Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Die Ö1 Klassiknacht

06.00 Uhr
Nachrichten

06.05 Uhr
Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten

06.55 Uhr
Zwischenruf

07.00 Uhr
Nachrichten

07.05 Uhr
Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Lebensweisen - Glaubenswelten. Ein Panorama am Sonntagmorgen mit Reportagen und Berichten aus der Welt der Religion und Religionen

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.10 Uhr
Ö1 heute

08.15 Uhr
Du holde Kunst

"Es ist so schön, in freier Zeit zu wühlen". Erwin Steinhauer liest Urlaubs- und Feriengedichte. Vom Vergnügen nichts Sinnvolles zu tun, von der Sehnsucht der Asphaltfüße nach Erde, dem Gedankengehüpfe im Grasbett und der Erkenntnis, dass man sich von allem erholen kann, außer von sich selbst. Gedichte über die schönste Zeit des Jahres von Fred Endrikat, Joachim Ringelnatz, Wilhelm Busch, Kurt Tucholsky, Heinz Erhardt, Eugen Roth und Günter Kunert. Dazu Musik von Ludwig Thuille, Camille Saint-Saëns, Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms, Antonin Dvorak und Édouard Lalo. Gestaltung: Edith Vukan und Beate Linke-Fischer. Redaktion: Gudrun Hamböck.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Gedanken

"Wir sehen es als eine der Aufgaben der Salzburger Festspiele an, Menschen zum Denken zu bringen". Die Präsidentin der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler spricht über 100 Jahre Salzburger Festspiele, spürt der Frage nach, ob Kunst und Kultur den einzelnen Menschen verändern können und erzählt von den Licht- und Schattenseiten als eine der mächtigsten Kulturmanagerinnen der Welt. Erst vor kurzem wurde ihr Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert, und bis Ende 2021 wird die Präsidentin der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler heißen. Am 26. Jänner 1995 trat sie ihre Position als Präsidentin der Salzburger Festspiele an und wurde damit eine der mächtigsten Kulturmanagerinnen der Welt. Mit Klugheit, Charme, Durchsetzungskraft und viel Energie waltet sie über "Geld und Spiele" in der Salzburger Hofstallgasse. Die Verantwortung ist groß: in dem Unternehmen arbeiten während des Jahres knapp über 200 Menschen, im Sommer sind es bis zu 4.000 inklusive aller Festspielkünstler. Die am 2. Juni 1948 in Salzburg geborene Tochter von Ex-ORF-General Gerd Bacher absolvierte ein Jus-Studium, das sie mit dem Doktor der Rechte abschloss. Daneben studierte Helga Rabl-Stadler auch einige Semester Publizistik, denn "Journalismus war mein Traumberuf", sagt sie. Ihre berufliche Karriere begann sie in der Lehrredaktion der Zeitung "Die Presse". Später wechselte sie zur "Wochenpresse" und schließlich zur Tageszeitung "Kurier". Dort schrieb sie von 1974 bis 1978 als erste weibliche Innenpolitikkolumnistin für die Rubrik "Politik von innen". 1977 heiratete sie ihren Kollegen Peter Rabl, den späteren Chefredakteur des "Kurier". Aus der mittlerweile geschiedenen Ehe stammen zwei Söhne. Zugunsten des Familienbetriebs "Resmann Couture" kehrte Helga Rabl-Stadler 1978 von Wien nach Salzburg zurück und leitete rund 30 Jahre das Modeunternehmen. Sie saß für die ÖVP im Nationalrat und leitete als erste Frau die Salzburger Wirtschaftskammer. Das ganze Jahr über reist die Präsidentin der Salzburger Festspiele als Botschafterin des Festivals zu Programmpräsentationen und Vorträgen zwischen Peking und New York, lukriert Sponsorengelder, verhandelt, repräsentiert, kommentiert, lächelt und scherzt. Kommenden Samstag jährt sich das 100-jährige Bestehen der Salzburger Festspiele. Die erste Festivalausgabe wurde am 22. August 1920 mit Hugo von Hofmannsthals Moralität vom "Jedermann" eröffnet. Im letzten Jahrhundert sind die Salzburger Festspiele zum künstlerischen und wirtschaftlichen Motor einer ganzen Region herangewachsen. "Österreich ist zwar geografisch ein kleines Land, aber sowohl in der Selbsteinschätzung als in der Wahrnehmung von außen eine kulturelle Großmacht. Neben der sinngebenden Bedeutung der Kunst hat sie im Tourismusland Österreich auch große wirtschaftliche Bedeutung. Diese Mehrfachbedeutung war den Gründervätern der Salzburger Festspiele sehr bewusst", sagt Helga Rabl-Stadler. Von der Bedeutung von Kunst und Kultur für die Menschheit ist die Präsidentin der Salzburger Festspiele felsenfest überzeugt und meint, "in einer Zeit der vorschnellen Antworten muss die Kunst die Menschen aufwecken, indem sie die richtigen Fragen stellt zu den ewig aktuellen Themen: Liebe und Hass, Vergebung und Rache, Friede und Krieg." Gestaltung: Gerhard Hafner / Redaktion: Ursula Burkert

