Features im Radio

Features

Dienstag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Man Ray Künstler und Fotograf Fritz Lang Filmgenie und Visionär Das Kalenderblatt 17.5.1793 Wackenroder und Tieck proben das romantische Leben Von Simon Demmelhuber . Man Ray - Künstler und Fotograf Autor: Frank Halbach / Regie: Frank Halbach Man Ray war ein Multitalent: Er war Maler, schuf Skulpturen, erschuf Filme und gestaltete Collagen, weltberühmt jedoch wurde er als der Poet der Dunkelkammer, der Dadaist der Fotografie. Erst durch seine Arbeit erlangte Fotografie den Status von Kunst. Man zählt Man Ray zählt zu den wichtigsten Künstlern des Dadaismus und Surrealismus, sein Werk ist allerdings so vielschichtig und facettenreich, dass man es mittlerweile einfach allgemein der Moderne zurechnet. 1921 zog Man Ray von New York in die Welthauptstadt der Kunst. In Paris lebte damals, was Rang und Namen hatte: Man Ray fotoporträtierte sie alle. Noch lieber machte er Aufnahmen von schönen Frauen, die er nicht nur als Motive seiner Bilder liebte. Mit seinem Weg von der Malerei zur Fotografie hob er die Grenzen zwischen "dokumentarischer" und "kreativer" Fotografie auf. Er probierte alles aus, ohne sich je von Konventionen begrenzen zu lassen: "Ich fotografiere nicht die Natur, ich fotografiere meine Visionen." Fritz Lang - Filmgenie und Visionär Autor: Martin Schramm / Regie: Irene Schuck Fritz Lang ist einer der ganz Großen des deutschen Films. Er hat nicht nur durch Meisterwerke wie "Dr. Mabuse", "Metropolis" und "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" in den 20er und 30er Jahren Filmgeschichte geschrieben, er hat sich anschließend auch in Hollywood nochmal ganz neu erfunden. Der Mensch selbst, der diese utopischen, fantastischen Geschichten in Szene setzt, der mit düsteren, sezierenden Bildern Räume erschafft, in denen tragische Figuren mit ihrem Schicksal hadern - dieser private Fritz Lang bleibt bis heute allerdings geheimnisumwittert. Auf seine Zeitgenossen wirkt er "unerbittlich", wird mit "Meister" angesprochen und ist hinter der Kamera als Diktator gefürchtet. Er lässt keine Freiräume, sondern kontrolliert jede Einstellung, jede Bewegung, jede Geste seiner Schauspieler. Für den "Titan des Kinos", den "große Geschichtenerzähler und Bildkompositeur" selbst war die Sache klar: Kino war nicht sein zweites Leben, es war sein eigentliches. Erstsendung BR: 2019 Moderation: Christian Schuler Redaktion: Andrea Bräu

