Tagestipps

Freitag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Publikumswunsch: Ein toter Hahn wird selten fett (1/2) Zweiteiliges Kriminalhörspiel Von Jutta Motz Gefährliches Erbe eines Ehemannes Ruth: Susanne Uhlen Almuth: Nina Hoger Marlene: Angelika Bartsch Hertha: Gisela Zülch Klaus: René Heinersdorff Borell: Hermann Lause Portier / Telefonstimme: Karlheinz Tafel Stöckli: Siegfried Kernen Sophie: Elisabeth Volkmann Billroth: Jürg Löw Meinrad: Charles Wirths Regie: Annette Kurth Produktion: WDR 2000 Wiederholung: WDR 5 Sa 17.04 Uhr

Freitag 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Tandem

Bryan Ferry - Der King of Cool wird 75 Von Christiane Rebmann Anfang der 70er-Jahre machte der britische Musiker Bryan Ferry mit der Art Rock Band Roxy Music und Songs wie "Virginia Plain" oder "Do The Strand" Furore. Parallel baute sich der ehemalige Kunstlehrer eine bis heute währende erfolgreiche Karriere als Solokünstler auf - vorzugsweise mit Coverversionen bekannter Songs, die er in eleganten, geschmeidigen, manchmal ans Kitschige grenzenden Glam Pop verwandelte. Ihm verdankt er das Image des Mr. Cool. Wir feiern Bryan Ferrys 75. Geburtstag mit einem Porträt.

Freitag 19:05 Uhr Ö1

matrix - computer neue medien

Wie das Audioformat MP3 unsere Hörgewohnheiten verändert Ob Beethoven-Symphonie, Hörbuch oder Podcast, fast alles was wir heute im Internet zu hören bekommen, klingt nicht so, wie es ursprünglich im Konzertsaal oder Tonstudio geklungen hat. Es wurde digital komprimiert und verkleinert, um es für den Datentransport zu optimieren. Doch lassen sich komprimierte Musikformate wirklich vom analogen Original unterscheiden wie Audiophile behaupten? Anna Masoner fragt anlässlich des Ö1-Hör-Schwerpunkts nach, was das für unsere Hörgewohnheiten bedeutet.

Freitag 20:00 Uhr Ö1

Kabarett direkt

Gery Seidl live aus dem Tullner Danubium: Hochtief Moderation: Barbara Stöckl Hoch und Tief - lasst uns surfen auf den Wellen des Lebens! Bleibt auch die Suppe dünn, wir löffeln sie brav. Tagein. Tagaus. Steckt doch in jedem von uns ein tapferer kleiner Don Quijote, der mit dem Rasierbecken am Kopf mutig die Alltagsarena betritt. Nur sind unsere Windmühlen längst digitalisiert, sprechen mit uns in 0 und 1. Und abends, wenn wir erschöpft in die Federn sinken, kauen wir nach dem Gutenachtgebet noch die ToDo-Listen für den nächsten Tag durch. Nie is nix. Doch Hoch und Tief ist immer nur der Blickwinkel, denn bei allem Laufen zählen am Ende des Lebens nur die Momente, in denen wir glücklich sind.

Freitag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Passage

Chiles kybernetischer Traum von Gerechtigkeit Projekt Cybersyn (1/2) Beflügelt von der Aufbruchstimmung im sozialistischen Chile der Allende-Zeit entwickelt eine Gruppe von Ingenieuren ein Computernetzwerk, mit dem die Wirtschaft des gesamten Landes gesteuert werden soll - ein Experiment, das wie Science-Fiction anmutet: Projekt Cybersyn.

Freitag 20:03 Uhr SRF 1

Hörspiel

«Liebesgeständnis» von Fred Kassak Ein älteres Paar und ein jüngeres Paar. Gastgeber und Gäste. Schauplatz: ein einsames Landhaus irgendwo in Frankreich. Man ist höflich, unverbindlich, distanziert. Aber dann beginnen Madame und Monsieur ihre Mieter zu belauschen. Warum? Und was führen der junge Herr und seine Begleiterin im Schilde?

