawaii entführen. Dabei erschafft Valente in ihren besten Songs aus der Vermischung verschiedener Sprachen eine Art dadaistisches Patois - mit "Tipitipitipso beim Calypso" beginnt in Deutschland die Lyrik der Postmoderne. In den Siebzigern wenden sich politische Liedermacher den vom Verschwinden bedrohten deutschen Dialekten und Mundarten zu, Sparifankal singen auf Bairisch und Knut Kiesewetter und Hannes Wader auf Plattdeutsch. In den Achtzigern und Neunzigern beginnen Bands wie F.S.K. und Blumfeld, auf Deutsch so zu singen, als wäre es eine Fremdsprache für sie. "Die guten Bücher sind in einer Art Fremdsprache geschrieben", hieß es einst bei Marcel Proust. So ist es auch mit den guten Songs: Sie lassen die eigene Sprache fremd werden und weisen den Weg zu einem anderen Bild von sich selbst. Am 17. Mai erscheint das Buch "Schmalz und Rebellion. Der deutsche Pop und seine Sprache" von Jens Balzer im Dudenverlag.

Dienstag 20:10 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

"Sag nicht, dass du Angst hast" Von Giuseppe Catozzella Übersetzung aus dem Italienischen: Myriam Alfano Bearbeitung: Feridun Zaimoglu und Günter Senkel Hörspielfassung und Regie: Karin Berri Mit Franziska von Fischer, Alicia Löffler, Fabian Müller, Lou Bihler, Peter Hottinger, Nikolaus Schmid, Julia Jentsch, Hannah Hablützel, Dominik Steiner, Julius Griesenberg, Thomas Mathys, Isabel Schaerer, Linn Vogel und Lilly Glavitsch Musik: Trio Kazanchis plus 1 und Martin Bezzola Sound Design: Martin Bezzola Ton: Ueli Karlen Produktion: SRF 2019 Länge: 47"31 Als der Journalist Giuseppe Catozzella im Radio hört, die somalische Athletin Samia Yusuf Omar sei auf der Flucht nach Europa ertrunken, nimmt er Kontakt zu ihrer Schwester auf. Daraus entsteht die Geschichte einer jungen Frau, die nur ein Ziel hatte: Olympia. 2004, Mogadischu im Krieg. Samia Yusuf Omar, die 13-jährige Tochter eines Gemüsehändlers, träumt davon, bei den Olympischen Spielen 2008 für ihr Heimatland Somalia als Läuferin anzutreten. Mit ihrem Freund und "Trainer" Ali nutzt Samia jede freie Minute zum Laufen, auch wenn sie auf der Straße jederzeit von Soldaten aufgegriffen werden können. Nach den neuen Gesetzen der Al-Schabaab-Regierung dürften Samias und Alis Familien nicht miteinander verkehren, weil sie unterschiedlichen ethnischen Gruppen angehören. Selbst als Ali und seine Eltern aus der Stadt vertrieben werden und ihr Vater getötet wird, gibt Samia nicht auf. Mit eisernem Willen trainiert sie allein weiter - und qualifiziert sich tatsächlich für die Olympischen Spiele in Peking. Giuseppe Catozzella, geboren 1976 in Mailand, Journalist und Autor. Catozzella veröffentlichte Theaterstücke, Kurzgeschichten und Romane. Als Journalist arbeitet er für La Repubblica und L"Espresso, zwei der wichtigsten Zeitungen Italiens. Sein Roman "Sag nicht, dass du Angst hast" verkaufte sich in über einer halben Millionen Exemplaren in 40 Ländern und wurde mit internationalen Preisen ausgezeichnet. "Sag nicht, dass du Angst hast"

Dienstag 21:00 Uhr SRF 2 Kultur

Jazz Collection

Die Könnerschaft des Bill Holman Er lässt sein musikalisches Material wachsen und sich entwickeln wie ein liebevoller Gärtner, erzählt mit seiner Musik Geschichten wie ein souveräner Romancier und verliert dabei nie den Kontakt zur Tradition des Swing: Bill Holman, einer der wichtigsten Arrangeure und Komponisten im Jazz.