Dienstag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Mangas Der lange Weg zur Gleichstellung Tim und Struppi Der Erfolgscomic aus Belgien Das Kalenderblatt 17.5.1793 Wackenroder und Tieck proben das romantische Leben Von Simon Demmelhuber . Mangas - der lange Weg zur Gleichstellung Autor: Jean Marie Magro / Regie: Martin Trauner Mangas sind auf dem deutschen Buchmarkt spätestens seit der Pandemie richtig angekommen. Die dicken Taschenbücher mit dem markanten Zeichenstil aus Japan boomen hierzulande. Im Jahr 2021 ist der Umsatz um 75 Prozent gestiegen. Kein anderes Genre oder Medium im Belletristik-Markt verzeichnete ein ähnlich großes Wachstum. Kein Wunder, erfreuen sich doch immer mehr Menschen an animierten Fernsehserien auf Streaming-Portalen wie Netflix und Amazon Prime, die diese Bücher als Vorlage nehmen. Longseller wie "Naruto", "Dragonball" und "Detektiv Conan" begeistern Leserinnen und Leser seit Jahrzehnten. Kürzlich wurde der 100. Band der Piratengeschichte "One Piece" veröffentlicht - ein Manga, der weltweit schon über 500 Millionen Exemplare verkaufte. Gleichzeitig kommen immer mehr Geschichten von neuen Autorinnen und Autoren hinzu, jedes Jahr 10.000 Bände allein in Japan. Obwohl das Medium etabliert scheint, schauen immer noch einige im Westen etwas irritiert auf das Schönheitsideal in diesen Werken, vor allem das der Frau: Dünne Taille und ein Vorbau, bei dem ein Mensch der Physik folgend eigentlich nach vorne umkippen müsste. Verkörpern Mangas ein altes, männlichen Wunschvorstellungen entsprechendes Bild? Oder sind sie sogar Vorreiter in einem patriarchalischen Inselstaat? Tim und Struppi - der Erfolgscomic aus Belgien Autorin: Anne Kleinknecht / Regie: Frank Halbach Die Zutaten für einen erfolgreichen Comic? Eine sympathische Hauptfigur, ein treuer tierischer Begleiter und ein kompetentes Expertenteam. Das ist die Besetzung von Hergés Besteller Tim und Struppi. Der belgische Zeichner und Autor weckt den abenteuerlustigen Reporter und seinen treuen Foxterrier 1929 zum Leben. Mit dabei: Kapitän Haddock, seines Zeichens Seefahrer, Alkoholiker und Erfinder markanter Flüche, Schulze und Schultze, zwei ungeschickte Detektive und Professor Bienlein, schwerhöriger, aber genialer Erfinder. Ihre insgesamt 24 Abenteuer sorgen im 20ten Jahrhundert in Europa für Furore, geraten aber auch wegen propagandistischer oder rassistischer Äußerungen in die Kritik. Erstsendung BR: 2016 Moderation: Christian Schuler Redaktion: Thomas Morawetz

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Ich war ein praktisches Mädchen Das ukrainische Tagebuch meiner Mutter Von Mark Zak Regie: Friederike Wigger Produktion: Deutschlandfunk 2022 "Jetzt, wo ich meine Lebensgeschichte abschließend betrachte, möchte ich hervorheben, dass ich mit 22 Jahren völlig alleine blieb; ich verlor Vater, Mutter, zwei Brüder, das Zuhause. Aber ich hatte meinen Arzt-Beruf, der mir das Leben rettete." Die schicksalhafte Beziehung mit Deutschland begann für die jüdische Familie Rogosa aus der südukrainischen Kleinstadt Kachowka bereits im Ersten Weltkrieg. Im Haus der Eltern wurden 1918 deutsche Soldaten einquartiert. Die Eltern hatten ein so gutes Verhältnis zu diesen Männern, dass sie 1941 vor den Nazis nicht flohen. Ihre Tochter Irina Rogosa, die Mutter des Autors, rückte dagegen 1945 als Lazarettärztin mit der siegreichen Roten Armee in Berlin ein.1974 emigrierte sie aus der Sowjetunion nach Köln. Als Opfer fühlte sie sich nie. Eine ukrainisch-deutsche Spurensuche durch ein Leben, so tragisch und wechselvoll wie das Jahrhundert. Ich war ein praktisches Mädchen

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Vergiftete Partnerschaft? Wie die Konzerne das internationale Ernährungswesen kapern Von Thomas Kruchem (Wdh. v. 17.08.2021) Internationale Institutionen wie die FAO und der Wissenschaftsverbund CGIAR bekämpfen Hunger. Sie setzen Normen für Landwirtschaft und Ernährung weltweit, sind jedoch von den Regierungen völlig unterfinanziert. Dies nutzen Agrar-, Agrochemie- und Lebensmittelkonzerne. Mit "Partnerschaften" erobern sie Einfluss im globalen Ernährungswesen. Die Folgen seien noch mehr industrielle Landwirtschaft und Junkfood-Konsum statt klimafreundlicher Agrarökologie, sagen Kritiker und warnen vor dem neuesten Coup der Konzerne: Die 15 internationalen CGIAR-Institute, die zur Ernährungssicherheit forschen, könnten unter zentraler Leitung zu Dienstleistern der Industrie mutieren.