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Herrscher am Ende Die verschollenen Tonbänder des Politbüros Von Lydia Heller und Johannes Nichelmann Regie: Johannes Nichelmann Produktion: Deutschlandfunk 2020 Die Mauer ist seit über zwei Monaten gefallen - die DDR als Staat aber existiert noch. Im Januar 1990 treten 15 Mitglieder und Kandidaten des gestürzten Politbüros der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands vor ein Schiedsgericht. Das parteiinterne Gremium soll entscheiden, ob die Genossinnen und Genossen aus der SED ausgeschlossen werden sollen, oder nicht. Haben sie die Ideen des realexistierenden Sozialismus verraten? Bei den Befragungen wird kein Protokoll geführt, es entstehen keine Fotografien. Aber ein Tonbandbandgerät zeichnet Fragen und Vorwürfe, Antworten und Verteidigungen auf. Knapp 30 Jahre später wird das Material wiederentdeckt und erzählt eindrücklich vom Zerfall der Macht. Herrscher am Ende

Freitag 20:05 Uhr NDR Blue

NDR Blue In Concert

Das tägliche Radiokonzert - Heute mit The Good, The Bad The Queen (1/2) Das ist nicht nur ein Musikprojekt, das ist vor allem eine Supergroup. Damon Albarn von Blur und den Gorillaz macht hier mit, dazu der The Clash-Bassist Paul Simonon, der Schlagzeuger Tony Allen ist einer der Mitbegründer des Afrobeat und Gitarrist Simon Tong kennt man zum Beispiel von The Verve. Zwei von der Kritik gefeierte Alben haben The Good, The Bad The Queen veröffentlicht, Live-Auftritte sind recht selten und umso mehr eine intensive Erfahrung. Wir haben für Sie den Mitschnitt von The Good The Bad The Queen im Astra Kulturhaus in Berlin, das Konzert vom 2. Juni 2019.

Freitag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

On Stage

Aufgenommen zuhause: Das Roots-Musik Duo The Wallens (USA) Aufnahme vom Mai 2020 Am Mikrofon: Tim Schauen Am Anfang war es eine Gitarre, eine Stompbox und eine Stimme: Brian Keith Wallen wurde 2015 Zweiter bei der Internationalen Blues Challenge, er stand alleine auf der Bühne, sang und stampfte den Rhythmus in diese Kiste am Boden, die Stompbox. Doch nachdem der Roots-Musiker aus Indiana/USA via Dating-App Tinder die klassisch ausgebildete Sängerin Molly kennenlernte und die beiden bald darauf heirateten, sind sie zusammen The Wallens - auch musikalisch. Ihre beiden Stimmen harmonieren so charmant-liebevoll miteinander, wie es der häufige Blickkontakt zwischen den beiden bestätigt. Und wenn sie Bluesgrass, Country, Folk und Blues singen, Geschichten aus ihrem Leben beschreiben, von den Reisen mit Wohnmobil und Hund durch das amerkanische Hinterland, dann berühren sie mit Einfachheit, Klarheit und Authentizität. Und das ist anspruchsvoller, als man zuerst vermuten könnte. Wegen der Corona-Pandemie dürfen auch The Wallens nicht auftreten und haben für den Deutschlandfunk zu Hause aufgenommen, in ihrem Wohnzimmer. Der erste Song dieser Session heißt "Stuck at home" - authentisch eben.

