WDR5

Dok 5 - Das Feature

südafrikaEnde des Regenbogens? Südafrika am Scheideweg Von Birgit Morgenrath Aufnahme WDR/DLF 2019 Das Land am Kap, zweitgrößte Wirtschaftsmacht auf dem Kontinent - befindet sich in der schwersten Krise seit dem Ende der Apartheid vor rund 25 Jahren. Damals war der "African National Congress", ANC, mit dem Slogan "a better life for all" bei den ersten demokratischen Wahlen angetreten. Heute scheint Mandelas Traum einer Regenbogengesellschaft ausgeträumt. Durch Korruption und Nepotismus hat der ANC stark an Glaubwürdigkeit verloren. Bei Kämpfen um die staatlichen Pfründe werden zahlreiche Verbrechen bis hin zu Mord begangen. Zwar steht seit Anfang 2018 der Geschäftsmann und Ex-Gewerkschaftsführer Cyril Ramaphosa an der Spitze des Staates. Aber es ist nicht ausgemacht, ob der neue Präsident die gewaltigen Probleme der Wirtschaftsrezession mit steigender Arbeitslosigkeit und Armut bis zu den Parlamentswahlen im Mai 2019 in den Griff bekommt. Die Proteste der ungeduldigen Bevölkerung nehmen zu. Mit der populistischen Partei Economic Freedom Fighters, die unter anderem zu Landbesetzungen und Landenteignung aufruft, ist dem ANC eine ernsthafte Konkurrenz entstanden. In den Townships warten zahllose Selbsthilfe-Initiativen nicht länger auf politische Taten - und fordern gleichzeitig vehement soziale Verbesserungen und eine gerechte Gesellschaft. Wiederholung: 22.04. 00.05 Uhr
Sonntag 11:04 Uhr

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Bayern 2

Bayern 2 am Feiertag

bauhausDas Bauhaus ist tot. Es lebe das Bauhaus. Begräbnis und Wiederauferstehung einer Institution in sieben Stationen Von Moritz Holfelder Wiederholung um 18.05 Uhr Der bei München lebende Architekt Axel Tilch und der Fotograf Hans Engels spürten im Sommer 2018 dem Bauhaus nach. Sie machten Bilder und schrieben Texte zu allen berühmten wie auch zu weniger bekannten Gebäuden von Bauhausarchitekten wie Walter Gropius, Marcel Breuer und Ludwig Mies van der Rohe. Sie begaben sich für einen Bildband auf eine Spurensuche quer durch Deutschland. Und sie stellten sich die Frage, welche Bedeutung die angeblich wichtigste Schule für Architektur, Design und Kunst des 20. Jahrhunderts heute noch hat. "Das Bauhaus war visionär, und dennoch arg in seiner Zeit verhaftet. Es ist an der Zeit, Abschied von ihm zu nehmen", sagt der Architekt und ehemalige Bauhaus-Direktor Philipp Oswalt. Zum Jubiläum in diesem Jahr will er - im Juni - das Bauhaus symbolisch mit seinen Mitstreiter*innen zu Grabe tragen: "Ein rettendes Requiem" heißt die Performance in der Berliner Volksbühne. Moritz Holfelder geht in seinem Feature der Frage nach, welche Bedeutung das Bauhaus 100 Jahre nach seiner Gründung für zeitgenössische Architekten hat. Inwieweit die Visionen der zwanziger Jahre in aktuellen Gebäuden noch aufscheinen - etwa, wenn es um da s Wohnen der Zukunft geht oder um die Synergien zwischen Handwerk, Kunst und Architektur. Er spricht mit Architekten, die meinen, man solle das Bauhaus endlich ruhen lassen, und er besucht die Pritzker-Preisträger des katalonischen Architektenteams RCR in der Vulkangegend rund um Olot, nordwestlich von Barcelona. Das Büro ist international die renommierteste Gruppe, die das Bauhaus wiederbeleben will. "Die Ideen, die vor 100 Jahren in die Welt gesetzt wurden, sind heute wichtiger denn je", sagt die Architektin Carmen Pigem. Ausgehend von den Originaltexten der Bauhaus-Pioniere untersucht der Autor, inwieweit der Mythos dieser Institution noch lebt und weitergedacht werden kann.
Sonntag 11:05 Uhr

