Features im Radio

Features

Dienstag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Schreibblockaden Der Kampf um den ersten Satz Thomas Mann und die Seinen Im Hofstaat des Zauberers Das Kalenderblatt 20.9.52 v. Chr. Gallische Armee unter Vercingetorix unterliegt Julius Cäsar Von Klaus Uhrig . Schreibblockaden - Der Kampf um den ersten Satz Autorin: Justina Schreiber / Regie: Martin Trauner Studierende, Autoren und Schriftstellerinnen kennen das Phänomen: der Stoff ist gesammelt, das Konzept steht. Aber das Blatt oder der Bildschirm bleiben leer. Wie und wo anfangen? Diese Frage hat schon viele Schreibende in schwere Krisen gestürzt. Besonders der Beginn eines längeren Textes scheint Probleme aufzuwerfen. Aber Schreibblockaden können auch später, etwa gegen Ende eines Projekts auftreten: was, wenn bisher alles Mist war? Die Angst vor Fehlern und überzogene Erwartungen an die eigene Leistungsfähigkeit lassen die Stimme eines inneren Zensors laut werden. Auch Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Vorhabens können wie Stolpersteine wirken. Im schlimmsten Fall versinken AutorInnen im Strudel ihrer negativen Gefühle und geben ganz auf. Doch es gibt schreibdidaktische Tricks, die das Verstummen verhindern. Und vor allem gilt: Nerven bewahren! Denn zu kreativen Prozessen gehören nun einmal auch Zweifel und gewisse Hemmungen. Sie verweisen oft sogar auf Schwachstellen der Arbeit, was unterm Strich ja durchaus bereichernd sein kann. Thomas Mann und die Seinen - Im Hofstaat des Zauberers Autorin: Carola Zinner / Regie: Eva Demmelhuber Es war ein Privileg, dieser Familie zu entstammen. Die sechs Kinder des berühmten Schriftstellers Thomas Mann und seine Frau Katja waren sich ihrer herausgehobenen Stellung wohl bewusst. Für die vier Jüngeren - Golo und Monika, Elisabeth und Michael - wurde das schon früh zur Belastung, während die beiden Ältesten, Erika und Klaus, bereits als Jugendliche versuchten, daraus Kapital zu schlagen. Sie präsentierten sich der Öffentlichkeit als "geniale Kinder eines genialen Vaters". Ihre Erfolge auf der Bühne und als Autoren täuschten allerdings nicht darüber hinweg, dass es letztendlich immer nur der Glanz des "Großschriftstellers" Thomas Mann blieb, in dem sie sich sonnen konnten. Die Eltern ihrerseits banden nach der Emigration aus Deutschland ihre Kinder nach Möglichkeit in den "Hofstaat des Zauberers" ein, um das Fortbestehen von Thomas Manns Karriere zu sichern. Erstsendung 26. Mai 2015 Moderation: Christian Schuler Redaktion: Susanne Poelchau

Dienstag 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Jahresgedenken des Vulkanausbruchs auf La Palma