Freitag 21:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Thank Bob for Beatniks Von Bob Kaufman/Andreas Ammer Mit Patti Smith, Moor Mother, Angel Bat Dawid, Durs Grünbein und anderen Musik: Markus Acher/Micha Acher/Leo Hopfinger Realisation: Andreas Ammer/Markus Acher/Micha Acher BR 2020 Ursendung Allen Ginsberg erzählt, dass es Bob Kaufman war, der die Bezeichnung "Beatnik" für ihre gemeinsame Lebenshaltung propagiert habe: Halb harter Beat wie im Jazz, halb zielloser Sputnik im Weltraum, stets unterwegs auf den Straßen und in den Cafés, am besten am North Beach, oben in San Francisco. A place is the space. Natürlich führte das FBI eine Akte über den ehemaligen Seemann Bob Kaufman. Aber das Büro verzweifelte fast am Lebenswandel des Bohème-Dichters mit karibisch-deutschen Wurzeln, der - öfters leicht berauscht - durch die Straßen von San Francisco schlenderte und jedem seine Gedichte vortrug (wenn er nicht gerade im Protest gegen die politischen Zustände in den USA in ein mehrjähriges Schweigen versunken war). Zwar hatten die Kommunisten den unsteten Genossen aus ihrer Partei geworfen, aber das FBI führte Kaufman weiter als verdächtigen, obdachlosen "drifter". Es fand trotzdem weder seinen Wohnort noch war man sich sicher, ob man überhaupt den richtigen Bob Kaufman verfolgte, der im Beverly Hills Hotel als Kellner wegen Drogenkonsums gefeuert worden war und den es dann nach San Francisco verschlug, wo er Zeitschriften mit dem seltsamen Titel "Beatitude" herausgab, des Öfteren verhaftet wurde und "Abomunistische Manifeste" verfasste, die keiner verstand, der nicht ein früher Beatnik oder ein später Dadaist war: Auf "Engpop, emgpop, boint plolo, plolo, bob bob" endet die Abomunistische Rationalhymne. Zweimal wurde Bob Kaufman, der große Unbekannte der Beatniks, in Europa entdeckt. In Frankreich, wo er heute noch als "Schwarzer Rimbaud" bezeichnet wird und in der Ost-Dichterszene um Durs Grünbein, Bert Papenfuß und Sascha Anderson, die 1990 gemeinsam seinen Gedichtband "Solitüden" übersetzten und in einem Privatdruck herausbrachten. Für das Hörspiel "Thank Bob for Beatniks" haben Andreas Ammer, die Gebrüder Acher und Leo Hopfinger eine verloren geglaubte Lesung des legendären Dichters aufgespürt und mit Musik versehen. Zusammen mit der FBI-Akte, Erinnerungen von Allen Ginsberg, Lesungen der afro-amerikanischen Jazz- und HipHop-Musikerinnen Angel Bat Dawid und Moor Mother und der legendären Patti Smith haben sie ein akustisch-anarchistisches Epitaph für den fast vergessenen Dichter errichtet, der einer der wenigen wirklichen Avantgardisten Amerikas gewesen ist. Bob Kaufman, Autor, geb. 1925 in New Orleans, gest. 1986 in San Francisco. Mitbegründer der Beatbewegung. Werke u.a. "Abomunist Manifesto" (1959), "Second April" (1959), "Does the Secret Mind Whisper?" (1960), "Solitudes Crowded with Loneliness" (1965). Andreas Ammer, Hörspielautor, Journalist. Werke u.a. "This is Ben Hecht...reporting live from the Revolution" (zusammen mit Markus und Micha Acher, BR 2019).

Freitag 22:03 Uhr SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 Krimi

Sherlock & Watson - Neues aus der Baker Street: Der letzte Tanz (1) Von Felix Partenzi und Viviane Koppelmann Mit: Johann von Bülow, Florian Lukas, Stefan Kaminski, Peter Jordan, Katharina-Marie Schubert u. v. a. Regie: Felix Partenzi / Viviane Koppelmann (Produktion: DAV 2015) Die Baker Street ist wieder vollständig anwesend: Im finalen Fall der Kult-Serie spitzt sich die Lage zu und Sherlock ist kurz davor, Moriarty endlich dingfest zu machen. Doch ist er das wirklich? Nicht nur Watson, auch Lestrade und Mycroft hegen ernsthafte Zweifel an Sherlocks geistiger Gesundheit - der weicht dem Licht der Öffentlichkeit plötzlich nicht mehr aus und tingelt von einer Talkshow zur nächsten. Zu seinem 40. Geburtstag wünscht sich der Consulting Detective gar ein rauschendes Fest. Eines sei verraten: Die Party ist der Knaller! Es wird laut, rasant und äußerst knifflig! (Teil 2, Freitag, 2. Oktober, 22.03 Uhr)

Freitag 23:00 Uhr rbb Kultur

MUSIK DER KONTINENTE

mit Peter Rixen Der Sound von Addis Abeba Einst hatte die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba eine vibrierende Musikszene. Die Blaupause für den Mix aus traditioneller Pentatonik und jazzigen Grooves lieferte Mulatu Astatke, in den 60er Jahren der erste afrikanische Student am renommierten Bostoner Berklee College of Music. Die frühen 70er Jahre sind längst Geschichte, aber der musikalische Puls von damals wirkt bis heute nach - in den vielen Bands, die sich vom Addis-Groove haben inspirieren lassen. bis 00:00 Uhr