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NDR Info

Das Feature

Der alte Bob Ein Bericht aus der Kunstszene Von Alexa Hennings DLF 2017 Wer ihn nicht kennt, denkt: Penner. Doch der 86-Jährige ist eine Szenegröße, ihm einen auszugeben, eine Ehre. Als Junge wollte Robert gern zur Hitlerjugend, die nahmen keine Juden. Das kapierte er nicht. Vor allem die Trommeln reizten ihn, der Rhythmus, der Krach, das Martialische. Seine Mutter floh mit ihm nach England. Nach dem Krieg: Amerika. Kunststudium, Galeriegründung, Scheitern. 1968 baute er das erste Steel Cello, eine Skulptur aus Stahl, die mit einem Bogen gespielt werden kann. Er tourt durch die Welt, landet 1989 wieder in Berlin. Und bleibt. Ein Instrument hat er schon lange nicht mehr verkauft, in den Galerien läuft es schlecht. Ein Netz von Freunden trägt den alten Bob. Wie andere ins Büro gehen, schlurft er in die Klubs und lässt es richtig krachen. Download unter ndr.de/radiokunst und als Podcast in der NDR Feature Box
Sonntag 11:05 Uhr

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WDR3

WDR 3 Kulturfeature

stockhausenDie Nachlassverwalterinnen Von Sabine Fringes Aufnahme des NDR 2018 Karlheinz Stockhausen ist einer der großen Komponisten der Neuen Musik, der auch für die Aufführungspraxis neue Impulse setzte. Seinen Lebensmittelpunkt hatte er über viele Jahre in Kürten, im Bergischen Land. Hier entstand an der Seite zweier Musikerinnen ein einzigartiges Lebens- und Arbeitsmodell. Die Musikerinnen Suzanne Stephens und Kathinka Pasveer waren gut drei Jahrzehnte lang die Lebensgefährtinnen von Karlheinz Stockhausen. Sie lebten bis zu seinem Tod eine "ménage à trois" in einem eigens dafür konzipierten Haus in Kürten. Bis heute dreht sich das Leben der beiden ganz um sein Schaffen: Sie sind Stockhausens Nachlassverwalterinnen. Sabine Fringes besucht die Musikerinnen auf Stockhausens Anwesen. Dort spricht sie mit ihnen über diese besondere Konstellation, fragt sie danach, wie es war, in die Umlaufbahn eines solch großen Künstlers zu geraten.
Sonntag 15:04 Uhr

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HR2

Feature

hans-joachim simm"Ach nur einmal noch im Leben" - Von Abschied und Wiedersehen | Hans-Joachim Simm "Willst du schon gehn?", fragt Julia und bittet Romeo zu bleiben: "Der Tag ist ja noch fern. / Es war die Nachtigall und nicht die Lerche, / die eben jetzt dein banges Ohr durchdrang." Bewegend ist der kurze Abschied der Liebenden, schmerzlich die endgültige Trennung.
Sonntag 18:04 Uhr

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Bayern 2

Bayern 2 am Feiertag

Axel TilchDas Bauhaus ist tot. Es lebe das Bauhaus. Begräbnis und Wiederauferstehung einer Institution in sieben Stationen Von Moritz Holfelder Wiederholung von 11.05 Uhr Der bei München lebende Architekt Axel Tilch und der Fotograf Hans Engels spürten im Sommer 2018 dem Bauhaus nach. Sie machten Bilder und schrieben Texte zu allen berühmten wie auch zu weniger bekannten Gebäuden von Bauhausarchitekten wie Walter Gropius, Marcel Breuer und Ludwig Mies van der Rohe. Sie begaben sich für einen Bildband auf eine Spurensuche quer durch Deutschland. Und sie stellten sich die Frage, welche Bedeutung die angeblich wichtigste Schule für Architektur, Design und Kunst des 20. Jahrhunderts heute noch hat. "Das Bauhaus war visionär, und dennoch arg in seiner Zeit verhaftet. Es ist an der Zeit, Abschied von ihm zu nehmen", sagt der Architekt und ehemalige Bauhaus-Direktor Philipp Oswalt. Zum Jubiläum in diesem Jahr will er - im Juni - das Bauhaus symbolisch mit seinen Mitstreiter*innen zu Grabe tragen: "Ein rettendes Requiem" heißt die Performance in der Berliner Volksbühne. Moritz Holfelder geht in seinem Feature der Frage nach, welche Bedeutung das Bauhaus 100 Jahre nach seiner Gründung für zeitgenössische Architekten hat. Inwieweit die Visionen der zwanziger Jahre in aktuellen Gebäuden noch aufscheinen - etwa, wenn es um da s Wohnen der Zukunft geht oder um die Synergien zwischen Handwerk, Kunst und Architektur. Er spricht mit Architekten, die meinen, man solle das Bauhaus endlich ruhen lassen, und er besucht die Pritzker-Preisträger des katalonischen Architektenteams RCR in der Vulkangegend rund um Olot, nordwestlich von Barcelona. Das Büro ist international die renommierteste Gruppe, die das Bauhaus wiederbeleben will. "Die Ideen, die vor 100 Jahren in die Welt gesetzt wurden, sind heute wichtiger denn je", sagt die Architektin Carmen Pigem. Ausgehend von den Originaltexten der Bauhaus-Pioniere untersucht der Autor, inwieweit der Mythos dieser Institution noch lebt und weitergedacht werden kann. Redaktion: Kultur aktuell 2019
Sonntag 18:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Freistil

