Features im Radio

Features

Sonntag 13:04 Uhr WDR5

Dok 5 - Das Feature

Forensic Architecture Der Staatsgewalt auf der Spur Von Lorenz Schröter Wiederholung: 20.04 Uhr Am 19. Februar 2020 wurden bei einem rassistischen Terroranschlag in Hanau neun Menschen ermordet. Schon bald gab es heftige Kritik an der Arbeit der Polizei und anderer Behörden. Im Auftrag der Angehörigen nahm die Recherche Agentur Forensic Architecture eigene Ermittlungen auf. "Wir nutzen forensische Methoden, die bisher dem Staat vorbehalten waren, um Fehler der Staatsmacht aufzuspüren" so beschreibt ein Mitglied des Teams von Forensis - der deutschen Schwesteragentur, den Ansatz von Forensic Architecture. 2011 in London gegründet sammelt die überwiegend aus Spenden finanzierte Nicht-Regierungs-Organisation, Daten, Bildern und andere - oft digitale - Spuren um Menschenrechtsverletzungen zu rekonstruieren. Sie erstellte das Modell eines geheimen syrischen Foltergefängnisses in dem Tausende Oppositionelle ermordet wurden, untersuchte tödliche Schüsse israelischer Militärs im Westjordanland und enthüllte die Mitverantwortung Italiens und der EU am Ertrinken von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer. Oft sind Tatortfotos, Aufnahmen von Überwachungskameras oder aus sozialen Medien Quellen, die mit wissenschaftlichen Methoden geprüft, verortet und in Beziehung gesetzt werden. Die Erkenntnisse finden Eingang in Gerichtsverfahren: werden aber auch für Ausstellungen in Museen aufbereitet. Der Spagat ist gewollt: Forensic Architecture versteht sich als Instrument der Aufklärung und trug in Hanau dazu bei, dass Behördenversagen und Rassismus in der hessischen Polizei die Öffentlichkeit wie einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss beschäftigen. Produktion: WDR 2022

Sonntag 14:05 Uhr SWR2

SWR2 Feature

Paroles du Dedans - Stimmen von drinnen Im Gefängnis St. Maur Von Rene Farabet (Produktion: SFB 1993) Die Mauern des Gefängnisse St. Maur in Frankreich schließen Gefangene ein, die eine Langzeitstrafe verbüßen. Zwölf von ihnen dürfen - im Rahmen von Rehabilitationsmaßnahmen - innerhalb der Mauern ein Tonstudio betreiben. Der Radiomacher Rene Farabet hat sie besucht und ihnen zugehört. Er erwartete Gefangene und fand Poeten. Das Gefängnis als akustische Illusionsmaschine, die in großer Langsamkeit die Dialektik von Außen und Innen abbildet. Nur im Studio vergessen die Gefangenen, dass sie im Gefängnis sind. Selbst an diesem Ort entstellter Menschlichkeit ist noch ein System des Austauschs, der Kommunikation möglich.

Sonntag 15:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Unterwegs auf der Seidenstraße Märchen und andere Geschichten Von Jörn Klare Produktion: DRadio 2007

Sonntag 18:00 Uhr HR2

Feature | Schauen, was hinter den Bergen haust

Der berühmte Wanderer | Volker Hochgrebe | Johann Gottfried Seume: "Spaziergang nach Syrakus" In dieser Folge begleiten wir Johann Gottfried Seume, einen geradezu manischen Wanderer. Die Gründe für seine ausgedehnten Streifzüge sind vor allem in der Flucht aus schwierigen Lebensumständen in seiner Kindheit zu sehen.

Sonntag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Nachspiel. Feature

Der Traum von Gold Die Skater-Schule im finnischen Tampere Von Michael Frantzen Skateboard-Schulen gibt es in Europa nur eine Handvoll. Dabei ist Skaten längst keine Randsportart mehr, sondern seit den Olympischen Sommerspielen in Tokio olympisch. Spätestens seitdem träumen einige Jugendliche in Tampere davon, einmal Gold zu holen. In der finnischen Industriestadt hat vor genau einem Jahr Finnlands erste Skater-Schule aufgemacht. Zeit für eine Bilanz. Wie klappt der Unterricht? Wie sehen Theorie und Praxis aus? Wie ist das Verhältnis zwischen Lehrenden - fast alle sind bekannte Skater-Größen - und ihren Schülerinnen und Schülern? Schulleiter Teemu Grönlund jedenfalls hat große Pläne. Auf dem Gelände einer alten Papierfabrik entsteht gerade für viel Geld ein neuer Skater-Parcours, der größte Finnlands.

Sonntag 20:04 Uhr WDR5

Dok 5 - Das Feature

Forensic Architecture Der Staatsgewalt auf der Spur Von Lorenz Schröter Am 19. Februar 2020 wurden bei einem rassistischen Terroranschlag in Hanau neun Menschen ermordet. Schon bald gab es heftige Kritik an der Arbeit der Polizei und anderer Behörden. Im Auftrag der Angehörigen nahm die Recherche Agentur Forensic Architecture eigene Ermittlungen auf. "Wir nutzen forensische Methoden, die bisher dem Staat vorbehalten waren, um Fehler der Staatsmacht aufzuspüren" so beschreibt ein Mitglied des Teams von Forensis - der deutschen Schwesteragentur, den Ansatz von Forensic Architecture. 2011 in London gegründet sammelt die überwiegend aus Spenden finanzierte Nicht-Regierungs-Organisation, Daten, Bildern und andere - oft digitale - Spuren um Menschenrechtsverletzungen zu rekonstruieren. Sie erstellte das Modell eines geheimen syrischen Foltergefängnisses in dem Tausende Oppositionelle ermordet wurden, untersuchte tödliche Schüsse israelischer Militärs im Westjordanland und enthüllte die Mitverantwortung Italiens und der EU am Ertrinken von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer. Oft sind Tatortfotos, Aufnahmen von Überwachungskameras oder aus sozialen Medien Quellen, die mit wissenschaftlichen Methoden geprüft, verortet und in Beziehung gesetzt werden. Die Erkenntnisse finden Eingang in Gerichtsverfahren: werden aber auch für Ausstellungen in Museen aufbereitet. Der Spagat ist gewollt: Forensic Architecture versteht sich als Instrument der Aufklärung und trug in Hanau dazu bei, dass Behördenversagen und Rassismus in der hessischen Polizei die Öffentlichkeit wie einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss beschäftigen. Produktion: WDR 2022

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