Tagestipps

Freitag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Verpasste Gelegenheiten Von Marika Patroni Griffi Übersetzung aus dem Italienischen und Bearbeitung: Barbara Engelmann Giulia: Franziska Petri Bruno: Robert Dölle Giacinta: Meriam Abbas Remo: Fabian Gerhardt Aldo: Daniel Wiemer Castellana: Jürg Löw Anna: Johanna Gastdorf Isabella: Claudia Brinker Severi: Udo Schenk Beatrice: Mandana Mansouri Gallo: Navid Akhavan Portier: Valentin Stroh Frau in der Kirche: Gisela Keiner Regie: Christoph Pragua Wiederholung: WDR 5 Sa 17.04 Uhr

Freitag 19:05 Uhr Ö1

matrix - computer neue medien

Orchester, Musikerinnen und Festivals im Netz Sie waren auf den Totalausfall bestens vorbereitet. Seit 2008 bespielen die Berliner Philharmoniker mit ihrer Digital Concert Hall den digitalen Raum. Mithilfe von zig ferngesteuerten HD-Kameras und noch mehr hochempfindlichen Mikrofonen streamt das Orchester seine Konzerte live ins Netz - im Frühling eben in kleinerer Besetzung. Die Pandemie hat die Klassik ins Internet gelockt und bestehenden Angeboten einen kräftigen Besucherzuwachs verpasst. Das musikalische Angebot aus der ganzen Welt war überwältigend. Sehr viel Ausdauer zeigte Starpianist Igor Levit, der über Wochen Abend für Abend aus seinem Wohnzimmer Konzerte live auf Twitter gab. Sind die digitalen Angebote gekommen, um zu bleiben? Und wie können sich Musiker/nnen dadurch finanzieren, fragt Anna Masoner. Moderation: Wolfgang Ritschl Redaktion: Franz Zeller

Freitag 20:04 Uhr rbb Kultur

JAZZ BERLIN

mit Ulf Drechsel Jazzfest Berlin 1984 - Piano und Klarinetten Der italienische Pianist Enrico Pieranunzi ist heute mit dem zweiten Teil seines Trio-Konzertes beim Jazzfest Berlin 1984 zu hören. Hamiet Bluiett war eine der Triebkräfte der amerikanischen Jazz-Avantgarde. Schon 1968 gehörte er in St. Louis zu den Mitbegründern der Künstlerkooperative ""Black Artist Group"", 1976 zur ersten Besetzung des wegweisenden ""World Saxophone Quartet"". Sein erstes Instrument war die Klarinette. Zum Jazzfest Berlin kam er gleich mit einer ganzen ""Clarinet Family"". Acht Klarinettisten loteten im Zusammenspiel mit einem Bassisten und einem Schlagzeuger das Klangspektrum des Instrumentes zwischen Soprano- und Contra-Bass-Klarinette aus. Konzertaufnahmen vom 2. November 1984, Philharmonie

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Rechte Kulturstörung Eine Bestandsaufnahme Von Agnes Steinbauer Regie: Claudia Kattanek Produktion: Deutschlandfunk 2020 Ein Afrikaner als Hauptmann von Köpenick? Unmöglich! Erinnerung an den Nationalsozialismus? Nestbeschmutzung! Homosexuelle auf der Bühne? Missbrauch öffentlicher Mittel! "Kunst und Wissenschaft sind frei", steht in Artikel 5 des Grundgesetzes. Dort ist auch die Meinungsfreiheit garantiert, die Rechtsextreme gegen Andersdenkende nutzen. Rechtspopulisten fordern, dass aus der deutschen Kultur verschwinden soll, was nicht ihren nationalen Werten entspricht. Was nicht ins "völkische" Weltbild passt, wird infrage gestellt und angegriffen. Rechtspopulisten verstehen Kultur mehr und mehr als politische Kampfzone. Sie stören Theatervorstellungen, verbreiten Hassmails, stellen rassistisch motivierte Anfragen in Parlamenten oder versuchen, Kultureinrichtungen den Geldhahn abzudrehen. Seit 2016 sind in Deutschland über 40 solcher Fälle aktenkundig. In Berlin wollte die AfD die Etats von drei missliebigen Theatern kürzen - darunter den des Friedrichstadt-Palastes. Zuvor hatte Intendant Berndt Schmidt der AfD vorgeworfen, eine ausländerfeindliche Stimmung gegen sein multikulturelles Ensemble zu schüren und ein Klima der Angst zu verbreiten. Im Stuttgarter Landtag verlangte man eine Offenlegung der Staatsangehörigkeit von Künstlern an Opernhäusern und Theatern Baden-Württembergs. In Sachsen-Anhalt forderte die AfD im Landesparlament die Vermittlung nationaler Identität als Aufgabe des deutschen Theaters ... Wohin führt das alles? Rechte Kulturstörung. Eine Bestandsaufnahme