prekäre LebenslageDie Kunst, von der Kunst zu leben Die prekäre Lebenslage von Künstlern Von Egon Koch Regie: Uta Reitz Produktion: Dlf 2019 Obwohl heute einzelne Kunstwerke für viele Millionen Euro versteigert werden, hangeln sich viele deutsche Künstler mit Hungerlöhnen durchs Leben. 80 Prozent müssen einer Nebentätigkeit nachgehen. Ihre prekäre Lebenslage lässt kaum Spielraum, sich frühzeitig finanziell abzusichern - Altersarmut ist programmiert. Gernot Bubenik und Lisa Peters sind Künstler aus zwei Generationen. In den 1960er-Jahren wurde Bubenik gefeiert. Dann setzte er sich für die Gründung der Künstlersozialkasse ein, was dem Kunsthandel missfiel. Im Alter lebt er nun am Existenzminimum. Meisterschülerin Peters steht am Anfang ihrer Karriere. Mit Nebenjobs hält sie sich finanziell über Wasser. Im bedingungslosen Grundeinkommen sähe sie eine Chance, nur noch Kunst zu machen. Das Feature geht der Frage nach: Was ist unserer Gesellschaft die Kunst überhaupt wert? Die Kunst, von der Kunst zu leben
Sonntag 20:05 Uhr

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Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

michelangelo buonarottiMichelangelo Buonarotti. Der Maler als Dichter. Feature von Barbara Zeithammer Eine Pietà im Petersdom, der überlebensgroße David aus Marmor, die monumentalen Fresken in der Sixtinischen Kapelle - Michelangelo Buonarroti wurde von seinen Zeitgenossen "Il Divino - der Göttliche" genannt. Der Künstler selbst sah sich in erster Linie als Bildhauer, doch er war auch Maler, Architekt und Dichter und leistete auf all diesen Gebieten etwas Bedeutendes. Neben seinen bildnerischen Werken sind von Michelangelo heute etwa 300 Gedichte erhalten, von denen ein großer Teil seiner langjährigen Freundin Vittoria Colonna und seinem Freund Tommaso de" Cavalieri gewidmet ist. Diese Gedichte seien "Denkmäler seiner inneren Entwicklung", schrieb Carl Frey 1897 in der ersten kritischen Edition einer Gesamtausgabe. Aus den Gedichten sei "der innere Roman seines Lebens ersichtlich", schrieb Georg Simmel in seinem Aufsatz "Michelangelo als Dichter" und weiter: "Er war unliebenswürdig und ungehobelt in seinem Auftreten und zeigte doch in seinen Gedichten, wie weich und widerstandslos, von zartestem Empfinden durchgeistet, sein Inneres war". Wenn Michelangelo von seinen Gefühlen übermannt wurde, legte er Meißel und Pinsel beiseite und griff zur Feder: "Er warf sich gegen die Sprache mit der ganzen Wucht seines im Stein nicht unterzubringenden Gefühls", schrieb Rainer Maria Rilke, der viele von Michelangelos Gedichten übersetzte.
Sonntag 20:15 Uhr

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