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ambiente - von der Kunst des Reisens

"Ambiente" Sommerserie: Unterwegs in Österreich, Teil 7 Unterwegs unter den Schwarzföhren des Biosphärenparks südlicher Wienerwald - Erkundungen per Fahrrad und zu Fuß vom Parapluiberg zur Burg Liechtenstein und zum Großen Kleinen Anninger Wenn man an einem warmen Sommertag im Schutz der Föhren unterwegs ist, fühlt es sich ein bisschen wie Urlaub an. Der süßlich-harzige Geruch der Schwarzföhren entführt in Gedanken in den Süden. 1807 kaufte Fürst Johann I. von Liechtenstein die Herrschaft Liechtenstein und Mödling mit ihrer charakteristischen Burg. Der Fürst ließ nicht nur einen riesigen romantischen Landschaftsgarten mit künstlichen Ruinen, Meiereien, Schlössern und Wiesen errichten, sondern initiierte die Aufforstung des damals abgeholzten Gebietes mit Schwarzföhren. Das war eine große Herausforderung. Denn die Felsen und Berge aus Kalkgestein waren verkarstet. Eine anspruchsvolle Radstrecke führt von der Perchtoldsdorfer Heide hinauf auf den Parapluiberg, vorbei an Kugel- und Seewiese bis zur Gemeinde Sulz im Wienerwald - und von hier über Kaltenleutgeben zurück entlang am Stadtrand von Wien nach Perchtoldsdorf. Genießt man diese Tour in gemäßigtem Tempo, offenbart sich die Vielfalt des Naturparks Föhrenberge, der ein Teil des Biosphärenparks Wienerwald ist. Das Prädikat "Biosphärenpark" wird von der UNESCO vergeben. Biosphärenparks sollen Modellregionen für Nachhaltigkeit mit drei Säulen - Ökonomie, Ökologie und Soziales - sein. Sie sind in Entwicklungszonen, Pflegezonen und Kernzonen gegliedert. In den Kernzonen bleibt die Natur sich selbst überlassen. Insgesamt 37 Kernzonen gibt es im Biosphärenpark Wienerwald, fünf davon im Naturpark Föhrenberge. Historisches Zentrum dieses Naturparks ist die Burg Liechtenstein, die teilweise tatsächlich noch aus der Romanik stammt. Das erfährt man im Zuge von Führungen ebenso wie Historisches über die Region, die Bezüge zur Familie und zum Fürstentum Liechtenstein und nicht zuletzt die architektonischen Besonderheiten einer gut erhaltenen Burg. Im Unterschied zur Burg Liechtenstein sind die diversen Ruinen, Amphitheater und anderen Gebäude im Wald sogenannte Staffagebauten, so auch der Husarentempel auf dem Kleinen Anninger. Der Große Anninger bietet zahlreiche Wanderrouten. Und von der Wilhelmswarte auf seinem "Gipfel" auf 675 Metern bietet sich ein Blick bis zu Sonnwendstein, Schneeberg und Hoher Wand. Gestaltung: Margit Atzler / Redaktion: Ursula Burkert

11.00 Uhr
Nachrichten

11.03 Uhr
Salzburger Festspiele 2020 - Matinee

Wiener Philharmoniker, Dirigent: Andris Nelsons. Gustav Mahler: Symphonie Nr. 6 a-Moll (aufgenommen am 7. August im Großen Festspielhaus in Salzburg in Surround Sound). Präsentation: Philipp Weismann

