Webradio und Livestream

Spezialtipp

Neue SWR-CDs

Bild: SWR/SR/Marco Borggreve

Montag, 20:05 Uhr SWR2

SWR2 Abendkonzert

Neue SWR-CDs

Benedict Kloeckner (Violoncello)

Tagestipp

Heute, 22:00 Uhr MDR KULTUR

Schlachten und Zerlegen

ARD RadioTatort von Dirk Laucke (Ursendung) Während die Lörbener Bevölkerung ausgelassen beim örtlichen Oktoberfest feiert, wird im Schlacht- und Zerlegebetrieb einer angesehenen Landfleischerei die Hand eines ukrainischen Wanderarbeiters geschreddert - und der ist nicht nur nicht versichert. Der als Student getarnte Ukrainer arbeitet zudem weit unter dem gesetzlichen Mindestlohn. Ehe der Vorfall für dessen Arbeitsvermittlerin brenzlig wird, setzt die den Ukrainer mitsamt Ticket an die Haltestelle eines Linienbusses, um ihn schnellstmöglich nach Hause zu schicken. Immerhin hat die Arbeitsvermittlerin ihrerseits einen Vertrag mit "Fleisch King" Conrad Thom zu erfüllen. Doch wenige Stunden später wird der Arbeiter tot aufgefunden. Von seinen Papieren fehlt jede Spur. Nancy Ritter, die frisch gebackene Polizeimeisterin, ist damit beauftragt, Fotos des unbekannten Toten zu dessen Identitätsfeststellung zu verteilen. Doch dank ihres neugierigen Bruders Tommi, der ein True Crime Podcast aufnehmen will, hat Nancy längst Lunte gerochen ... Während selbst Kriminalhauptkommissarin Gesche Kraus vom LKA noch zögert einen Mord in Erwägung zu ziehen, stecken Nancy und Tommi schon tief im Sumpf von Fleischindustrie, Lohndumping und anderen Schweinereien. Dirk Laucke wurde 1982 in Schkeuditz geboren, wuchs in Halle auf und studierte 2004-2008 Szenisches Schreiben in Berlin. Er schreibt für Theater, Film und Hörspiel und führt gelegentlich auch Regie. Dirk Lauckes Stücke setzen sich engagiert und konkret mit sozialen Widersprüchen auseinander und werden an deutschen Bühnen vielfach inszeniert. Für "alter ford escort dunkelblau" erhielt er 2006 den Kleist-Förderpreis für junge Dramatik, eine Hörspielinszenierung des Textes entstand 2008 bei MDR KULTUR. 2011 folgte "Start- und Landebahn". 2010 erhielt Laucke den Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI, 2011 den Georg-Kaiser- Förderpreis des Landes Sachsen-Anhalt. Seit 2020 schreibt er die MDR- Tatorte für die beliebte Hörfunk-Krimireihe der ARD. Regie: Stefan Kanis Produktion: MDR 2021 Sprecher: Maike Knirsch - Nancy Ritter Johannes Kienast - Tommi Ritter Katja Bürkle - Gesche Kraus Matthias Reichwald - Gerd Marchlewski Anna Sophie Schindler - Steffi Schultz Maria Magdalena Wardzinska - Justyna Pawlowska Martin Reik - Christoph Thom Oana Solomon - Ana Olaru Torsten Ranft - Micha Roman Kanonik - Wasja Ruslan Hrushchak - Kolja Ivan Doan - Sloba Nora Schulte - Straßenkehrerin Dorota Lüer - Arbeiterin (54 Min.)

Konzerttipp

Heute, 23:00 Uhr NDR Blue

Nachtclub NDR Blue in Concert

Heute mit Travis (2/2) und Adam Green Der amerikanische Sänger und Songwriter war zum einen Teil der Band The Moldy Peaches, seit 2002 ist er aber vor allem als Solokünstler aktiv. Neun Alben hat er schon allein veröffentlicht und mit Songs wie "Emily" auch amtliche Anti-Folk-Hits gehabt. Wir haben für Euch den Auftritt von Adam Green beim A Summer"s Tale 2016.

Hörspieltipp

Heute, 21:00 Uhr Bremen Zwei

Hörspiel: ARD Radio Tatort: Schlachten und Zerlegen

Während die Lörbener Bevölkerung ausgelassen beim örtlichen Oktoberfest feiert, wird im Schlacht- und Zerlegebetrieb einer angesehenen Landfleischerei die Hand eines ukrainischen Wanderarbeiters geschreddert - und der ist nicht nur nicht versichert.

