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Features

Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Der Ochse Symbol der Güte und Beständigkeit Der Esel Die Entdeckung der Langsamkeit Das Kalenderblatt 9.12.1918 Tristan Tzara veröffentlicht das Manifest des Dadaismus Von Justina Schreiber . Der Ochse - Symbol der Güte und Beständigkeit Autorin und Regie: Susi Weichselbaumer Wild, ungestüm, fruchtbar wie ein Stier - das ist der Ochse nicht. Dafür hat er andere Qualitäten. Kastriert sind Ochsen friedfertig. Genügsam ziehen sie Pflug und Wagen über weite Strecken. Kräftig, aber nicht schnell. Kleinbauern in vielen Ländern der Erde setzen nach wie vor auf Ochsen, weil Maschinen und Traktoren schlichtweg zu teuer sind. In der Agrarwirtschaft der Industrieländer spielt der Ochse kaum mehr eine Rolle, lediglich als Fleischlieferant für das "Spezialitätenregal". Dennoch ist der Ochse präsent: Weihnachten steht er neben dem Kollegen Esel jedes Jahr in der Krippe. Im Frühling lässt er sich regelmäßig zum Pfingstochsen ausstaffieren. Sommer für Sommer tritt er bei diversen Ochsenrennen an. Und dann ist auch schon wieder Weihnachten... Als Symbol der Güte, Beständigkeit, Treue, Opferbereitschaft hatte und hat der Ochse einen festen Platz in Religion und Mythologie. Erstsendung 4. Dezember 2020 Der Esel - die Entdeckung der Langsamkeit Autorin: Christiane Seiler / Regie: Eva Demmelhuber Das Grautier ist eine besonders schillernde Kreatur. Einerseits haftet ihm der Ruf an, störrisch, dumm und faul zu sein, andererseits verlassen sich Menschen seit Jahrtausenden auf seine Zuverlässigkeit und Stärke. Esel wurden früher domestiziert als Pferde und waren zu allen Zeiten vor allem als Träger schwerer Lasten in Gebrauch. Trittsicher und unbeirrbar überqueren Hausesel sogar heute noch Gebirge und Wüsten. Hierzulande sieht man sie gelegentlich mit Schafen auf einer Weide stehen, als Beschützer der Herde. Und auch Maultiere, eine Kreuzung aus Pferd und Esel, werden immer noch gezüchtet. Was aber hat eigentlich der Esel an der Krippe des Jesuskindes zu suchen? Und warum wählen gestresste Großstadtmenschen Esel als Wanderbegleiter? Erstsendung 16. Dezember 2016 Moderation: Yvonne Maier Redaktion: Bernhard Kastner

Freitag 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Wasserstoffland NRW

Freitag 15:05 Uhr SWR2

SWR2 Feature

Fleisch ohne Tier - Doku über eine Industrie im Umbruch das ARD radiofeature Von Jakob Schmidt und Jannis Funk (Produktion: RB 2022) Der Markt für Fleischersatzprodukte wächst rasant. Ohne ein Umsteuern in der Fleischindustrie, sind auch die Klimaziele nicht zu erreichen. Die Branche wittert den Markt der Zukunft und passt sich der veränderten Nachfrage an. Traditionelle Fleischhersteller sind bereits in das Geschäft mit pflanzlichen Ersatzprodukten eingestiegen. Unternehmen aus dem Silicon Valley und Start-Ups planen mit hochtechnologischen Mitteln und Hunderten Millionen Dollar Investment echtes Fleisch im Labor zu züchten. Doch wie nachhaltig sind die Alternativen wirklich?

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

BR-KLASSIK - Das Musik-Feature

Zum 200. Geburtstag des Komponisten César Franck Französische Klangsinnlichkeit und deutsche Formstrenge Von Klaus Meyer Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Siehe auch 22.05 Uhr Er gilt als "Musicien français", als französischer Musiker - er wird dem französischen Kulturkreis zugerechnet, aber er entstammte ihm nicht: Der Komponist und Organist César Franck war deutsch-belgischer Herkunft. Am 10. Dezember 1822 - vor 200 Jahren - wurde er in Lüttich geboren. Doch abgesehen von Kindheit und Jugend lebte er von 1835 bis zu seinem Tod im Jahre 1890 in Paris. Dort schloss er sein Studium ab, war Organist an zahlreichen Kirchen, Professor am Conservatoire und komponierte die meisten seiner Werke. Dass der legendäre Organist eine neue Schule französischer Orgelmusik begründete, macht einen Teil seiner Bedeutung aus; der andere besteht in der Leistung, der von Oper und Ballett dominierten französischen Musikkultur der Zeit, eine Symphonik und Kammermusik von kompositionsgeschichtlicher Relevanz gegeben zu haben. Dabei verbinden sich in Francks Schaffen deutsche und französische Einflüsse zu einem charakteristischen Personalstil - deutsche Monumentalität à la Wagner und Liszt und französische Klangsinnlichkeit, resultierend vor allem aus einer farbigen Harmonik mit überraschenden Akkordfortschreitungen und aparten Zusammenklängen an der Schwelle zum Impressionismus. Unser Musik-Feature skizziert Leben und Schaffen César Francks und wirft einen Blick auf seine Nachwirkung in der französischen Literatur- und Musikgeschichte.