12.30 Uhr
Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Gespräch

12.56 Uhr
Ö1 heute

13.00 Uhr
Ö1 Sonntagsjournal

13.10 Uhr
Tolle Titel - starke Stücke

Präsentation: Gerhard Hafner. Auch in diesem Sommer begibt sich Ö1 in den sonntäglichen Mittagsstunden auf eine akustische Wanderung querfeldein durch die mannigfache Blütenpracht der Musikgeschichte. Den musikalischen Proviant, mit dem der Rucksack für den jeweiligen Ausflug bestückt ist, können Sie werte Hörerinnen und Hörer selbst zusammenstellen. Im Rahmen unserer Wunschkonzert-Reihe "Tolle Titel - starke Stücke" bietet sich die Gelegenheit Musik zu hören, die Ihnen etwas bedeutet oder auf die Sie andere Ö1 Hörerinnen- und Hörer aufmerksam machen wollen. Wir laden Sie ein, heute und an den kommenden beiden Sonntagen, auf dem Sendeplatz des Ö1-Quizes "gehört.gewusst" jeweils um 13.10 Uhr das Musikprogramm in Österreich 1 aktiv mitzugestalten. Nennen Sie uns Ihr Lieblingsstück via E-Mail tolletitel@orf.at, deponieren Sie Ihren Wunsch unter der Telefonnummer 0800/400 555 - kostenlos aus ganz Österreich oder taggen Sie Ö1 in Social Media (facebook, twitter, instagram).

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Menschenbilder

"Gezählte Tage und heilige Zeiten" - in memoriam Philipp Harnoncourt Am 25. Mai dieses Jahres verstarb der Theologe Philipp Harnoncourt im 90. Lebensjahr in Grundlsee. Eines war ihnen gemeinsam, dem Theologen Philipp und seinem Bruder, dem 2016 verstorbenen Dirigenten Nikolaus Harnoncourt: eine unerbittliche Liebe zur Genauigkeit als Grundlage wissenschaftlicher und künstlerischer Arbeit. Während der um ein Jahr ältere Bruder die Musiklaufbahn einschlug, zog es Philipp nach dem Gymnasium in Graz zur Theologie und zum Priestertum. Nach Jahren der Seelsorge widmete er sich der Forschung und universitären Ausbildung auf den Gebieten der Liturgie, Christlichen Kunst und Hymnologie. Dreißig Jahre lang leitete Philipp Harnoncourt das entsprechende Universitätsinstitut in Graz. Privat - auch in Ergänzung zu seinem Fachgebiet - war Philipp Harnoncourt ein leidenschaftlicher und kenntnisreicher Sammler von Kalendern. Seit der Studienzeit beschäftigte ihn das Messen und Teilen der Zeit als Versuch der Menschen und Kulturen, durch den sorgsamen Umgang damit "ein weises Herz zu gewinnen." Gestaltung: Hubert Gaisbauer

14.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

15.00 Uhr
Nachrichten

15.05 Uhr
Apropos Oper

mit Michael Blees Franz Welser-Möst an der Wiener Staatsoper - Zum 60. Geburtstag des Dirigenten. Ausschnitte aus Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Wagner, Leos Janacek, Giacomo Puccini, Giuseppe Verdi, Richard Strauss u.a. In den vergangenen Jahren hat er in Österreich Oper fast nur bei den Salzburger Festspielen dirigiert, ansonsten war der am 16. August 1960 in Linz geborene Franz Welser-Möst, seit seinem Rücktritt als Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper im Jahr 2014, ausschließlich im Konzertfach präsent. Aber nach den von ihm in diesem Monat geleiteten Aufführungen der Richard Strauss-Oper "Elektra" in Salzburg soll er mit diesem Werkt im September auch an das Wiener Opernhaus am Ring zurückkehren, für die Wiederaufnahme einer Inszenierung von Harry Kupfer. Gleich zwei Gründe also - ein runder Geburtstag und die Rückkehr an die ehemalige Wirkungsstätte - um an die erfolgreiche Wiener Opern-Tätigkeit des Künstlers aus Oberösterreich zu erinnern: nach ganz kurzfristig übernommenen "Tristan"-Aufführungen 2003 war er der Staatsoper ab 2006 mit regelmäßigen Auftritten verbunden, um schließlich 2010 das Amt des Generalmusikdirektors zu übernehmen; eine Vielzahl von Premieren und Neueinstudierungen, aber auch Repertoireabende hat er in dieser Periode geleitet. Im Archiv von Ö1 hat sich aber auch ein sehr frühes Dokument der Karriere von Franz Welser-Möst erhalten: ein Auftritt als Dirigent von Mozarts "Figaro" im Opernhaus am Ring aus dem Jahr 1988, viele Jahre bevor er seine lange ausgeübte Position als Musikdirektor der Oper Zürich und seine mittlerweile bis 2027 verlängerte Chefdirigentenstelle beim Cleveland Orchestra angetreten hat.