Dienstag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

Jazz Live

Songs ohne Worte Das Linda Fredriksson Quartett in Tampere Linda Fredriksson, Saxofone Tuomo Prättälä, Keyboards Mikael Saastamoinen, Kontrabass Olavi Louhivuori, Schlagzeug Aufnahme vom 5.11.2021 beim Tampere Jazz Happening 2021 in Finnland Am Mikrofon: Thomas Loewner Mit "Juniper", ihrem Debüt als Bandleaderin, hatte die finnische Saxofonistin Linda Fredriksson eines der herausragenden Alben des Jazz-Jahrgangs 2021 veröffentlicht. Darauf kombinierte sie Demo-Aufnahmen mit Field Recordings von knarzenden Bäumen oder prasselndem Regen und ergänzenden Studio­einspielungen mit ihrer Band. Beim Jazz Happening 2021 in der finnischen Stadt Tampere präsentierte Fredriksson das "Juniper"-Programm erstmals live. Auf den Einsatz von vorbereiteten Tonspuren verzichtete sie dabei. Stattdessen rückten sie und ihr Quartett die Melodien stärker in den Mittelpunkt. Fredriksson sagt über ihre Stücke, sie verkörperten ihre "leise und schüchterne" Seite und seien mehr aus dem Geiste einer Singer-Songwriterin als einer Jazzmusikerin erdacht. In Tampere bildeten sie die Ausgangspunkte für dynamische Improvisationen einer bestens eingespielten Band.

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

-Antenne: Does theory belong in Feature? Wie theoretisch darf eine Doku sein? Zusammenstellung und Moderation: Ingo Kottkamp Ton: Ralf Perz und die Autor:innen Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2022 Länge: 56"30 (Ursendung) Das Feature will mit dem Mikro das pralle Leben festhalten. Kann es den Umweg über die Theorie gehen? Oder ist genau das manchmal der direkte Weg? Frei nach Frank Zappas Does humor belong in music fragt unser Doku-Magazin nach der Theorie im Feature. Plastisch, direkt, nah dran am Leben - so soll Dokumentarkunst sein. Das gilt für den Dokumentarfilm und auch für das Feature, seine Schwester im Radio. Entscheidend ist das Sinnliche: das, was Mikrofon und Kamera den Ohren und Augen geben. Die Theorie dagegen steht im Verdacht, abstrakt, kühl und schwer verständlich zu sein. Realitätsfern also. Aber ist es nicht genau das Ziel von Theorien, die Realität begreifbar zu machen? Und sieht und hört man nicht nur das, was man weiß? Die Feature-Antenne ist ein Raum für Kurzdokus und zugleich ein Raum zum Nachdenken über das Dokumentarische. Also machen wir die Probe aufs Exempel. Mit Features, die in der Schnittmenge von Theorie und erlebter Realität unterwegs sind. Zu hören sind die folgenden Kurzdokus: Kanak Klass Delüxe Von Sebastian Meissner Das Wort Klassismus wird gerade viel diskutiert. Für Murat Güngör, Serhat Karakayali und Sebastian Meissner, die alle aktiv beim Netzwerk Kanak Attak waren, ist es mehr als ein Theoriebegriff. Gemeinsam gehen sie ihre Lebenswege durch. Das Persönliche ist theoretisch Von Judith Geffert Queere Theorie stellt Machtverhältnisse in Frage. Was aber tun, wenn solche Machtverhältnisse auch innerhalb der Institution wirken, in der Theorie gemacht wird? Judith Geffert hat eine Person getroffen, die daraus Konsequenzen gezogen hat. Außerdem führen wir ein Gespräch mit der Dokumentarfilmerin Carmen Losmann, die in Filmen wie Work Hard, Play hard und Oeconomia komplexe Phänomene aus der Wirtschaftswelt in verblüffend luziden Dokumentarfilmen behandelt hat. Wie theoretisch darf eine Doku sein? Feature-Antenne: Does theory belong in Feature?

Dienstag 22:04 Uhr WDR5

U 22 - Unterhaltung nach zehn: UaW (1/2)

Mit Ingo Börchers und Matthias Brodowy WDR 5 Kabarettfest aus Paderborn Mit Erwin Grosche, Wildes Holz und Frank Goosen Aufnahme vom 9. Mai aus der Paderhalle

Montag Mittwoch