Dienstag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Frantz Fanon Vordenker des antikolonialen Befreiungskampfes "Ich bin nicht schwarz" Chimamanda Ngozi Adichies Roman "Americanah" Das Kalenderblatt 20.9. 52 v. Chr. Gallische Armee unter Vercingetorix unterliegt Julius Cäsar Von Klaus Uhrig . Frantz Fanon - Vordenker des antikolonialen Befreiungskampfes Autorin: Gerda Kuhn / Regie: Sabine Kienhöfer "Habt den Mut, Fanon zu lesen!" Diese Aufforderung stammt von keinem Geringeren als dem französischen Philosophen Jean-Paul Sartre. Dieser hatte die enorme Bedeutung von Fanons Denken für die Befreiungsbewegungen in aller Welt klar erkannt. Fanon,1925 als Kind einer schwarzen Mittelstands-Familie auf der Insel Martinique geboren, studierte Medizin und Philosophie und arbeitete zunächst als Psychiater. Unter dem Eindruck gravierender Menschenrechtsverletzungen der Franzosen im Algerienkrieg schloss er sich der algerischen Befreiungsfront FLN an. Sein bekanntestes Buch "Die Verdammten dieser Erde" wurde zu einer flammenden Anklageschrift gegen rassistisch motivierte Ausbeutung und zu einer Kampfschrift der anti-kolonialen Linken. Fanons Erstlingswerk "Schwarze Haut, weiße Masken" skizziert eine bis heute gültige Phänomenologie des Rassismus. Der Schriftsteller starb im Alter von 36 Jahren an Leukämie. Erstsendung: 29. Januar 2018 "Ich bin nicht schwarz" - Chimamanda Ngozi Adichies Roman "Americanah" Autorin: Prisca Straub / Regie: Irene Schuck Krause Haare - die perfekte Metapher für Rassismus in Amerika? Ja, meint die Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie, die in Nigeria und in den USA zu Hause ist. Mit den Augen einer Ethnologin blickt sie auf beide Welten und konstatiert: Krauses Haar und der jeweilige Umgang damit eignen sich bestens, um über Fragen der Identität und Zugehörigkeit zu diskutieren: "Wer in den USA gesellschaftlich aktiv und beruflich anerkannt sein will, der glättet sein Haar!" Die international gefeierte Schriftstellerin, die als Wanderin zwischen den Welten Rassismus am eigenen Leib erfahren hat, thematisiert in ihrem 2013 erschienen Bestseller-Roman "Americanah" amerikanischen Alltags-Rassismus. Adichie betrachtet ihn als Folge unverarbeiteter Geschichte, der sich die USA bis auf den heutigen Tag nicht stellen wollen. Die Autorin zeichnet aber auch ein kritisches Bild der afrikanischen Einwanderer von heute: Nur allzu schnell seien sie bereit, sich ein zweites Mal "versklaven" zu lassen: Adichie findet Anpassungsrituale wie geglättete Haare und übertriebenen amerikanischen Akzent einfach lächerlich. Die USA sei eine Gesellschaft, die rund 150 Jahre nach Ende der Sklaverei Afrikaner immer noch nur als "Schwarze" sehe - und Adichie kontert: "Ich bin nicht schwarz - Ich bin Nigerianerin!" Erstsendung: 1. März 2016 Moderation: Christian Schuler Redaktion: Thomas Morawetz

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Collateral Fake? Wikileaks zwischen Verfolgung und Propaganda Von Marc Thörner Regie: Claudia Kattanek Produktion WDR/Deutschlandfunk 2022 Weil er Staatsgeheimnisse ins Netz stellte, wird Julian Assange seit mehr als zehn Jahren von den USA gnadenlos verfolgt. Was ist aus seinem Projekt geworden? Hat sich Wikileaks von Russland instrumentalisieren lassen? In der (drohenden) Auslieferung des inhaftierten Wikileaks-Gründers sehen nicht nur persönliche Unterstützer einen Angriff auf die Pressefreiheit und den Versuch, Whistleblower und unbequeme Kritiker von Machtmissbrauch einzuschüchtern. Doch manches spricht dafür, dass die einst wichtigste Bastion der Gegenöffentlichkeit gar nicht mehr geschleift werden muss. Seit dem Beginn der Ukraine-Invasion fluten Hacker das Netz mit Leaks aus Russland, doch die Plattform hat ihre Zugänge gesperrt. Hinweise mehren sich, dass ihre letzte bedeutende internationale Enthüllung über einen Giftgaseinsatz im Herrschaftsbereich des syrischen Assad-Regimes auf Falschangaben und Manipulation beruht. Einige Medienbeobachter und auch die Rechercheagentur Bellingcat, die selbst in der aufklärerischen Tradition von Wikileaks steht, werfen der Plattform vor, sie habe sich vor den Karren des Kreml spannen lassen. Das Feature führt in Richtung Syrien und Russland, lässt aber auch Weggefährten und den UN-Folterberichterstatter Nils Melzer zu Wort kommen, für den im Fall Assange das Versagen der Rechtsstaatlichkeit im Vordergrund steht. Collateral Fake?

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Kampf gegen das Feuer Deutschland, ein Waldbrandsommer Von Marius Elfering Sommer 2022: Deutschlands Wälder brennen. In Nordrhein-Westfalen, in Brandenburg, in Sachsen ... Im gesamten Bundesgebiet kämpft die Feuerwehr mit den Flammen. Die trockenen, heißen Sommer der vergangenen Jahre, unvorsichtige Bürgerinnen und Bürger, die häufige Machtlosigkeit bei Löscheinsätzen gegenüber dem Feuer: Es sind Faktoren wie diese, die Waldbrände zu einem akuten Problem machen. Und gleichzeitig arbeiten überall in Deutschland Menschen daran, die Brände vorherzusehen, zu kontrollieren und zu verhindern. Sie kämpfen mit Drohnen und Hubschraubern, mit künstlicher Intelligenz und menschlicher Expertise. Weshalb geraten die Feuer trotzdem immer wieder außer Kontrolle? Und was muss passieren, damit diese Katastrophen in Zukunft beherrschbar werden? Eine Reise durch den deutschen Waldbrandsommer.