16.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen Moderation: Peter Zimmermann Es liest Till Firit Nachdenken über die Gegenwart Eine Ex libris-Sommerserie Teil 6 Anna Kim

16.55 Uhr
Ö1 heute

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.10 Uhr
Spielräume Spezial

Die Turteltaube: Symbol für Liebe, Treue, Abschied, Einsamkeit Die Turteltaube ist nicht nur Vogel des Jahres 2020, sondern - als Symbol für Liebe, Treue, Abschied und Einsamkeit - auch Protagonist von Liedern. Eines davon ist das 1710 erstmals veröffentlichte "Fare Thee Well", das sich als Song-Cluster, also in sehr unterschiedlichen Varianten und unter verschiedensten Titeln (u.a. "Turtle Dove" oder "Ten Thousand Miles") im englischsprachigen Raum beiderseits des Atlantiks weit verbreitet hat. Obwohl es in den USA gar keine Turteltauben gibt, haben sie sich dort also zumindest musikalisch etablieren können und tauchen auch in rein US-amerikanischen Songs auf. Mit Ausnahme eines alten Spirituals, in dem eine flügellahme Turteltaube zum Symbol für den nahenden Tod wird, sind diese Songs fast durchwegs durch ähnliche Textzeilen miteinander verwandt, und fast immer geht es darin um einsame Liebende, die sich mit einer Turteltaube vergleichen, welche wehmütig nach ihrem davongeflogenen Partner ruft. Gestaltung: Michael Neuhauser

17.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1 Liebstöckel, Nacktmull Co. Vom Leben der Natur Vol. 1 Gestaltung: Stephan Pokorny Wie macht man Natur hörbar? Ein Summen, ein Zwitschern, ein Bachrauschen lässt sich leicht mit einem Aufnahmegerät einfangen. Doch wie bringt man faszinierende Zusammenhänge von Flora und Fauna ins Radio oder auf eine CD? Die Erfahrung zeigt: mit der Begeisterung jener, die am besten darüber Bescheid wissen. Jede Woche von Montag bis Freitag öffnet sich in Ö1, jeweils von 8.55 Uhr bis 9.00 Uhr der Vorhang zu einer imaginären Naturbühne und präsentiert ein Thema, das für eine Woche im Zentrum der Sendereihe steht. Diese sind so vielfältig, so bunt und schillernd wie die Natur selbst. Von der Milchstraße zum mikroskopisch kleinen Einzeller spannt sich der Bogen von "Vom Leben der Natur", funkelnde Edelsteine und Bachkiesel haben ebenso ihren großen Auftritt wie Tiere und Pflanzen in vielfältigen Lebensräumen. Das Schwierigste an der vorliegenden Produktion: die Auswahl - diesmal sind es folgende Themen: Die Pfütze. Die Kommunikation von Katzen. Heimische Nadelbäume. Hummeln. Nacktmulle. Der Donau-Kammmolch. Die Heilkraft der Pflanzen. Lippfische. Liebstöckel, Nacktmull Co. Vom Leben der Natur Vol. 1 2 CDs Download ORF-CD 819

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.15 Uhr
Moment am Sonntag

Erinnern ist leicht, verzeihen schwer. Vier Gäste, vier Gänge und ein Thema Oft wird beim Erinnern vergessen, dass es auch um Verzeihen geht. Wann soll/kann man verzeihen? Muss das Gegenüber vorher Einsicht zeigen und um Entschuldigung bitten? Es speisen und diskutieren: Maria Katharina Moser, Pfarrerin und Direktorin der "Diakonie Österreich"; die Germanistin und Kunsthistorikerin Verena Plutzar; Tasos Zembylas, Professor für Kulturbetriebslehre am Institut für Musiksoziologie der "Universität für Musik und darstellende Kunst Wien"; sowie der Journalist und Historiker Martin Pollack, Autor von Büchern wie "Der Tote im Bunker" oder "Die Frau ohne Grab". Gestaltung: Alois Schörghuber