Freitag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Mikrokosmos - Die Kulturreportage

The Cure. Heilung aus dem Grab (4/7) Die stille Pandemie Von Fabian Federl und Yannic Hannebohn Regie: Roman Neumann Deutschlandfunk Kultur 2022 (Teil 5 am 16.12.2022) Weil die Forschung teurer ist als das, was sich mit Medikamenten verdienen lässt, steigen viele Pharmakonzerne aus der Antibiotikaentwicklung aus. Die Bedrohung durch multiresistente Keime aber wächst weiter. Zwei Wochen nach unserem Besuch in der Schweiz rufen wir den ehemaligen Chef von Gerry Quinn an, Paul Dyson. Dyson sagt, im Golden Age der Antibiotika-Entwicklung, in den 50er-, 60er-Jahren, hätten Forscher einfach immer neue Spezies von Pilzen oder Bakterien gesucht. Oft in natürlichen Umgebungen: im Boden, in Pfützen. Diese Stoffe wurden isoliert und zu Medikamenten gemacht. Das war effizient und profitabel, billig und relativ einfach. Doch irgendwann fand man nichts mehr. Nachdem keine Stoffe mehr in der Natur gefunden wurden, begann man Derivate aus alten Stoffen zu machen. Immer neue. Und dann wurde auch das immer schwieriger. Und teurer. Wir besuchen einen Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO, um mit ihm mögliche Lösungen für das Problem zu diskutieren. Aber auch er sagt: Es handelt sich hier um Marktversagen. Der Markt kann nicht leisten, was die Menschheit an Medikamenten aktuell braucht. Und dann meldet sich Gerry Quinn wieder. Er schreibt von einem heiligen Brunnen, an den er uns mitnehmen möchte. Teil 5 wird am 16.12.2022 um 19.15 Uhr gesendet. Alle Folgen können Sie auch jetzt schon online hören unter www.hoerspielundfeature.de. The Cure - Heilung aus dem Grab: Die stille Pandemie (Folge 4) Hören 38:46Hören 38:46

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Jahrgang 1929: Wir hören uns gestern Ein Austausch zwischen Vergangenem und Gegenwart Von Sophie Garke Regie: die Autorin Produktion: Deutschlandfunk 2019 Christa Wolf, Erika Beyer und Hans-Jochen Müller sind am selben Tag geboren: am 18. März 1929. Sie sind einander nie begegnet und befinden sich doch in einem Raum: dem Erfahrungsraum einer Generation, die das Nachkriegsdeutschland geprägt hat. Ihre Enkelinnen treffen sich beim virtuellen Telefonat zum Gespräch. Christa Wolf, die Schriftstellerin, starb im Jahr 2011. Erika Beyer und Hans-Jochen Müller haben ihren 90. Geburtstag bei guter Gesundheit gefeiert: Erika, die einstige Kindergärtnerin und Stadtkämmerin, im Osten Deutschlands. Hans-Jochen, der gelernte Kaufmann, im Westen. An einem fiktionalen Ort kommen sie zusammen: die Tote und die Lebendigen, die DDR-Sozialisierten und der Hesse. Wir hören sie von ihrer Hitler- und Kriegskindheit erzählen und davon, wie es ihnen als Erwachsene in einem geteilten Land erging. Welche Schlüsse ziehen sie aus ihrem Leben, welche Eindrücke hinterlassen sie im Denken und Fühlen der Nachgeborenen? Ist es so, dass sich die Erfahrung einer "verlorenen Jugend" vererbt? Dass die Enkel noch die Traumata der Großeltern spüren - oder sie zumindest besser verstehen als ihre Eltern? Jahrgang 1929: Wir hören uns gestern

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