Dienstag 20:00 Uhr NDR kultur

Feature

Nehmt ihr uns eine, antworten wir alle 20:00 - 20:03 Uhr Nachrichten, Wetter Feature

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Voice Versa Staffel zwei - Sprachen auf Arbeit (1 2/24) Gastgeber: Dominik Djialeu Produktion: Deutschlandfunk Kultur / Goethe-Institut 2022 (Ursendung) Teil 1: Akzente bühnenreif Schauspieler:innen mit Akzent an deutschen Bühnen Von Vera Block Länge: 26"39 Teil 2: You have a new task Lieferdienste und ihre Arbeitsbedingungen Von Tom Wills Länge: 28"20 Teil 3 4 am 11.10.2022, 22.03 Uhr Auf Baustellen und Bühnen, an der Ladenkasse und am Schreibtisch: Überall sprechen wir in verschiedenen Sprachen. Voice Versa erzählt Geschichten aus der mehrsprachigen Arbeitswelt: Ðilàm? Talking about work? Willkommen zur Arbaytsbesprehunk! Teil 1: Unser mehrsprachiger Podcast geht in die zweite Staffel! Und alles dreht sich um Arbeit. Im Theater ist Sprache ein wichtiges Handwerkszeug. Wer dabei einen Akzent mitbrachte, hatte bis vor Kurzem kaum Chancen. Doch das ändert sich langsam. Haben Sie schon mal Peter Handke auf niederländisch gehört? Wenn nicht, dann gibt unser mehrsprachiger Podcast dazu die Chance! Der deutsche Arbeitsalltag ist vielsprachig, aber auf den städtischen Bühnen ist das noch nicht wirklich angekommen. Schauspieler:innen, die einen Akzent mitbringen, werden gerne auf diesen reduziert. Sie spielen dann entweder Klischee-Rollen oder sie werden gar nicht beschäftigt. Aber es ist Bewegung in die Sache gekommen. Vera Block spricht mit Bühnenkünstlerinnen, die es mit Akzent geschafft haben, und mit einer Aktivistin, die für ihre Rechte kämpft. Damit macht sie den Auftakt für 24 neue Folgen von Voice Versa, in denen sich alles um Arbeit dreht. Auf der Baustelle, beim Späti, im Pflegeheim, aber auch am Schreibtisch des Lyrikers, im Studio der Fernsehjournalistin oder beim Business Meeting in der zoom-Konferenz. Welche Auswirkungen Sprache auf die Arbeit hat, wie die Arbeitssprachen unserer Gegenwart klingen und welche Folgen die Geschichte der sogenannten Gastarbeit bis heute hat, das erkundet ein Team mit lauter überraschenden Blickwinkeln und unerwarteten Zugängen - ab sofort alle zwei Wochen mit einer neuen Folge. Teil 2: Die App gibt den Takt vor. Mit dem Boom der Lieferdienste ist eine neue, vielsprachige working class auf Deutschlands Straßen gekommen. Sie kämpft um ihre Rechte und ihre Sichtbarkeit. Und unser mehrsprachiger Podcast hört ihnen zu. We are the new working class! Das ruft eine Aktivistin auf einer Demo. Sie arbeitet bei einem der Lieferdienste, die die Gig Economy auf Deutschlands Straßen bringen. Auf der Arbeit sind die Beschäftigten oft allein mit der App, die sie auf die Piste schickt. Ein kollegialer Small Talk am Rande - Fehlanzeige. Dabei ist der Vernetzungsbedarf groß, denn Gorillas, Lieferando und Co ziehen eine internationale Community an, der sie leicht zu erreichende Arbeit bietet, den solidarischen Einsatz für gute Arbeitsbedingungen aber schwer macht. Autor Tom Wills hat viele von ihnen am Rande ihrer Touren besucht und lässt sich auf Englisch von ihrem Arbeitsalltag erzählen. Voice Versa - Sprachen auf Arbeit. Folge 1 Akzente bühnenreif mehr Beiträge

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