Freitag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

On Stage

Scheinwerferlicht und dunkle Schatten Nick Cave & The Bad Seeds Aufnahme vom 13.2.2013 im Admiralspalast Berlin Am Mikrofon: Manuel Unger 2013 ist die Welt von Nick Cave noch in Ordnung: Sein 15. Studioalbum "Push The Sky Away" wird vier Wochen nach seinem Berliner Konzert veröffentlicht und ist ein weiterer Meilenstein in der Diskografie des Meisters der düsteren Klänge. Mit seiner tiefen Baritonstimme durchdringt er die Herzen seiner Fans. Heute, 2020, wissen wir, dass den Musiker und seine Familie nur gut zwei Jahre später ein Schicksalsschlag erschüttern wird, der einen tiefen Einschnitt in sein Leben bringt: Im Juli 2015 stürzt Caves damals 15-jähriger Sohn Arthur im LSD-Rausch eine Klippe in Brighton hinunter und stirbt. Beim Konzert aus dem Jahr 2013 spielen sich die Musiker durch die Setliste aus der über 30-jährigen Bandgeschichte, ein Auf und Ab rockiger, mitreißender Stücke wie "Jubilee Street" oder "The Mercy Seat" bis hin zu Spokenword-artigen Gedichtsvertonungen wie dem Titeltrack "Push The Sky Away" oder "We No Who U R". Nick Cave zieht seine Fans in seine Gedankenwelt und lässt den Spannungsbogen nie abreißen. Heute wie damals. Nick Cave & The Bad Seeds

Freitag 21:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

All Adventurous Women Do Von Tanja 0ljivar Aus dem Serbokroatischen von Mascha Dabic Mit Stephanie Amarell, Lisa Hrdina, Lilith Krause, Daria Wolf, Valerie Stoll, Louise Sophie Arnold, Lioba K., Max Bretschneider, Gitta Schweighöfer, Mareike Hein und Johanna Falckner Regie: Hans Block WDR 2019 Sieben Mädchen auf Klassenfahrt. Frei und unabhängig, selbstbestimmt. Nach der Fahrt sind alle schwanger. Von wem, das spielt keine Rolle, die 13-jährigen Mädchen taumeln hin und her zwischen dem Gefühl, endlich etwas zu haben, über das sie selbst entscheiden können. Sie trotzen den gesellschaftlichen Konventionen und den strafenden Stimmen ihres Umfelds, entwerfen wilde Phantasien über die Zukunft, die in ihren Bäuchen keimt und demonstrieren radikal, dass es egal ist, aus einer Gesellschaft ausgestoßen zu werden, der man nie angehört hat. Das Hörspiel basiert auf einer wahren Begebenheit: 2014 sorgte die "kollektive Schwangerschaft" von sieben Teenagerinnen in Bosnien-Herzegowina für einen Skandal. Tanja 0ljivar, geb. 1988 in Banja Luka, Dramatikerin, seit 2019 Schauspieldirektorin am Nationaltheater Belgrad. Theaterstücke u.a. "Kratzen oder wie meine Großmutter sich umgebracht hat" (2014), "Vor solchen wie uns haben uns die Eltern immer gewarnt" (2017), "Draufgängerinnen. All Adventurous Women Do" (2018).

Freitag 22:04 Uhr rbb Kultur

HÖRSPIEL

Echt? theblondproject Von Gesinde Danckwardt und Fabian Kühlein Mit Gesine Danckwart, Judith Rosmair und Anne Ratte-Polle sowie der "Liedertafel Bianca Castafiore" Text: Gesine Danckwart Regie: Gesine Danckwart und Fabian Kühlein Produktion: rbb 2020 - Ursendung -

Freitag 22:05 Uhr Deutschlandfunk

Milestones - Jazzklassiker

Sergio Mendes & Brasil 66 "Stillness" (1970) Am Mikrofon: Harald Rehmann "Mas Que Nada", "The Look Of Love", "Scarborough Fair" - Neuinterpretationen dieser und anderer Erfolgssongs in jazzigem Latin-Groove machten Sérgio Mendes weltberühmt. Kaum bekannt ist dagegen sein stilistisch wohl ambitioniertestes Album "Stillness". Mit der letzten Produktion seiner erfolgreichen Gruppe Brasil " 66 ging Sérgio Mendes zwar nicht völlig neue Wege, denn das bekannte Klangbild mit zwei Vokalistinnen und der typischen Mischung aus Bossa, Samba, Jazz und elegantem US-Pop kommt auch hier zur Geltung. Aber es gibt auf "Stillness" auch entspannten Funk, originär brasilianische Songkultur, lyrisch-introvertierte Balladen und - ganz ungewohnt - Sologesang. Der Sound wurde zudem beeinflusst von Umbesetzungen sowohl der Instrumental- als auch der Vokalsektion noch während der Studioaufnahmen. Kein Wunder, dass "Stillness" seinerzeit nicht so gut ankam wie seine populären Vorgängeralben. Erst viel später fand dieses besondere Werk die Anerkennung, die es verdient.