Freitag 23:00 Uhr Cosmo

COSMO Live

Kitty Solaris Derya Yildirim Bernadette La Hengst - Der Sommer in diesem Jahr war anders. Trotz aller Einschränkungen konnten einige Veranstaltungen stattfinden, zum Beispiel das 20 Sunsets Festival in Berlin. Dort traten im Juli und August auf der Dachterrasse des HKW einige Künstler*innen auf - Wir präsentieren euch heute ein Best Of mit Kitty Solaris, Derya Yildirim, Bernadette La Hengst, Tara Nome Doyle, Masha Qrella und Mira Mann in COSMO Konzerte. Kitty Solaris ist mit ihren Disco-Grooves und Wave-Harmonien mit Pop-Strukturen fester Bestandteil von Berlins Indie-Szene. Die hat sie in den vergangenen 15 Jahren nicht nur als Musikerin geprägt. Neben einer eigenen Konzertreihe betreibt sie seit dem Jahr 2007 auch ein eigenes Label: Solaris Empire. DIY ist ihre Devise. Derya Yildirim lernte schon als Kind Klavier, Gitarre, Oud, Saxofon und Baglama spielen. So interpretiert sie heute mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln traditionelle türkische Poesie und Musik immer wieder neu, ohne das Bewusstsein für die Vergangenheit zu verlieren. Mit ihrer Band spielt sie eine Symbiose aus traditionellen Formen und Andeutungen von Psychedelia, Jazz und Funk, solo widmet sie sich dem anatolischen Folk. Bernadette La Hengst ist eine der kritischsten, aber auch konstruktivsten Stimmen des deutschsprachigen Indie-Pops. Mit dem Chor der Kulturen der Welt (u.a.) schrieb sie zuletzt die Europahymne in einen Appell für Solidarität, offene Grenzen und die Kunstfreiheit um. Themen, die auch ihr letztes Album "Wir sind die Vielen" prägten. Ob solo oder mit anderen, Bernadette La Hengst geht es um nichts weniger, als eine bessere Welt zu schaffen.

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

Glückloser Engel Eine Lange Nacht über Walter Benjamin Von Michael Opitz Regie: Rita Höhne (Wdh. v. 19./20.02.2011) Auf das "bucklicht Männlein" kommt Benjamin in der "Berliner Kindheit um Neunzehnhundert" zu sprechen. Wer von diesem buckligen Gesellen angesehen wurde, der gab nicht Acht und ihm zerbrach etwas oder er fiel hin. "Ungeschickt lässt grüßen", kommentierte Benjamins Mutter diese Unachtsamkeit. Benjamin sucht für die "Berliner Kindheit", an der er im Exil schreibt, Bilder, die zu jener unwiederbringlich verlorenen Zeit gehören. Um Aufschluss über die Gegenwart zu erhalten, soll Vergessenes erinnert und Vergangenes rekonstruiert werden. Benjamin ist ein Sprachmagier, der seine Leser verführt. Der Literatur- und Kulturwissenschaftler, der auch Schriftsteller war, dachte dichterisch, wie es Hannah Arendt nannte. Geboren 1892 in Berlin, musste er 1933 emigrieren. Auf der Flucht vor den Nazis beging er 1940 in auswegloser Situation im spanischen Grenzort Portbou Selbstmord. Seine "Berliner Kindheit" blieb ebenso unvollendet wie das "Passagen-Werk", in dem er die Urgeschichte des 19. Jahrhunderts erzählen wollte. In die Passagen, diese Bauwerke aus Stahl und Glas, schickt Benjamin einen anderen Gesellen. Sein Flaneur wird zum Sammler, der jene unscheinbaren, vergessenen Dinge und Bilder einsammeln soll, die drohen, vergessen zu werden. Im Kleinsten sieht er jene Zusammenhänge vorgeprägt, die kennzeichnend sind für das Große. Eine Lange Nacht über Walter Benjamin - als Wissenschaftler, Literaturkritiker, Rundfunkautor und Schriftsteller.

Donnerstag Samstag