Featuretipp

Heute, 09:45 Uhr Ö1

Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Willi Warma, Alicia Edelweiss, Brenk Sinatra, Opus (1). Gestaltung: Thomas Mießgang, Ambra Schuster, Stefan Niederwieser, Walter Gröbchen Im Januar 2017 hat das Radiokolleg eine Langzeit-Serie zur Geschichte der österreichischen Popmusik gestartet. Von Ambros bis Qualtinger, von Danzer bis Wanda wird das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands dokumentiert, ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft reflektiert und ihr Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur gewürdigt. *Willi Warma - Der Sound der Stahlstadt* Die Linzer Band Willi Warma war eine Gruppe mit schmalem Werk aber weitreichender Wirkung. Eigentlich in gewisser Weise mehr ein Mythos als eine popmusikalische Realität, die sich zu einer Karriere hätte ausbauen lassen. Willi Warma galten in ihrer Glanzzeit in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren als ´sexiest band alive` und waren weltberühmt in Oberösterreich - doch ihre Strahlkraft reichte durchaus auch für Auftritte im Wiener U 4, wo sie die Hauptstadtbands mit druckvollen Klängen und körperbetonter Bühnentheatralik herausforderten. Der Band um den charismatischen Sänger Kurt Holzinger gebührt die Ehre, die inoffizielle Linz-Hymne "Stahlstadtkinder" komponiert zu haben, die mit ruppigem Offbeat-Rhythmus ein postindustrielles, oppressives Ödland beschreibt: "Stahlstadtkinder immer im Duell / Stahlstadtkinder leben viel zu schnell / Stahlstadtkinder in den Stahlfabriken / Und abends besoffen in den Discotheken" Ansonsten waren Willi Warma, angemessen verrucht nach einem gestrickten englischen Peniswärmer benannt, ein klassische Band des Überganges zwischen zwei jugendkulturellen Milieus: Ursprünglich beeinflusst von den Rolling Stones, den Stooges und den Glamrockbands der frühen Siebziger gehörten sie zu den ersten, die nach London pilgerten und mit Singles von den Sex Pistols und den Clash zurückkehrten. Daraus wurde ein giftiger Cocktail gebraut, zu dem aber auch eine harte, punkige Version des Schlagers "Ich sprenge alle Ketten" von Ricky Shayne gehörte - ein Vorgeschmack auf das, was bald als Neue Deutsche Welle bekannt werden sollte. Zu dieser Zeit wurde in Linz-Urfahr das heute nicht mehr existierende Café Landgraf als unorthodoxe Rock and Roll-Location entdeckt und Willi Warma avancierten zur Hausband einer sich gerade erst formierenden Punk-Szene. Es war eine Zeit der hohen energetischen Verdichtung, in der Willi Warma sich mit den anderen Linzer Lokalheroen Miss Mollies Favourites a la Beatles und Stones matchten - und meistens den Sieg davontrugen, vor allem bei den Girls. Dass daraus nicht mehr gemacht werden konnte, ist ein kleines Drama der österreichischen Popgeschichte. Willi Warma schafften es nie ganz, ihre Live-Energie auf Tonträger zu transformieren und sie pendelten einigermaßen unentschlossen zwischen englischen und deutschen Texten und zwischen Pop, Punk und R B, ohne sich auf eine wiedererkennbare Linie festzulegen. Dabei gelangen immer wieder geniale Songs wie die Konrad Bayer-Vertonung "Niemand hilft mir", doch nie ein Album, das den Stellenwert der Band in der österreichischen Szene markiert hätte. So war die Willi Warma-Ära bereits 1983 wieder vorbei. Mittlerweile sind mit Kurt Holzinger, Peter Donke und Julius Zechner bereits drei der vier Bandmitglieder verstorben. Der Mythos jedoch lebt - bis heute. Gestaltung: Thomas Mießgang

Podcast

NDR Info

Nachrichten

Die aktuellen Meldungen aus der NDR Info Nachrichtenredaktion.

Hören

Hörspiel-Download

SWR 2

Hanna Hartman: Fog Factory

In "Fog Factory" erzählt Hanna Hartman, wie in all ihren Arbeiten der letzten Jahrzehnte, keine Geschichte. Sie fordert uns nicht auf, nach einer Bedeutung zu suchen. Sie möchte einfach, dass wir genau hinhören und die erlesenen, schwer fassbaren Details in ihrem Werk bemerken.

Hören