Freitag 22:05 Uhr NDR Info

Jazz Special

Reisen zu den Rändern der blauen Klänge: Der Oud-Spieler Anouar Brahem Mit Bert Noglik Anouar Brahems Sprache auf der arabischen Laute ist sensibel, leise, manchmal beinahe flüsternd. Bedächtig verknüpft er die Töne zu filigranen Geweben, nachdenklich streift er durch wechselnde Klanglandschaften. Anouar Brahem nimmt uns mit beim Flanieren durch seine Heimatstadt Tunis, auf Expeditionen in die Wüste und weiter zu den Oasen der Fantasie. Sein zuletzt veröffentlichtes Album nannte er "Blue Maqams". "Blue" steht dabei für die Einfärbung seines Spiels mit dem Jazz und den Stimmungen der Melancholie, während sich "Maqams" auf die modalen arabischen Tonsysteme bezieht. 22:30 - 22:35 Uhr Nachrichten Jazz Special

Freitag 22:06 Uhr SRF 2 Kultur

Late Night Concert

Bohuslän Big Band und Anders Jormin - Elefanten-Première Anders Jormin ist ein Jazz-Star - v.a. als Bassist im Trio für den Pianisten Bobo Stenson, wo er immer wieder auch als Komponist auftaucht. Eines aber hat er noch nie gemacht: Für den grossen Jazz-Klangkörper geschrieben, für die Big Band.Concert Hall Vara, 10.11.2018

Freitag 22:33 Uhr SWR2

SWR2 Krimi

Kornkreise Kriminalhörspiel von Monika Geier Auftakt der Reihe Feminist Gangsta Mit: Judith Neumann, Marek Harloff, Wowo Habdank, Robert Dölle, Barbara Phillip, Patrycia Ziolkowska, Wolfgang Pregler u. v. a. Regie: Martin Heindel (Produktion: hr/SWR 2020) "Kornkreise" von Monika Geier bildet den Auftakt der Reihe Feminist Gangsta. Der Titel ist programmatisch - also unbedingt Feminismus, aber mindestens ebenso viel Gangsta! "Kornkreise" nimmt uns mit in ein Sommercamp für Jugendliche, die sich für Luchse einsetzen. Am Abend haben die Campleiter*innen Nora und Oz den Umweltaktivisten und Jagdgegner Franz Knieper zu einem Vortrag über Kornkreise eingeladen. Die laue Nacht und der klare Sternenhimmel verführen die beiden dazu, selbst einen Kornkreis zu machen - dann fällt ein Schuss und ausgerechnet der erklärte Jagdgegner ist tot. Einfach nur ein unglücklicher Jagdunfall?

Freitag 23:00 Uhr Cosmo

COSMO Live

Best Of Festivalsommer: COSMO Odyssee mit BANTU & Pachibaba - Auch unsere jährliche COSMO Odyssee-Reihe kann in diesem Jahr leider nicht stattfinden. COSMO Konzerte leistet Erste Hilfe bei Livemusik-Entzugserscheinungen und spielt euch diesmal das Beste von der Odyssee 2018 mit BANTU und Pachibaba. Pionier der deutschen HipHop-Szene, Afrobeat-Erneuerer, Politaktivist - Adé Bantu, zwischen Nigeria, England und Deutschland groß geworden, gilt als Visionär. Inspiriert vom urbanen Chaos der Metropole Lagos, wo er seit zwölf Jahren wieder wohnt, fasziniert von der explosiven Schönheit der Megacity, politisiert von Elend und Korruption, verbindet er satten Afrobeat mit HipHop- und Punk-Attitüde. Mit seiner 13-köpfigen Band BANTU führt er den Afrobeat von Fela Kuti in die Gegenwart. Das sechste Album der Band soll noch in diesem Jahr erscheinen: "Everybody Get Agenda". Drei freie Elektronen und Offroad-Musiker, die in den warmen Strömungen der kreolischen Musik virtuos Traditionelles mit Dub, Afrobeat und Cumbia mixen: das ist der Anfang von Pachibaba aus La Réunion. Die Band steht für eine Generation réunionischer Musiker, die die Tradition der Maloya, der Klagelieder der Versklavten auf den Zuckerrohrplantagen, neu erfinden. Gegründet 2016 vereint das Ausnahmeensemble den Bandleader von Lindigo, Olivier Araste mit Maloya-Power-Stimme, Fixi (Jean-François Bossard) mit berauschendem Akkordeon und Piano und Cyril Atef mit exzentrischem Afrobeat und CongoPunk. Unterstützt von druckvoller Percussion (Jean Drédéric Madia), dem Gesang von Lauriane Marceline und Jean Aldo Araste (Gitarre) verspricht Pachibaba einen mitreißenden, explosiven Sound. Aufgenommen am 27.07.2018 auf der Open Air-Bühne am Ringlokschuppen in Mülheim an der Ruhr.

Freitag 23:05 Uhr Bayern 2

Nachtmix

Der Prinz und die Queen Musik von XTC, Will Oldham und Vintage Crop Ein Musikmilliardär wird 70: Richard Branson hat uns XTC, die Pistols, Faust und Culture Club auf sein damals junges Label Virgin gepresst. Der Prinz heißt Will Oldham und macht gemeinsame Sache mit den Three Queens in Mourning. Dazwischen passen noch das britische Rüpel-Duo Sleaford Mods und die australischen Anwärter auf einen Rüpel-Podestplatz, Vintage Crop.

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