Dienstag 20:00 Uhr NDR kultur

Feature

Vorwurf Antisemitismus Vom Umgang mit einem scharfen Schwert Von Heike Brunkhorst und Roman Herzog WDR 2022 Als "scharfes Schwert" bezeichnete Felix Klein, Bundesbeauftragter für jüdisches Leben, den Vorwurf des Antisemitismus. Mit ihm müsse verantwortungsvoll umgegangen werden. Ob das geschieht, und ob tatsächlich genug gegen Antisemitismus getan wird, der ganz überwiegend von rechts, aber auch aus der Mitte der Gesellschaft kommt, daran gibt es Zweifel. Stattdessen, so die Autoren des Feature, nimmt die langjährige Regierungspolitik vor allem Kritik an der Politik des Staates Israel in den Focus. Das führte nicht nur zu Protesten von Intendanten führender Kultureinrichtungen, die eine weltoffene Debatte in Gefahr sehen. Auch Jüdinnen und Juden, die sich kritisch zum Zionismus oder zur israelischen Siedlungspolitik äußern, stehen plötzlich unter Antisemitismusverdacht. Download unter ndr.de/radiokunst und in der NDR Feature Box. 20:00 - 20:03 Uhr Nachrichten, Wetter Feature

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

-Antenne: Does theory belong in Feature? Wie theoretisch darf eine Doku sein? Zusammenstellung und Moderation: Ingo Kottkamp Ton: Ralf Perz und die Autor:innen Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2022 Länge: 56"30 (Ursendung) Das Feature will mit dem Mikro das pralle Leben festhalten. Kann es den Umweg über die Theorie gehen? Oder ist genau das manchmal der direkte Weg? Frei nach Frank Zappas Does humor belong in music fragt unser Doku-Magazin nach der Theorie im Feature. Plastisch, direkt, nah dran am Leben - so soll Dokumentarkunst sein. Das gilt für den Dokumentarfilm und auch für das Feature, seine Schwester im Radio. Entscheidend ist das Sinnliche: das, was Mikrofon und Kamera den Ohren und Augen geben. Die Theorie dagegen steht im Verdacht, abstrakt, kühl und schwer verständlich zu sein. Realitätsfern also. Aber ist es nicht genau das Ziel von Theorien, die Realität begreifbar zu machen? Und sieht und hört man nicht nur das, was man weiß? Die Feature-Antenne ist ein Raum für Kurzdokus und zugleich ein Raum zum Nachdenken über das Dokumentarische. Also machen wir die Probe aufs Exempel. Mit Features, die in der Schnittmenge von Theorie und erlebter Realität unterwegs sind. Zu hören sind die folgenden Kurzdokus: Kanak Klass Delüxe Von Sebastian Meissner Das Wort Klassismus wird gerade viel diskutiert. Für Murat Güngör, Serhat Karakayali und Sebastian Meissner, die alle aktiv beim Netzwerk Kanak Attak waren, ist es mehr als ein Theoriebegriff. Gemeinsam gehen sie ihre Lebenswege durch. Das Persönliche ist theoretisch Von Judith Geffert Queere Theorie stellt Machtverhältnisse in Frage. Was aber tun, wenn solche Machtverhältnisse auch innerhalb der Institution wirken, in der Theorie gemacht wird? Judith Geffert hat eine Person getroffen, die daraus Konsequenzen gezogen hat. Außerdem führen wir ein Gespräch mit der Dokumentarfilmerin Carmen Losmann, die in Filmen wie Work Hard, Play hard und Oeconomia komplexe Phänomene aus der Wirtschaftswelt in verblüffend luziden Dokumentarfilmen behandelt hat. Wie theoretisch darf eine Doku sein? Feature-Antenne: Does theory belong in Feature?

Montag Mittwoch