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Contra - Kabarett und Kleinkunst

Lisa Eckhart über die Vorteile des Lasters und Lustvoll-Abgründiges. Gestaltung: Doris Glaser "Gebt ihr Stift, Papier und Bühne und niemand wird verletzt" - ein Satz aus dem Repertoire der von Lisa Eckhart. Der österreichischen Kabarettistin ist die Lust an der scharfen Formulierung und der Provokation in die Wiege gelegt. Für die Bühne verwandelt sich Lisa Eckhart in eine extravagante Diva, die den Tabubruch zur Kunstform stilisiert hat. "Dialog finde ich überbewertet. Hauptsache, ich spreche", lautet Lisa Eckharts Credo. In ihrem aktuellen dritten Solo "Die Vorteile des Lasters" widmet sich die Kabarettistin den sieben Todsünden und deren Bedeutung für das 21. Jahrhundert. Am 17. August erscheint der erste Roman von Lisa Eckhart. Unter dem Titel "Omama" bietet sie einen wilden Ritt durch die Nachkriegsgeschichte: tabulos, intelligent, böse und sehr komisch.

19.30 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Überblick

19.33 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

Mara Miletic trifft Sarah Machac Wie selbstbewusst und selbstverständlich junge Künstler und Künstlerinnen mit der Jazztradition umgehen, beweisen aktuell zwei Ausnahmesängerinnen: Mara Miletic, vor 24 Jahren in Serbien geboren, und die 20-jährige Niederösterreicherin Sarah Machac. In reiner A-cappella-Besetzung entstehen minimalistische "Vocal Summits", in denen sich die beiden Stimmen einander sowohl kontrapunktisch als auch harmonisch perfekt ergänzen. Das Resultat sind Standards im spannenden Remake, konkret und abstrakt, mit und ohne Text, solistisch oder kollektiv improvisiert. Die beiden Stimmtalente überzeugen mit Ausdrucksstärke sowie gesangstechnischem Können und zeigen, wie vielseitig und vielfärbig das Instrument Stimme abseits von Konventionen sein kann. Gestaltung: Ines Reiger

20.15 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

"Tonspuren"-Sommerserie: Ich selbst, von außen betrachtet "Das, was weggeschoben wird". Die Schriftstellerin Julya Rabinowich. Feature von Philip Scheiner Als Julya Rabinowich mit ihren Eltern aus der UdSSR nach Wien kommt, hat sie keine Deutschkenntnisse, aber eine engagierte Lehrerin. Das Elternhaus, Vater Architekt und Mutter Malerin, weist ihr schon früh den Weg zur Kunst. Sie malt, studiert bei Attersee und schließt ihr Studium mit sechs großen Ölbildern ab: "Spaltkopf". Diesen Titel trägt auch ihr erster Roman. Entwurzelung, Zerrissenheit, Entfremdung - verdrängte Gefühle, die Rabinowich mit ihren Protagonist/innen teilt. Dabei spielt der "Migrationshintergrund" eine austauschbare Rolle, wie bereits ihr zweiter Roman bewies: "Herznovelle" ist die Geschichte einer wohlhabenden Hausfrau. Am Herzen operiert, von ihrem Mann ignoriert, wird aus der Herzkranken eine Liebeskranke - jener Chirurg hat es berührt, das Organ, "von dem es heißt, dass dort die Liebe angesiedelt ist".

21.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Milestones

"Duke's in Bed. Johnny Hodges and the Ellington All-Stars without Duke" "Duke's in Bed": Hinter diesem gewitzten Titel verbirgt sich eine der reizendsten und kuriosesten Aufnahmen in der Geschichte des Labels Verve, ein Album, das mit der Abwesenheit des großen "Overlords" Duke Ellington spielt. Neun Musiker aus dem engerem Umfeld des großen Jazzorchesterleiters und Komponisten, darunter Baritonsaxofonist Harry Carney, Klarinettist Jimmy Hamilton, Schlagzeuger Sam Woodyard und Pianist Billy Strayhorn, spielen unter der Leitung von Altsaxofonist Johnny Hodges eine betont kammermusikalisch klingende Ellington-Platte ohne Ellington ein. Ein entspanntes, ein wenig verträumtes, zuerst als Mono-Aufnahme erschienenes Werk, dem die Jahre nichts anhaben konnten, und das bis heute die eine oder andere subtile Überraschung zu bieten hat. Gestaltung: Helmut Jasbar

21.40 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

"Am Steg". Von Gabriele Petricek. Redaktion: Edith-Ulla Gasser. In der Sonne liegend an der Alten Donau denkt die Frau an den Kärntner Farchtensee, wo ein Fischer ertrunken ist - so hat die Frau es in der Zeitung gelesen. Ihren eigenen Körper auf dem sommerlichen Holzsteg "der Wärme hingeliefert" denkt die Frau an Nizza, und an das Meer. Und während ein Rettungshubschrauber sich knatternd nähert, aber keinen Platz zum Landen findet, obwohl das fremde Kind schon tief im grünen Wasser der Alten Donau liegt, erinnert sich die Frau an die eigene lebensgefährliche Überquerung des Altarms, wonach sie, die sportliche Schwimmerin, für immer eine "fade Randschwimmerin" bleiben sollte. Die Wiener Autorin Gabriele Petricek wendet ein klassisches Sommerthema hin und her zwischen Leichtigkeit und Bedrohung, zwischen heiterem Feriengenuss und der Möglichkeit des Todes durch Ertrinken.

22.00 Uhr
Nachrichten

22.05 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Überblick

22.08 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended

Die Playlist des Limmitationes-Organisators Seit vielen Jahren veranstaltet der gebürtige Kärntner Udo Preis im Südburgenland das Festival Limmitationes. Als reines Musikfestival gestartet ist es inzwischen zum stilistischen Schmelztiegel auch für andere Kunstformen wie Malerei, Literatur und Tanz geworden. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage mussten die für diese Saison geplanten Konzerte abgesagt werden, im "Zeit-Ton extended" bringt Udo Preis einen Querschnitt seiner musikalischen Grenzüberschreitungen. Gestaltung: Gerhard Krammer

22.55 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In

23.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

Die Jury des Prix Palma Ars Acustica hat heuer ex aequo die Ö1 "Kunstradio"-Produktion "Phnom Penh FM: Re / Disc / Over" der kambodschanischen Filmemacherin und Künstlerin Sopheak Sao und die Radioarbeit "Ror-bu" der Künstlerin Veronika Svobodová, produziert von Ceský Rozhlas, ausgezeichnet. Veronika Svobodová verbindet in ihrer Arbeit die Faktoren Raum, Zeit und Gegebenheiten. In "Ror-bu" hat die Künstlerin auf ihre akustische Erfahrung in einem alten Fischerhaus namens Kråkeslottet (d.h. Krähenschloss) zurückgegriffen. Das traditionelle Fischerhaus wurde viele Jahre lang als Fischverarbeitungsbetrieb genutzt, es liegt am Ufer der norwegischen Insel Senja ganz nahe am Polarkreis. Seit 2011 findet dort regelmäßig das ArtiJuli-Festival für zeitgenössische Kunst statt, das auch ein Artists in Residence-Programm anbietet. Das Wort "BU" hat im Norwegischen unterschiedliche Bedeutungen. Es kann als Zwischenruf verwendet werden, um jemanden zu erschrecken, oder als Substantiv, das einen Ort in einem Haus zur Aufbewahrung von Gerümpel bezeichnet. Der Name der Komposition bezieht sich auch auf ein typisches Fischerhaus, ror-bu, das ein Ort zum Wohnen oder Entspannen ist. In der Radioarbeit sind Feldaufnahmen von einer Zugfahrt und Aufnahmen von Veronika Svobodovás einmonatigem Aufenthalt auf der Insel zu hören. Außerdem kommen Klänge von Strickmaschinen, Geräusche des Schiffs Polaris, ein Spaziergang am Strand, heulender Wind, gefrorener Regen, Hagel, knarrende Treppen, eine Aufnahme eines alten Klaviers usw. vor. Die Feldaufnahmen werden von zwei anachronistischen Klangmaschinen begleitet, die mit primitiven mechanischen Werkzeugen, Schieferplatten, Sand, Steinen, einer Loopstation und Kontaktmikrofonen zarte Ausbrüche und neblige Geräusche erzeugen. An der Postproduktion der daraus entstandenen Komposition Ror-bu für R(A)DIO(CUSTICA) war der Filmtoningenieur Jan Richtr beteiligt.

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 3:00 Uhr Nachrichten